Jahresberichte

Jahresbericht 2014

Demokratie muss gelebt werden | Einblicke 2015

Der Jahresbericht gibt wieder Zeugnis von vielen Aktivitäten, herausragenden Ereignissen und Projekten, von der hohen Sachkompetenz und Expertiseder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrem weltweiten Engagement für Demokratie, Menschenwürde, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Sie alle habenunseren großen Dank mehr als verdient.

Editorial

Im Vorwort des letzten Jahresberichts haben wir das Jahresmotiv für 2014 erläutert: Zeitenwenden – die Tagesordnung der Zukunft. Die globalen Umbrüche in der jüngeren Geschichte und in der Gegenwart sollten in der Stiftungsarbeit verstärkt in den Blick genommenwerden. Im Vordergrund standen Zäsuren wie der Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der Fall der Berliner Mauer und der Zusammenbruch des kommunistischen Machtbereichs, aber auch die digitale Revolution und der gesellschaftspolitische Wandel.

Wir haben dann krisenhafte Entwicklungen erleben müssen, die in ihren Konsequenzen noch nicht absehbar, aber womöglich selbst eine Zeitenwende sind. Erstmals seit dem Ende des Kalten Kriegs wird die europäische Friedensordnung durch Russland infragegestellt. Kriegerische Konflikte rücken näher, die Pulverfässer des gesamten islamischen Gürtels von Marokko bis Afghanistan drohen nicht nur die arabischen Länder und ihre Nachbarregionen in Brand zu setzen. Die Welt ist in Unruhe geraten, und nicht nur, aber vor allem inden europäischen Demokratien wächst allmählich wieder die Erkenntnis, dass Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit keine auf ewig gesicherten, selbstverständlichen Güter sind, sondern gehegt, gepflegt und unter Umständen auch offensiv verteidigt werden müssen.

Aufgrund der bitteren Erfahrungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts formulierte es Konrad Adenauer prägnant: „Demokratie muss gelebt werden.” Sie muss lebendig sein, um auch in schwierigen Zeiten überleben zu können. Sie muss von ihren Bürgerinnen und Bürgern aktiv gestaltet werden, um ihre Gestalt als freies, offenes und zukunftsfestes Gemeinwesen erhalten zu können. Sie braucht Menschen, die mitwirken, sich engagieren, Verantwortung übernehmen. Das spiegelt unser Jahresmotiv 2015: Farbe bekennen – Demokratie braucht Demokraten.

Bilden und ausbilden für die Demokratie – da leisten zum Beispiel die Politische Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung und die Begabtenförderung Beachtliches. Und beide haben Jubiläum. Die Begabtenförderung entdeckt und fördert Talente seit 50 Jahren. Die Politische Bildung wird 60 Jahre alt, sie ist damit genauso alt wie die Stiftung selbst, denn sie war die 1955 geschaffene Keimzelle der inzwischen weltweit agierenden Konrad-Adenauer-Stiftung. Es darf also gefeiert werden, aber es darf nicht beim zufriedenen Rückblick bleiben. Denn der Auftrag lautet, die Stiftung, ihre Arbeit, ihre Ziele auf die Zukunft auszurichten. Der Kampf für die Demokratie und das Engagement in ihr hat keineswegs an Bedeutung verloren, sondern an Dringlichkeit gewonnen. Bundespräsident Joachim Gauck hat dies noch Anfang März 2015 gewürdigt und den politischen Stiftungen ausdrücklich für ihre Arbeit gedankt. Er lobte sie als „Wegbereiter einer toleranten und aufgeklärten Weltbürgergesellschaft” und zollte vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonderen Respekt, die in vielen Ländern der Erde unter zum Teil schwierigsten und sogar gefährlichen Bedingungen den „Auftrag: Demokratie!” zu erfüllen versuchen.

Auch dieser Jahresbericht gibt wieder Zeugnis von vielen Aktivitäten, herausragenden Ereignissen und Projekten, von der hohen Sachkompetenz und Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrem weltweiten Engagement für Demokratie, Menschenwürde, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Sie alle haben unseren großen Dank mehr als verdient.

Danken möchten wir auch den Förderern des Freundeskreises sowie den Spendern, Sponsoren und Partnern für ihre vielfältige Unterstützung, die ihr großes Vertrauen in unsere Arbeit widerspiegelt. Sie, liebe Leserin und lieber Leser, können sich von der Qualität dieser Arbeit auf den folgenden Seiten überzeugen. Und noch viel mehr von den Aktivitäten unserer Hauptabteilungen im Berichtsjahr 2014 erfahren Sie auf unseren Internetseiten unter www.kas.de.

 

Den gesamten Bericht können Sie als pdf herunterladen.

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