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Demokratie - Etwas für Anfänger?

Südasien im Wandel - Bestreben zur Demokratie

„1, 2, 3, Test“ ertönt es schallend aus dem schwarzen Mikrofon mit einem leicht dumpfen Klang. Das rote Licht des Mikrofons blinkt grell und eine groß gewachsene Dame mit dunklem Teint und leicht anklingendem Akzent in ihrem Englisch beginnt über den Tisch geneigt zu sprechen.

Die hinter dem Mikrofon sitzende Dame heißt Prof. Salma Buva und stammt aus Indien. Erhitzt und zugleich konzentriert dreht sich ihr Beitrag nur um das eine Thema: Indien und dessen Demokratie. Neben Frau Bava sitzen weit zu ihr gelehnt noch andere Experten, ja Fachmänner und Fachfrauen für die Entwicklung der indischen Demokratie; gelenkt wird die Runde von einer jungen Moderatorin. Über den Köpfen der Redner schwebt förmlich ein Gedanke: „Demokratie?“.

Ich befinde mich in der Penal - Diskussion 1 der Tagesfachkonferenz zu dem Themenkomplex „Südasien im Wandel“. Neben geschulten Spezialisten aus Indien, Afghanistan, Pakistan oder Afrika sind auch deutsche Fachmänner vertreten. Je genauer ich hinhöre, umso deutlicher wird die knifflige Fragestellung, die durch jedermanns Kopf zu gehen scheint: „Was ist Demokratie und wie ist sie umsetzbar?“

Indien – die größte Demokratie der Welt steht vor stetigen Herausforderungen. Die freien Wahlen als Werkzeug der Demokratie stehen im Konflikt mit der Tradition und Geschichte Indiens wie auch dem gewünschten Wandel. Verschiedenste Meinungen prallen aufeinander und werfen auch in der Diskussion mit dem Zuhörerkreis Fragen auf: Wo liegt die Balance zwischen Alt und Neu, Wandel und Stabilität der Demokratie?

Schauplatzwechsel. Anders als Indien, so erscheint es, ist in Pakistan die Demokratie noch sehr jung und die anführenden Parteien unerfahren. Spürbar wird atmosphärisch der Optimismus und die Hoffnung auf die fortschreitende Bewegung hin zur Demokratie. Doch der Umschwung wirft auch Probleme auf: Inwieweit darf das Militär die politischen Entscheidungen beeinflussen? Inwiefern sind die kleinen Fortschritte des Landes Schritte hin zur Demokratie? „Erfolg ist, wenn das Militär nicht die Macht übernimmt.“ sagt Eva Gil, eine junge Referentin. Doch das scheint nicht alle Fragen zu beantworten.

Afghanistan. Auch hier wird die Problematik der Entwicklungen deutlich. „Die Transformation geht von statten, jedoch schleichend“ stellt ein junger afghanischer Journalist gleich zu Beginn in den Raum. Hin und hergerissen zwischen militärischer Macht und dem Interessenkonflikt der Generationen steht die Frage, wie weit Pakistan gehen darf, ohne dass die Demokratie zusammenbricht.

Von Indien bis nach Afghanistan – eins wird deutlich: Demokratie ist nichts für Anfänger. Hin und her gerissen zwischen Mut zum Neuen und Angst, die Tradition aufzugeben, bewegen sich die aufstrebenden Länder auf schwierigem Grund. Wille und Umsetzbarkeit scheinen nicht immer Hand in Hand zu gehen und Hürden gibt es allerhand. So bleibt die Frage nach dem Wie und Wann in der Umsetzung der Demokratie schwer beantwortbar, jedoch werden der Wert der Demokratie und die täglichen Herausforderungen immer klarer: Demokratie funktioniert nur im Dialog.

Autorin: Cornelia Sophia Braun

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