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Global Economic Governance in einer fragmentierten Welt

của Gunter Rieck Moncayo, Christian E. Rieck, Keith Rockwell, Edmund Terence Gomez, Nikolaus Rischbieter

Wie Geopolitik die internationale Zusammenarbeit und ihre Institutionen verändert

Die regelbasierte globale Ordnung durchläuft derzeit ihren größten Stresstest seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit diesem Sammelband möchte die Konrad-Adenauer-Stiftung einen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Zukunft der globalen Ordnungspolitik im Bereich der Wirtschafts- und Handelspolitik leisten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Institutionen, über die globale Ordnungspolitik ausgeübt wird. In vier Kapiteln werden Herausforderungen und mögliche Wege für die künftige Architektur der Global Economic Governance mit verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

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Internationale Zusammenarbeit ist trotz der Rivalität zwischen Großmächten, trotz Nationalismus und der Aushöhlung multilateraler Institutionen nach wie vor sowohl notwendig als auch realisierbar. Regionale und globale Hierarchien spielen eine entscheidende Rolle: Je ausgeprägter die Machtasymmetrie, desto größer die Versuchung einer hegemonialen Vorherrschaft; flachere Hierarchien fördern hingegen Zusammenarbeit und eine inklusive Regierungsführung. Sekundärstaaten (insbesondere liberale Mittelmächte) spielen eine zentrale Rolle für die Legitimität und Wirksamkeit internationaler Ordnungen, da sie Großmächten die Unterstützung gewähren oder verweigern können. Ein wirksamer Multilateralismus hängt von der Stärkung der institutionellen Leistungsfähigkeit und der Vertiefung der Zusammenarbeit in Bereichen ab, in denen globale öffentliche Güter auf dem Spiel stehen.

Die derzeitige Krise der Welthandelsorganisation (WTO) ist in erster Linie auf den Unilateralismus der USA und eine Lähmung des Streitbeilegungssystems zurückzuführen – verschärft durch eine starre, auf Konsens basierende Entscheidungsfindung. Ein Austritt der USA aus der WTO ist zwar möglich, aber unwahrscheinlich, da dies zentrale wirtschaftliche Interessen der USA untergraben und gleichzeitig den relativen Einfluss Chinas stärken würde. Die festgefahrene Situation hat die Mitglieder dazu veranlasst, bilaterale und plurilaterale Abkommen anzustreben, die zwar vorübergehend für Stabilität sorgen mögen, die WTO als zentrale Säule der globalen Handelsordnung jedoch nicht ersetzen können. Die WTO ist angeschlagen, aber nicht am Ende; es wird allgemein anerkannt, dass tiefgreifende Reformen notwendig sind, doch eine wirksame Führung, um solche Reformen voranzutreiben, fehlt weiterhin, insbesondere angesichts des Desinteresses der USA.

Seit der globalen Finanzkrise von 2008 hat sich die Agenda der G20 deutlich diversifiziert. Heute befasst sich die G20 mit fast allen globalen Politikbereichen. Aufgrund mangelnden politischer alignments bleiben Beschlüsse jedoch oft vage und wirkungslos. Dennoch ist die G20 weiterhin ein unverzichtbares Format für die globale Ordnungspolitik, insbesondere als „Reservemechanismus“ für globale Krisen und als Forum für einen Dialog ohne schwerfällige Bürokratie. Um ihre Legitimität zu sichern, muss sich die G20 auf ihr Kernmandat konzentrieren, die Troika zu einem mehrjährigen Planungsmechanismus ausbauen und ihre Arbeitsweise stärker an erreichbaren Ergebnissen ausrichten.

Die BRICS-Staaten nutzen Institutionen wie die Neue Entwicklungsbank, BRICS Pay und gemeinsame SEO-Projekte, um parallele Infrastrukturen aufzubauen, die die Abhängigkeit von westlichen Märkten und dem US-Dollar verringern. Die rasante Expansion der BRICS spiegelt ihre Anziehungskraft auf Schwellenländer wider, die nach strategischer Autonomie, einer Politik der Mehrfachausrichtung und Schutz vor Zwangsmaßnahmen von Großmächten streben. China dominiert die Agenda und die operative Kapazität der BRICS und nutzt den Block, um sich Ressourcen, Technologiezugänge und Lieferketten zu sichern, während Russlands Rolle geopolitisches Gewicht und Kontroversen mit sich bringt. Der Aufstieg der BRICS stellt die EU vor strukturelle Herausforderungen, da ihre Regulierungsmodelle, ihre Abhängigkeit von privaten multinationalen Konzernen und ihre auf Freihandelsabkommen basierenden Strategien schlecht darauf ausgerichtet sind, mit einem koordinierten, staatskapitalistischen Wirtschaftsblock zu konkurrieren.

Lesen Sie den Sammelband „Global Economic Governance in a Fragmented World“ hier als PDF. Bitte beachten Sie, dass diese Publikation nur auf Englisch verfügbar ist. 

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Referent Wirtschaft und Handel
gunter.rieck@kas.de +49 30 26996-3828 +49 30 26996-53828

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