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Асобная публікацыя

Eine neue Ordnung der Freiheit

Stephan Georg Raabe, Dr. Christoph Böhr

Die Sozialethik Johannes Pauls II. - eine Vision für das vereinte Europa

Karol Wojtyla, Papst Johannes Paul II., ist eine der prägenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Als Philosoph und Dichter, als Theologe und Seelsorger, als Bischof und Papst hat er die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des Jahres 1989 vorbereitet und mitgestaltet. Dabei ging es ihm immer darum, dass die Würde des einzelnen Menschen im Mittelpunkt einer jeden gesellschaftlichen Ordnung steht.

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Dieses Bekenntnis zum Menschen kann nicht ohne Folgen bleiben für das Verständnis von christlicher Weltverantwortung, die sich in der Gestaltung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ordnung ausdrückt. “Es gibt keine Freiheit ohne Solidarität” - dieser Satz aus der Rede des Papstes vor dem Brandenburger Tor im Juni 1996 steht im Mittelpunkt seiner Sozialphilosophie.

Über das Denken Karol Wojtylas, das die Welt verändert hat, und über die Grundsätze, die er als Papst für die Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens geltend machte, handeln die Beiträge polnischer wie deutscher Wissenschaftler und Politiker in diesem Sammelband. Sie bedenken und diskutieren die Möglichkeiten und Bedingungen einer neuen Ordnung der Freiheit in einem vereinten Europa, wie sie Johannes Paul II. vor Augen stand. Neben anthropologischen und ethischen Überlegungen und den Auswirkungen der Transformationsprozesse in Politik und Wirtschaft nach 1989 geht es um die gegenwärtigen Herausforderungen für eine christliche Sozialethik.

In fünf Abschnitten befassen sich Wissenschaftler und Verantwortungsträger aus Polen und Deutschland mit den Themen Mensch und Gesellschaft (1), Ökonomie und Politik im vereinten Europa (2), Friedliche Revolution und gesellschaftliche Transformation (3), Globale Perspektiven (4), Christliche Sozialethik und politische Praxis (5). Das Buch wird eingeführt u.a. durch Grußworte des Primas von Polen Kardinal Glemp und des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski. Es ist auf der Grundlage einer Konferenz entstanden, die die Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Kardinal-Wyszynski-Universität Warschau anlässlich des ersten Todestages von Papst Johannes Paul II. durchgeführt hat und erscheint gleichzeitig in polnischer Sprache im Verlag Societas Vistulana in Krakau.

Inhalt

I. Mensch und Gesellschaft: Anthropologische und ethische Grundfragen

Stephan Raabe: Christlichem Leben Gestalt verleihen. Über Wirkmacht und Dimensionen christlicher Soziallehre im Anschluss an Johannes Paul II.

Jan Andrzej Kłoczowski: Anthropologie der Barmherzigkeit. Der Mensch als Schlüssel zum

Verständnis der Soziallehre Johannes Pauls II.

Lothar Roos: Freiheit und Wahrheit. Der Streit um die Grundwerte politischer Ethik

Christoph Böhr: Christlicher Glaube und politische Vernunft. Zur Begründung eines

Gesellschaftsentwurfs im Menschenbild

II. Ökonomie und Politik im vereinten Europa: Maßstäbe einer gerechten Ordnung

Anton Rauscher: Herausforderungen einer freien und gerechten Wirtschafts- und Sozialordnung. Von Laborem exercens über Centesimus annus zu aktuellen Problemstellungen

Piotr Nowina-Konopka: Demokratie und säkularer Staat. Die Evolution der christlichen

Gesellschaftslehre unter dem Pontifikat von Johannes Paul II.

Heinrich Oberreuter: Die Rolle von Christentum, Nation und Bürgerschaft in der EU

III. Friedliche Revolution und gesellschaftliche Transformation

Leon Kieres: Die universale Bedeutung des Jahres 1989 und die Rolle Johannes Pauls II.

Manfred Spieker: Die Stunde der Laien. Die postkommunistischen Transformationsprozesse aus der Perspektive der Christlichen Gesellschaftslehre

Aniela Dylus: Die christliche Sozialethik in Polen nach dem Systemwandel von 1989. Inspirationen Johannes Pauls II.

Piotr Mazurkiewicz: Das Jahr 1989. Ein Blick zurück nach 18 Jahren

IV. Globale Perspektiven: Fragen und Antworten

Bassam Tibi: Islam und Christentum: Religion als soziale Kraft. Chancen und Probleme

Josef Thesing: Christliche Weltverantwortung heute. Herausforderungen für christlich-demokratische Politik in der Globalisierung

Jan Grosfeld: Das Christentum und die zwischenmenschlichen und internationalen Beziehungen

V. Christliche Sozialethik und politische Praxis

Helmut Juros: Der leidenschaftliche Philosoph. Wissenschaft und Menschen der Wissenschaft im Leben von Karol Wojtyla

Jan Rokita: Wozu braucht der Politiker die katholische Soziallehre?

Christoph Böhr: Wojtylas philosophische Anthropologie: ein ethisches Programm

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