Zwei von ihnen starben, die Angreifer wurden kurz darauf von anrückenden israelischen Einsatzkräften ebenfalls getötet. Die im Nachgang einsetzende Protestwelle hat sich als friedlicher Widerstand ins kollektive Gedächtnis der Palästinenser eingebrannt, brachte aber dennoch gewaltsame Ausschreitungen mit sich, an deren Ende mindestens 11 Tote zu beklagen waren. Während sich die Lage selbst nach einigen Tagen wieder beruhigte, hatte die diplomatische Krise zwischen Israel einerseits und Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde andererseits über die eigentlichen Geschehnisse hinaus Bestand. So dauerte es über sechs Monate, bis Jordanien und Israel wieder bereit waren, wechselseitig Botschafter zu entsenden. Insgesamt hat der Streit um Jerusalem und seine heilige Esplanade Israelis, Jordaniern und Palästinensern vor Augen geführt, dass sie untrennbar miteinander verbunden sind.
Das Fundament dieses komplexen und zugleich fragilen Beziehungsgeflechts bilden die drei beteiligten Gesellschaften. Ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen angesichts vorhandener Konfliktlinien sind Gradmesser aktueller Stimmungslagen und Seismographen heraufziehender Krisen – aber auch sich abzeichnender Chancen. Die Auswirkungen des jüngsten Konflikts unter allen drei beteiligten Akteuren zu eruieren, ist das Anliegen der vorliegenden Studie. Der trilaterale Ansatz soll dabei vor allem Vergleichbarkeit ermöglichen: Indem die gleichen Fragen verschiedenen Respondentenkreisen unterschiedlicher Herkunftsländer gestellt wurden, konnten klare Trends ausgemacht werden, die Einblicke in das Beziehungsgeflecht von Akteuren geben, die sich seit nunmehr 70 Jahren in einem Konflikt gegenüber stehen, der das einvernehmliche Miteinander der Völker in dieser Region unterbindet.
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