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Herausforderungen für die ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft 2015

Experten diskutierten über Chancen und Risiken

2015 wird ein spannendes Jahr für ASEAN und insbesondere für die angestrebte ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft (AEC). Davon ist Dr. Lim Hong Hin, stellvertretender Generalsekretär von ASEAN für die ASEAN Economic Community, überzeugt. „Es gibt viele einzelne Märkte und wir müssen daher gemeinsame internationale Standards schaffen“, sagte Lim bei der Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Die Stiftung hatte zusammen mit dem Berlin ASEAN Committee, dem Zusammenschluss der Botschafter der ASEAN-Mitgliedsstaaten in Berlin, zu einer Podiumsdiskussion mit Experten aus Politik und Wissenschaft eingeladen, um über die Chancen und Herausforderungen der AEC 2015 zu diskutieren.

Lim erläuterte in seinem Eröffnungsvortrag die Ziele der ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft. Der südostasiatische Staatenbund bestehe aus zehn Mitgliedsländern und erwirtschafte ein Bruttoinlandsprodukt von insgesamt 2,5 Billionen Dollar. Schwellenländer wie Indonesien und Thailand stünden neben Entwicklungsländern wie Myanmar und Kambodscha. „Wir müssen global denken und die regionalen Märkte fördern“, sagte Lim. Er hoffe, dass die Mitgliedsländer zudem von den Vorteilen einer ASEAN-Freihandelszone profitierten. Mit dem Abkommen solle die wirtschaftliche, politische und soziale Zusammenarbeit verbessert werden. Auch Fragen zu Sicherheit, Kultur und Umwelt seien von Bedeutung. Mit dem Bündnis solle unter anderem das Transportwesen verbessert werden. Die Liberalisierung der Flugtransporte und der Ausbau der Infrastruktur solle dies ermöglichen, erläuterte Lim. Ein wichtiger Bestandteil zur Förderung der regionalen Potentiale und der Integration in den globalen Markt sei die Kreditvergabe für kleine und mittelständische Unternehmen. ASEAN bemühe sich um einen gemeinschaftlichen Wirtschaftsraum nach europäischem Vorbild.

Dr. Volker Treier, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), betonte daran anknüpfend, dass die asiatischen Länder und insbesondere die ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft für die EU ein wichtiger Handelspartner seien und es in der Zukunft noch stärker werden könnten. Viele Unternehmen seien bereits im asiatischen Raum vertreten, aber dies sei noch erweiterbar. Dabei würde die Freihandelszone eine bedeutende Rolle spielen. Treier deutete an, dass es nicht-tarifliche Barrieren gebe. „Alle Bemühungen und Verpflichtungen zur Regulierung und Harmonisierung machen nur in einem gemeinsamen Markt Sinn“, sagte Treier. „ASEAN muss sich des Kapitalzuflusses in den gut funktionierenden Jahren bewusst sein und genau überlegen, wie sie es verwenden“, gab Treier zu bedenken. Denn derzeit verringerten sich die Exporte in die Regionen. Er forderte mehr FTIs und weniger Portfolio-Investitionen.

Prof. Dr. Heribert Dieter, Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Globale Fragen der Stiftung Wissenschaft und Politik, ergänzte, dass es 2015 eine Überarbeitung der internationalen Kapitalbewegung geben werde. „Das ist ein großes Risiko für aufstrebende Länder und die wachsende südostasiatische Wirtschaft“, sagte Dieter. Denn laut der Studie der „Bank for international Settlements“ hätten Privatunternehmen von wachsenden Märkten 600 Billionen Bonds zugelassen, die in US-Dollar gewertet werden. Wenn der US-Dollar im Wert steige, könnte es zu Schwierigkeiten kommen. Dieter sieht dies kritisch. „Dies ist ein Bereich, den ASEAN bis jetzt noch nicht genug abgesichert hat, obwohl es eigentlich nötig wäre“, kritisierte Dieter. Er machte darauf aufmerksam, dass auch geopolitische Interessen die ASEAN-Verhandlungen beeinflussen würden. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der verschiedenen Handelsabkommen und Projekte gestiegen. Neben der ASEAN-Wirtschaftsgemeinschaft gebe es noch die APEC oder die Transpazifische Partnerschaft (TPP). Dieter geht davon aus, dass in den kommenden Jahren eine neue Dynamik die Projekte vorantreiben würde.

In der anschließenden Diskussion sagte Lim, dass ASEAN sich von TPP unterscheide und eine Weiterentwicklung sei. Bei den TPP-Verhandlungen säßen mehr Staaten am Tisch und die Verhandlungen gestalteten sich schwierig, da sie sich nicht so stark an zeitlichen Zielvorgaben orientierten. „Natürlich verlassen wir auch unsere Komfortzone“, sagte der stellvertretender Generalsekretär von ASEAN für die ASEAN Economic Community. Heute würden nur fünf ASEAN-Länder über eine Wettbewerbsregelung verfügen. „Aber wir wollen dafür sorgen, dass dies bald für alle ASEAN Länder gilt.“

Darüber hinaus machte Dr. Ninasapti Triaswat, Dozentin an der Universitas Indonesia, auf Vor- und Nachteile des ASEAN-Bündnisses für die Bevölkerung aufmerksam. Als Gewinner bezeichnete sie die Fachkräfte im Finanz- und Industriebereich. „Gerade im Transportsektor und in der Baubranche gibt es Wachstum“, sagte Triaswat. Arbeiter, insbesondere in der Landwirtschaft und im Handelsbereich, seien hingegen die Verlierer des Bündnisses.

Prof. Dr. Jemadu Aleksius ging auf die Position Indonesiens in der AEC ein. Er verglich sie mit der herausgehobenen Position Deutschlands in der EU. Doch er warnte davor, dass Indonesien diesen Stellenwert verlieren könne. „Es ist für jede AEC-Regierung wichtig und insbesondere für die indonesische Regierung, dass sie sich Gedanken darüber machen, wie sie ein Teil des regionalen und globalen Versorgungsaustauschs im Zuge der Liberalisierung des Wirtschaftshandels werden können“, sagte Aleksius.

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