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"Altersvorsorge muss ein Thema für die Jungen werden"

Hauptstadtforum zu demografischem Wandel und Rentensystem

Die gesetzliche Rente ist seit der Einführung der dynamischen Rente 1957 für den Großteil der Bevölkerung die wichtigste Säule der Altersversorgung. Doch der demografische Wandel erhöht den Reformdruck, denn er verändert das Verhältnis von Eintragszahlern und Leistungsempfängern. Wie sollen Politik und Menschen mit der Herausforderung umgehen? Darüber wurde beim Hauptstadtforum mit Experten des Bundestages diskutiert.

„Nicht nur fällt der Geburtenrückgang schwer ins Gewicht, gleichzeitig hat sich die Rentenbezugsdauer durch bessere medizinische Versorgung von 9,9 Jahren 1960 auf 18,1 Jahre 2011 fast verdoppelt“, erklärte Dr. Anika Rasner in der Eröffnungspräsentation.

In der modernen Arbeitswelt würden die Erwerbs- und Familienbiografin zudem bunter, während stabile Vollzeitkarrieren mit relativ hohen gesetzlichen Renten immer seltener seien, so die Expertin des DIW Berlin. „Und Erwerbsmuster, die vom Ideal der stabilen Vollzeitbeschäftigung abweichen, führen zu niedrigeren gesetzlichen Renten.“

Jedes Jahr steigt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen um drei Monate und ein Ende ist nicht in Sicht. „Derzeit sind japanische Frauen weltweit die Spitzenreiter, aber alle anderen Länder holen nach und nach auf“, so Rasner. Das Problem werde also auch in Zukunft für Deutschland nicht kleiner.

Der sogenannte „Eckrentner“, der 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekommt heute im Schnitt zirka 1.200 Euro monatliche Rente. Menschen mit einem diskontinuierlichen Lebenslauf oder einer Teilzeithistorie bekommen ungefähr die Hälfte. Angesichts dieses Verhältnisses regt sich Widerstand. „Es kann doch nicht sein, dass jemand, der Jahrzehnte lang gearbeitet hat, nur weil er Unterbrechungen in seiner Erwerbsbiografie hat, genauso behandelt wird, wie jemand, der nicht in die Rentenkasse eingezahlt hat“, kritisierte Karl Schiewerling. Für ihn sei bei der Rentendebatte die Frage nach dem Menschenbild wichtig, für das man stehe. „Erziehungsjahre von Müttern und Vätern oder Pflegezeiten von Angehörigen sollten miterfasst werden und zählen“, so der Arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Für Dr. Carsten Linnemann ist das Thema Altersversorgung vor allem eine Frage der Generationengerechtigkeit. „Uns Jungen wurde gesagt, ihr müsst länger arbeiten und bekommt weniger Rente, aber dafür werdet ihr steuerlich unterstützt, wenn ihr in einem zweiten Standbein privat für die Rente vorsorgt.“ Am Ende müsse aber jede Unterstützung, jede Maßnahme, jede Entlastung von jemandem bezahlt werden, so der Arbeits- und Sozialexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Und absolute Gerechtigkeit könne es in diesem System nicht geben. „Doch die Politik tut beim Thema Rente gerne so, weil man sich mit einer so großen Wählergruppe wie den Rentnern, gerade vor Wahlen, nicht anlegen will.“

Eigenvorsorge müsse sich lohnen, fordern die Grünen. „Und da bietet sich unserer Meinung nach langfristig am besten eine Bürgerversicherung an, in die alle einzahlen, gerade weil die Erwerbsbiografien zunehmend zerfasern“, sagte Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn. In der Schweiz und den Niederlanden funktioniere solch ein System bereits gut. Am Ende sollte solch eine Regelung dann mit einer Minimal-Rentengarantie kombiniert werden.

Die alles entscheidende Frage sei, wie man junge Menschen für das Thema Altersvorsorge sensibilisiert, denn obwohl es jeden angehe, spiele es im Leben der meisten erst sehr spät eine Rolle, sagte Pascal Kober. „Jeder meiner vierzehnjährigen Konfirmanden hat überlegt, wie er sich seinen Führerschein finanziert, doch über Altersvorsorge hat keiner nachgedacht“, so der Pfarrer und Arbeits- und Sozialexperte der FDP-Bundestagsfraktion. „Wir müssen erreichen, dass sich jede Form der Vorsorge lohnt und vor allem, dass Altersvorsorge ein Thema für jeden wird.“

"Leider haben wir noch keine endgültige Lösung für diese große Herausforderung", gab Linnemann zu. Daher werde das Thema Altersversorgung in den nächsten Jahren nicht an Brisanz velieren.

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