„Während ich mich in der Uni oft frage, warum muss ich das lernen, habe ich nach der Startertwoche das Gefühl, dass mich die JONA wirklich auf das Journalisten-Leben vorbereitet.“ Das ist das Fazit eines neuen JONA-Stipendiaten nach den ersten sieben Tagen der Ausbildung.
Vor einer Woche reiste er zusammen mit 19 anderen Geförderten nach Bad Honnef am Rhein. Das Ziel: Die Stiftung und den eigenen JONA-Jahrgang besser kennenlernen und von Profis aus der Praxis das journalistische Handwerk lernen.
Die „Starterwoche“ ist das Einführungsseminar der Journalistischen Nachwuchsförderung (JONA) und wird von Ann-Carolinn Specht, Leiterin der JONA, und Felix Franke, Referent der JONA, gemeinsam organisiert und geleitet. Es findet jährlich Mitte Dezember im Rheinland statt und bildet den Auftakt für die etwa dreijährige studienbegleitende Journalismus-Ausbildung der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Die JONA ist das Journalismus-Stipendium in Deutschland. Sie vermittelt Fachwissen, handwerkliches Können sowie christlich-demokratische Werte. Die Ausbildung deckt alle journalistischen Gattungen ab – von Text, Audio und Video über Seminare zu Recherche, Ethik und Medienrecht bis hin zu einem breiten Wahlpflichtbereich mit Kursen zu Moderation, Coden, Social Media und Future Skills.
In den ersten sieben Tagen lernten die Geförderten gemeinsam die Grundlagen des Journalismus: Sie übten das Nachrichtenschreiben und simulierten eine Pressekonferenz zu einem ungewöhnlichen Forschungsthema: Federn, die der Wissenschaft als Vorbild dienen, etwa beim Bau von Windrädern. Später verfassten sie ein Treatment und produzierten Reels für Instagram zu lokalen Neuigkeiten. Besonders beliebt war hier eine Verfolgungsjagd, die auf einer Weihnachtsbaum-Plantage endete.
Staunen löste vor allem ein Themenblock aus: Künstliche Intelligenz. Die Geförderten erfuhren, dass KI bereits teilweise Gedanken lesen kann, dass Prototypen durch sogenanntes Vibe Coding auch ohne Programmierkenntnisse entwickelt werden können – und dass Verifikation im Journalismus zur Herausforderung wird, weil sich Fälschungen kaum noch von der Realität unterscheiden lassen. Die Geförderten diskutierten darüber hinaus auch über das christliche Menschenbild sowie einen möglichen Linksbias im Journalismus und über die eigene Verantwortung als Stipendiatinnen und Stipendiaten.
Nach der Woche war allen klar: Journalismus verändert sich. Aber was er weiter bieten muss, das sind Mehrwert, Gemeinschaft und Relevanz. Außerdem braucht es Neugier und Verständnis anderen Menschen gegenüber. Darauf bereitet die JONA die Geförderten vor.
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