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Mongolei – Objekt der Begierde der Großmächte?

од Peter Hefele

6. Mongolisch-Deutsches Forum in Berlin

Deutschland und die Mongolei pflegen seit vielen Jahren enge und freundschaftliche Beziehungen. Die Bundesrepublik gehört zu den verlässlichsten außenpolitischen Partner eines Landes, deren drei Millionen Einwohner, aber beinahe 30 Millionen Weidetiere sich das Vierfache der Fläche Deutschlands teilen. Wertvolle Rohstoffvorkommen und seine strategische Lage in Nord- und Zentralasien haben die Erben Dschingis Khans zum begehrten Objekt der Großmächte und internationalen Konzerne werden lassen.

Der Tagungsort des diesjährigen Mongolisch-Deutschen Forum in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt war gut gewählt: Landtagspräsident Dieter Steinecke aus Magdeburg konnte in seiner Begrüßung auf die historisch engen Beziehungen gerade Mitteldeutschlands zur Mongolei verweisen. Das Interesse in Deutschland am Partnerland, seiner Kunst und Literatur, sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

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KAS-Generalsekretär Wilhelm Staudacher

Der Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung, Wilhelm Staudacher, bekräftigte in seiner Begrüßung nochmals die Bereitschaft der Stiftung, das Mongolisch-Deutsche Forum auch in Zukunft als wichtige Säule der mongolisch-deutschen Partnerschaft zu unterstützen. Das Forum habe sich in beiden Ländern zu einer wichtigen Institution des Dialoges entwickelt.

Die vielfältigen Herausforderungen an die mongolische Außen- und Sicherheitspolitik skizzierte die stellvertretende Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Frau Professor Neuss. Neben klassischen Bedrohungen der staatlichen Souveränität der Mongolei träten immer stärker auch „nichttraditionelle“ Sicherheitsrisiken, wie Naturkatastrophen und die Bevölkerungsmigration.

Hochrangige Referenten aus der Mongolei, darunter der ehemalige Staatspräsident Ochirbat, betonten, dass die Mongolei stärker den je auf demokratische „dritte Nachbarn“ angewiesen sei. Neben den Vereinigten Staaten, Südkorea und Japan sei dies die Europäische Union.

Die Europaabgeordnete, Elisabeth Jeggle, bekräftigte die zentrale Rolle der Mongolei für die strategische Kooperation der EU mit Zentral- und Nordasien. Gleichzeitig forderte sich die Mongolei zu einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie auf.

Dass die Mongolei konsequent ihre inneren Reformen von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft fortsetzen müsse, darüber waren sich Referenten und Diskutanten einig. Nur dann sei das Land in der Lage, eine eigenständige Rolle in der Region und in internationalen Organisationen wahrzunehmen und die Entwicklung des Landes im Interesse seiner Bürger zu bestimmen. Investitionen in die Infrastruktur und die Bildungs- und Sozialsystem seien vordringlich.

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von links: Prof. Beate Neuss, Prof. Punsalmaa Ochirbat, Dr. Thomas Schrapel, Elisabeth Jeggle

Experten aus China, Russland und den Vereinigten Staaten stellten die Sicht Ihrer Länder auf die Mongolei und ihre Erwartungen an die Außen- und Sicherheitspolitik des Landes dar: Russland hat gegenüber der Mongolei nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion lange Zeit keine Strategie entwickelt, die den vielfältigen Beziehungen zwischen beiden Ländern gerecht wird. Erst in den letzten Jahren bemüht sich der große Nachbar im Norden, die wirtschaftlichen Beziehungen wieder enger zu knüpfen. Für die Volksrepublik China eröffnen sich in der Mongolei große Chancen für Rohstoffimporte und den Export von Konsumgütern. Gleichzeitig möchte China die Mongolei stärker in die Shanghai Organisation Cooperation einbeziehen. Eine engere Anlehnung an die Vereinigten Staaten wird mit Sorge betrachtet. Die Vereinigten Staaten werden die Mongolei auch weiterhin massiv bei der weiteren Demokratisierung und Modernisierung ihrer Wirtschaft unterstützen.

Eine Dokumentation der Tagungsbeiträge auf Deutsch, Mongolisch und Englisch erscheint in den nächsten Wochen und kann unter www.kas.de/mongolei abgerufen werden.

Im Jahr 2008 wird das 7. Mongolisch-Deutsche Forum in Ulanbataar stattfinden und sich dem Thema „Jugend in Transformationsstaaten“ widmen.

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Berlin Deutschland