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Genfer Depesche

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U.S. Mission / Eric Bridiers / flickr / CC BY-ND 2.0

PABS-Annex zum WHO-Pandemieabkommen: Fortsetzung der 4. Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe

Genfer Depesche

Die "Genfer Depesche" geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellem Thema ein. In dieser Ausgabe steht die Fortsetzung der vierten Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe zum PABS-Annex des Pandemieabkommens im Fokus. Nach der im Dezember 2025 formal unterbrochenen vierten Verhandlungsrunde haben die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Arbeiten am PABS-Annex unter spürbar erhöhtem Zeitdruck wieder aufgenommen. Der Annex soll den rechtlichen und operativen Rahmen für einen sicheren, transparenten und rechenschaftspflichtigen Zugang zu Erregerproben und zugehörigen Sequenzinformationen festlegen. Die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe (Intergovernmental Working Group, IGWG) setzte ihr viertes Treffen vom 20. bis 22. Januar 2026 fort, nachdem die Delegationen sich angesichts fortbestehender inhaltlicher Differenzen im Dezember auf eine Verlängerung der Verhandlungen verständigt hatten. Ziel bleibt es, den PABS-Annex so zu konsolidieren, dass der Text im Mai 2026 der 79. Weltgesundheitsversammlung zur Prüfung vorgelegt werden kann. Erst eine Annahme des Annexes wird den Prozess der Ratifizierung des WHO-Pandemieabkommens durch die WHO-Mitgliedstaaten öffnen.

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3. und 4. Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe zum PABS-Annex des Pandemieabkommens

Genfer Depesche

Die "Genfer Depesche" geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellem Thema ein. In dieser Ausgabe stehen die Verhandlungen der 3. und 4. Sitzung der zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe zum PABS-Annex des Pandemieabkommens im Fokus. In verschiedenen Runden tagte Ende 2025 erneut die zwischenstaatliche Arbeitsgruppe der WHO-Mitgliedstaaten, um den PABS-Annex des Pandemieabkommens zu verhandeln. Obgleich auch in diesen Sitzungen im Kontext wachsender geopolitischer Spannungen noch immer der Geist der gemeinsamen Verantwortung spürbar war, traten erneut erhebliche Differenzen in zentralen Fragen zutage. Als operativer Kern des Abkommens soll der PABS-Annex den schnellen, sicheren Austausch von Erregerproben und Sequenzinformationen mit verlässlichem Zugang zu Pandemieprodukten und einer gerechten Vorteilsteilung verbinden, damit Forschung, Produktion und Zuteilung planbar werden. Für Deutschland und die EU geht es um mehr als Gesundheitspolitik: Ein praxistaugliches PABS stabilisiert den Datenaustausch, schützt offene Wissenschaft, setzt Investitionsanreize in Labore und Überwachungsmechanismen und kann Krisenkosten senken. Die Aufgabe besteht, einen ratifizierbaren Annex zu formen, der Norm- und Rechtssicherheit schafft und damit im Ernstfall einsatzfähig ist.

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Antworten und Klarstellungen zu den Desinformationen rund um das Pandemieabkommen

Genfer Depesche

Für globale Gesundheitsexperten ist eine zukünftige Pandemie nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann. Während aktuell die internationale Staatengemeinschaft die Details eines Annex des bereits im Mai 2025 verabschiedeten Pandemieabkommens aushandelt, nehmen nicht nur die Desinformationen zur WHO und zum Pandemieabkommen im Netz zu. Die aktuelle Genfer Depesche bietet Antworten und Klarstellungen zu den Desinformationen rund um das Pandemieabkommen.

UNHCR, 2024, Nicolò Filippo Rosso

Zentrale Erkenntnisse aus dem neuen Flüchtlingsbericht des UNHCR 2025

Die "Genfer Depesche" geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellem Thema ein. Dieses Mal steht der neue UNHCR Flüchtlingsbericht 2025 im Fokus.

Am 12. Juni 2025 legte das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) seinen neuen Bericht zu globalen Flüchtlingstrends vor. Dieser konzentriert sich vorwiegend auf die Entwicklungen im Kalenderjahr 2024, in welchem mit 123.3 Millionen Menschen 6% mehr Menschen auf der Flucht waren als noch im Jahr zuvor. Es ist damit der mittlerweile 13. Anstieg in Folge. Die größte Vertreibungskrise weltweit stellt aktuell der Sudan mit 14,3 Millionen Menschen auf der Flucht dar. Trotz des steigenden Bedarfs sieht sich das UNHCR auch wegen dem Rückzug der USA mit einer massiven Finanzierungslücke konfrontiert und ist gezwungen Operationen sowie Personal zu kürzen (um etwa 30%). UN-Hochkommissar Grandi sprach daher zusätzlich von einer "Krise der Verantwortung".

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Das Pandemieabkommen der WHO steht

Ein Fenster zur Zusammenarbeit öffnet sich!

Die "Genfer Depesche" geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellen Thema ein, dieses Mal auf den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über das Pandemieabkommen der WHO. Unser aktueller Bericht analysiert die Hintergründe des Abkommens, seine Schlüsselinhalte sowie die Rolle Deutschlands in den Verhandlungen.

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Genfer Depesche zur 13. Sitzung des INB – Ein entscheidender Moment für das Pandemieabkommen

Die "Genfer Depesche" geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellen Thema ein, dieses Mal auf die 13. Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsgremiums zum Pandemieabkommen (INB13), das vom 17.-21. Februar 2025 in Genf tagte.

Mit nur noch fünf offiziellen Verhandlungstagen bis zur Weltgesundheitsversammlung (WHA) im Mai, die das Abkommen verabschieden soll, stehen die Delegationen unter hohem Zeitdruck. Während einige Fortschritte erzielt wurden, bleiben zentrale Streitpunkte ungelöst. Die Verteilung von Ressourcen und Technologien im Pandemiefall, der Zugang zu Pathogenen (Pathogen Access and Benefit Sharing, PABS), der Technologietransfer sowie die Definition und Finanzierung von Präventionsmaßnahmen gehören zu den Kernkonflikten. Trotz geopolitischer Spannungen gibt es vorsichtigen Optimismus unter den Delegationen, dass eine Einigung erreichbar ist. Der Rückzug der USA aus den Verhandlungen brachte zunächst einmal Unsicherheiten, beförderte aber auch den Willen der Staatengemeinschaft, entgegen aller Widrigkeiten die Verhandlungen weiterzuführen und zu einem guten Ende zu bringen.

UN Photo / Jean-Marc Ferré / CC BY-NC-ND 2.0

Was eine zweite Trump-Regierung für den Multilateralismus bedeuten könnte

Ausblick auf das Internationale Genf

Die „Genfer Depesche“ geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellen Thema ein, dieses Mal auf die möglichen Auswirkungen der zweiten Administration von US Präsident Trump auf die Organisationen des Internationalen Genfs.

Fast, but not fast-tracked

Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) bestätigen WTO-Generaldirektorin, Ngozi Okonjo-Iweala für eine zweite Amtszeit

Am Freitag, den 29.11.2024 bestätigten alle 166 WTO-Mitglieder die amtierende WTO-Generaldirektorin und frühere zweimalige nigerianische Finanzministerin und Direktorin der Weltbank in ihrer zweiten Amtszeit.

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Das Pandemieabkommen auf der Zielgeraden?

Die „Genfer Depesche“ geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellen Thema ein, dieses Mal auf die 12. Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsgremiums zum Pandemieabkommen (INB) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das vom 4. bis 15. November 2024 in Genf tagte.

Die 12. Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsgremiums stellte einen weiteren Schritt in den Verhandlungen über ein globales Pandemieabkommen dar. Obwohl Fortschritte erzielt wurden, entschieden die Mitgliedstaaten, keine Sondersitzung der Weltgesundheitsversammlung (WHA) im Dezember einzuberufen. Stattdessen wird ein Ende der Verhandlungen im Mai 2025 zur nächsten regulären Weltgesundheitsversammlung angestrebt. WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte zum Auftakt die Bedeutung einer zeitnahen Einigung betont: „Perfektion darf nicht der Feind des Guten sein.“ Dennoch mahnten zahlreiche Delegationen, dass Inhalte Vorrang vor Tempo haben müssten, um ein robustes Abkommen sicherzustellen.

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Genfer Depesche zur 11. Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsgremiums zum Pandemieabkommen

Die „Genfer Depesche“ geht auf Vorgänge in den Genfer multilateralen Organisationen zu einem aktuellen Thema ein, dieses Mal auf die 11. Sitzung des zwischenstaatlichen Verhandlungsgremiums zum Pandemieabkommen (INB11), das vom 9. bis 20. September 2024 in Genf tagte.

Diese Verhandlungsrunde markierte einen weiteren entscheidenden Schritt im Prozess zur Finalisierung des Pandemieabkommens. WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte jedoch seine Enttäuschung über das Ausbleiben von signifikantem Fortschritt: „Es wurden Fortschritte erzielt, aber nicht in dem Umfang, den wir uns erhofft hatten.“ Die Dringlichkeit eines verbindlichen Pandemieabkommens hat weiter zugenommen, nachdem der WHO-Generaldirektor am 14. August 2024 aufgrund des anhaltenden Mpox-Ausbruchs auf dem afrikanischen Kontinent eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (Public Health Emergency of International Concern - PHEIC) ausgerufen hatte. Diese Eskalation unterstreicht die Bedeutung global koordinierter Maßnahmen zur Pandemievorsorge und -reaktion und zeigt, dass eine Pandemie nicht auf den Abschluss der Verhandlung warten wird. 

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Über diese Reihe

Die „Genfer Depesche“ analysiert und dokumentiert die Prozesse in Genfer multilateralen Organisationen zu aktuellen Themen. 

Andrea Ellen Ostheimer
Andrea Ostheimer
Leiterin des Multilateralen Dialogs Genf
andrea.ostheimer@kas.de +41 79 318 9841