Detalji
Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich der Nahost-Konflikt in besonderer Weise auf die deutsche Gesellschaft ausgewirkt: Antisemitische Vorfälle haben deutlich zugenommen, Debatten haben sich spürbar zugespitzt und verlaufen häufig entlang unversöhnlicher Linien. Dabei wird sichtbar, wie eng politische Konflikte mit religiösen Deutungen verknüpft sind und wie stark diese Wechselwirkungen öffentliche Diskurse prägen – von der Straße bis in die Hochschulen. Gerade im akademischen Umfeld zeigt sich, wie globale Ereignisse lokale Auseinandersetzungen verschärfen und gesellschaftliche Polarisierung verstärken können.
Im Rahmen eines Vortrags beleuchtet Dr. Andreas Jacobs (Leiter der Abteilung Gesellschaftlicher Zusammenhang, Konrad-Adenauer-Stiftung) die komplexen Zusammenhänge zwischen Religion und Politik im Kontext des Nahost-Konflikts und ordnet deren Bedeutung für die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ein. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Antisemitismus in aktuellen Debatten äußert und welche Dynamiken zur weiteren Zuspitzung beitragen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Katholischen Studierendengemeinde Greifswald statt.
Program
Eröffnung und Begrüßung
Jonas Schmid, Politisches Bildungsforum Mecklenburg-Vorpommern, Konrad-Adenauer-Stiftung
Impuls und Gespräch
Dr. Andreas Jacobs, Abteilungsleiter Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Konrad-Adenauer-Stiftung