Jahresberichte

Jahresbericht 2015

Was uns prägt – was uns eint | Einblicke 2016

Der Jahresbericht gibt wieder Zeugnis von vielen Aktivitäten, herausragenden Ereignissen und Projekten, von der hohen Sachkompetenz und Expertiseder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrem weltweiten Engagement für Demokratie, Menschenwürde, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Sie alle habenunseren großen Dank mehr als verdient.

Editorial

Das Jahr 2015 hat unser Land und die europäische Union vor eine der größten Herausforderungen in ihrer Geschichte gestellt. Flucht und Migration stehen schon seit langem auf der nationalen und europäischen Agenda, doch die Zuspitzung der Flüchtlingsproblematik hat eine ungeahnte Dynamik auf allen staatlichen und gesellschaftlichen Handlungsebenen entfacht. allein in Deutschland haben im vergangenen Jahr über eine Million Menschen Zuflucht gefunden. In seiner Berliner Europarede am 9. november 2015 forderte der Präsident des europäischen Rates, Donald Tusk, in der Flüchtlingskrise eine starke Führungsrolle Deutschlands in Europa.

Als Akteurin in der europäischen und internationalen Zusammenarbeit, als politischer Think Tank und als eine Einrichtung mit politischem Bildungsauftrag leistet die Konrad-Adenauer-Stiftung vielfältige Beiträge zur Bewältigung dieser Herausforderung. Der Leitfaden „Deutschland. Erste Informationen für Flüchtlinge” in deutscher und arabischer Sprache ist ein Beispiel, wie wir schnell und konkret auf neue Situationen reagieren. Doch es geht nicht nur um Reaktion. Grundlegende Veränderungsprozesse müssen auch als gestaltbare Chancen begriffen werden. Unter dem Jahresmotiv 2016 „Was uns prägt – Was uns eint” werden wir zur stärkung der gemeinsamen europäischen und westlichen Identität beitragen und intensiv den Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts nachgehen.

Insgesamt war das Jahr 2015 von Konflikten geprägt wie kaum ein anderes: seien es die Kriege in Syrien und Irak, die anhaltenden Auseinandersetzungen in der Ukraine oder die Terroranschläge im Herzen Europas. sie zeigen, dass die freiheitliche Demokratie westlicher Prägung, für die wir weltweit eintreten, kein selbstverständliches Vorbild ist. Der Systemwettbewerb mit vordergründig stabilen autoritären Regimen wird weiter zunehmen. In vielen Ländern sind sogenannte „NGO-Gesetze”, die die Spielräume zivilgesellschaftlicher Akteure beschneiden, verabschiedet worden. Dieser „Stresstest” für die demokratische Idee kann aber nur Ansporn für unsere Arbeit sein.

Doch auch in Deutschland zeigen sich Erosionserscheinungen demokratischer Ordnung. Die sinkende Zahl der Menschen, die eine dauerhafte politische Bindung eingehen, geht mit einer Verunsicherung in der Mitte der Gesellschaft einher. Populistische Tendenzen sowie ein zunehmend verrohter politischer Diskurs im Internet nehmen zu. Dem entgegenzuhalten und für die demokratische idee zu werben ist und bleibt Kernaufgabe der Stiftung, so wie wir mit unserem Jahresmotiv 2015 „Farbe bekennen – Demokratie braucht Demokraten” bewusst ein Zeichen gesetzt haben. Dabei gilt es, offen für Veränderungen zu sein, aber auch auf gute Traditionen zu setzen. 25 Jahre Deutsche Einheit in Frieden und Freiheit sowie 50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen sind Marksteine, die wir bewusst im Jubiläumsjahr 2015 begleitet haben.

Im vorliegenden Jahresbericht 2015 und den Einblicken 2016 können sie sich einen Überblick über unsere vielfältigen Aktivitäten verschaffen. Sie sind Ausdruck der Kompetenz, der hohen Leistungsbereitschaft und der Kreativität unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im In- und Ausland. Ihnen gilt der Dank für ihre hervorragende Arbeit. Der Dank richtet sich aber auch in diesem Jahr an die Förderer des Freundeskreises, an die Spender, Sponsoren und Partner für ihre große Unterstützung und das Vertrauen in die Arbeit der Stiftung. Möchten sie noch mehr erfahren? Schauen sie auf unsere Website www.kas.de, so wie es 6,2 Mio. Besucher im Jahr 2015 taten.

 

Den gesamten Bericht können Sie als pdf herunterladen.

Падзяліцца