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From Liberation Movement to Government

Past legacies and the challenges of transition in Africa

In Kooperation mit der südafrikanischen Brenthurst Stiftung veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung Anfang Oktober den dreitägigen Workshop „From Liberation Movements to Government – Past legacies and the challenges of transition in Africa”. In der historischen Villa la Collina in Cadenabbia kam ein beeindruckendes Plenum zusammen: ehemalige Freiheitskämpfer, Politiker aus der Ära nach dem Befreiungskampf, Experten und Wissenschaftler mit langjähriger Afrika-Erfahrung.

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Workshopteilnehmer mit Wolfgang Maier, Stellv. Leiter Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit (1. Reihe, 4. v.l.)

Anhand verschiedener Fallstudien wurde beispielhaft aufgezeigt, was die großen Herausforderungen derjenigen Befreiungskämpfer waren (bzw. sind), die sich schließlich in der Regierung wiederfanden – in Südafrika, Simbabwe, Eritrea, Uganda, Angola, Mosambik, Namibia, Tansania, und im jüngsten Staat Afrikas, Südsudan. Dabei war es für alle Befreiungsbewegungen gleichsam bedeutend, Kämpfer ohne Regierungserfahrung entsprechend zu qualifizieren und die alte Bürokratie der kolonialen, oligarchischen oder autokratischen Vorgängerregierung zu integrieren. Stabilität wurde oft zunächst zur obersten Priorität gemacht.

Heute wird jedoch in einigen Fällen augenscheinlich, dass die Rechtfertigung dieser Stabilität nur noch ein Vorwand für den Machterhalt ist – wie in Simbabwe, das seit 32 Jahren von Robert Mugabe regiert wird. In solchen Fällen nutzt sich der „Vermögenswert des Befreiungskampfes“ langsam ab: das hohe Ansehen und politische Kapital durch Verdienste im Freiheitskampf verblasst mit den Jahren, vor allem aber mit wirtschaftlicher Stagnation, politischer Unfreiheit und wachsender Jugendarbeitslosigkeit. Dabei kann sich vor allem die jüngere Generation oft nicht mehr mit dem Befreiungskampf identifizieren.

Für die Zukunft stellt sich die Frage, ob die ehemaligen Freiheitskämpfer eine politische Öffnung zulassen – vor allem Gewaltenteilung, einem Mehrparteiensystem, der Förderung der Zivilgesellschaft sowie des Parteinachwuchses – oder sie ihr eigenes politisches Überleben riskieren wollen.

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