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Herausforderungen für Wirtschaft, Politik und Kirche in einer globalisierten Welt

Impuslvorträge anlässlich des Internationalen Symposiums

In drei Impulsvorträgen haben die Referenten Peter Sutherland, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering und der Diarmuid Martin aus Sicht von Wirtschaft, Politik und Kirche deutlich gemacht, dass die Verwirklichung des Gemeinwohls im Zeitalter einer sich ständig beschleunigenden Globalisierung von hoher Relevanz sei. Die Gemeinwohlvorsorge der Nationalstaaten werde zunehmend aufgeweicht und tief verwurzelte politische, rechtliche und religiöse Werte des Westens sehen sich konkurrierenden Ordnungsmodellen gegenüber.

Peter Sutherland, Chairman bei „BP“ und „Goldman Sachs International“ betonte die Chancen der Globalisierung insbesondere für arme Menschen. „Wir sind am Übergang zu einer neuen Welt“, so Sutherland. Die Globalisierung könne dabei den Menschen, und nicht der Wirtschaft, Freiheit bringen. Viel Ungleichheit sei durch die Öffnung der Märkte bereits ausgeglichen oder vermieden worden. Als Beispiele nannte er die boomenden asiatischen Märkte und die sich verbessernden Lebensbedingungen in Brasilien oder den Ländern südlich der Sahara.

Globalisierung schärfe den Wettbewerb, so Sutherland weiter, beflügele den Innovationsdruck und trage damit zu einer Stärkung der inneren nationalen Märkte bei. Trotzdem bestünden immer noch Ängste und Vorurteile gegenüber den kommenden Entwicklungen. Viele Menschen empfänden die Globalisierung als Bedrohung ihrer eigenen kulturellen Lebensweisen. In der Folge entstehe ein aggressiver Protektionismus und Nationalismus. Dabei gebe es aber doch große Gemeinsamkeiten innerhalb der Weltgemeinschaft. „Es existieren global gültige Kernwerte: Gleichbehandlung, Solidarität und Freiheit“, so der ehemaliger Generaldirektor der WTO.

Für einen dauerhaften Erfolg der Globalisierung sei es zum einen wichtig, dass sich die politisch verantwortlichen Institutionen reformierten. Sich verändernde Rahmenbedingungen verlangten nach Flexibilität und Neuausrichtung derjenigen Akteure, die in ihnen arbeiteten. Zum anderen hätten die sich häufenden Banken- und Finanzkrisen gezeigt, dass die internationalen Geldströme transparenter werden müssten.

Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering beleuchtete die Rolle der Politik für das Gemeinwohl. „Nicht Einzelinteressen, sondern das Gemeinwohl sei dabei Maßstab, so der Präsident des Europäischen Parlaments.

Politiker müssten Antworten nicht nur auf wirtschaftliche Fragen der Globalisierung geben, sondern auch auf die kulturellen. Hinsichtlich der Christenverfolgung und –unterdrückung in der muslimischen Welt, forderte Pöttering daher einen Dialog geprägt von gegenseitigem Respekt: „Die Freiheit der Christen in der arabischen Welt muss garantiert sein.“

Als „größte Herausforderung der Zukunft“ nannte Pöttering den Klimawandel. Die Folgen der globalen Erwärmung bedrohten Frieden, Freiheit und das Gemeinwohl. Die Auswirkungen beträfen alle Lebensbereiche. Deswegen habe das Europäische Parlament mit dem „Energiepaket“ eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes beschlossen.

Diarmuid Martin unterstrich in seinem Beitrag, dass Gemeinwohl keine Gebrauchsanweisung für die Globalisierung, sondern eine moralische Forderung nach Nächstenliebe sei. Auch in einer globalisierten Welt werde es immer Menschen geben, die keinen Zugang zum Markt hätten. Daher sei es unverzichtbar die Würde des Menschen und nicht den Markt selber in den Mittelpunkt aller wirtschaftlicher Aktivitäten zu stellen. Schon heute zeige sich: Erfolgreich seien jene Unternehmen, die in ihre Mitarbeiter investierten und nicht nur den wirtschaftlichen Wert eines Menschen erfassten.

Der Erzbischof von Dublin hob hervor, dass das Konzept der sozialen Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt an Bedeutung gewänne. Denn: „Armut bedeutet nicht ein zu geringes Einkommen zu haben. Armut ist die Unfähigkeit das von Gott in uns gesetzte Potenzial voll verwirklichen zu können. Armut ist daher eine Beleidigung der Menschenwürde und eine Beleidigung Gottes“, so Martin. Daher bedeute der Kampf gegen Armut, die Menschen zu befähigen, sich selber zu helfen.

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