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"Gläubiger Katholik mit einer revolutionären Idee"

od Jürgen Nielsen-Sikora

Dr. Hans-Gert Pöttering lobte zum 50. Todestag Robert Schumans Engagement für Europa.

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, begrüßte die rund 350 Gäste zu der Veranstaltung im Bonner Haus der Geschichte.

Robert Schumans Vermächtnis, so Pöttering, verpflichte uns heute, mit der Europäischen Union etwas Beständiges zu schaffen. Schuman habe sich zeitlebens für ein friedliches Europa eingesetzt: „Den Feinden von gestern reichen wir die Hand, um Europa wieder aufzubauen“, zitierte er den ehemaligen französischen Außenminister und Mitbegründer des europäischen Einigungswerkes. „Schuman war“, sagte Pöttering weiter, „ein gläubiger Katholik mit einer revolutionären Idee“. Das gemeinsame europäische Haus stehe heute auf soliden und gerechten Fundamenten. Es gelte, dieses Fundament gemeinsamer Werte und Rechte in Gegenwart und Zukunft zu verteidigen.

Monsignore Joseph Jost, Domherr des Domkapitels von Sankt Stephan zu Metz, porträtierte den Christen Robert Schuman. Papst Franziskus zitierend, betonte Jost, Schuman sei unermüdlich um Versöhnung bemüht gewesen. „Aufrichtigkeit und intellektuelle Bescheidenheit prägten den Menschen Robert Schuman“, sagte Jost weiter. Kaum etwas habe er so konsequent verfolgt wie den Dienst am Gemeinwohl. Jost nannte Schuman schließlich einen Menschen voller Hingabe, der sich vom Heiligen Geist und vom europäischen Gedanken führen ließ, und die Kraft seines Glaubens dem Menschlichen immer das Primat über alles Ökonomische gegeben habe.

Jacques Santer, ehemaliger luxemburgischer Ministerpräsident und Präsident der Europäischen Kommission a. D., entwarf ein Charakterbild Robert Schumans und stellte ihn als Grenzgänger, europäischen Pionier und Visionär der ersten Stunde vor, dessen hartnäckiges, politisches Engagement das positive Schicksal Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt habe. Loyal zu seinen Vaterländern, aber nicht willens, die Nation als Lösung des europäischen Problems anzuerkennen, habe sich Schuman immer als ein Mann des Ausgleichs gezeigt. Hierbei sei die katholische Kirche stets die geistige Heimat dieses großen Europäers gewesen. Santers lebendiger Vortrag, gespickt mit zahlreichen Anekdoten über Schuman als öffentliche Person, schloss mit dem Hinweis auf die moralische und sich auf christliche Werte beziehende Ordnung von Schumans Europa. Sein politisches Prinzip „Solidarität statt Revanchismus“ habe zu einer Wende in der europäischen Geschichte geführt.

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