Joseph Bech (1887-1975), Luxemburg

Joseph Bech zählt zu den Gründungsvätern der Europäischen Gemeinschaft, er war Mitbegründer der Montanunion und zeitlebens ein konsequenter Verfechter des Europagedankens. Für die katholische Rechtspartei wurde er 1914 Abgeordneter im Luxemburgischen Parlament; ab 1921 war er vier Jahre Justiz- und Erziehungsminister, von 1926 bis 1937 Staatsminister und Präsident der Regierung. Von 1937 bis 1953 war er Außenminister und Minister für Weinbau, davon mehrere Jahre Mitglied der Exilregierung (1940 bis 1945). Von 1953 bis 1958 bekleidete der Politiker der Chreschtlech Sozial Vollekspartei (CSV) das Amt des Staatsministers und des Präsidenten der Regierung; danach übernahm er wieder das Amt des Außenministers (1958 bis 1959) sowie das des Außenhandelsministers und Ministers für Weinbau. In der Nachkriegsphase wirkte er maßgeblich am europäischen Integrationsprozess mit. 1960 wurde er für seine Verdienste mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet.

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