Malaysias Sonderwirtschaftszonen
Wachstumsmotor und ökonomischer Ausgleichsmechanismus
Malaysia gilt als „upper middle-income economy“ und ist auf dem besten Weg, den Status „higher-income“ zu erlangen. Mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum für das Jahr 2026 zwischen vier und fünf Prozent, das von einer robusten Binnennachfrage und einer starken Exportleistung getragen wird 1 , nimmt Malaysia eine besondere Stellung in Südostasien ein. Strategisch liegt es günstig an den wichtigsten Seehandelsrouten zwischen dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer.2 Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den Großmächten und den wiederholten Blockaden der Straße von Hormus, deren Folgen die globalen Handels- und Lieferketten erheblich belasten, ist Malaysias Position als „middle power“, gelegen an der Straße von Malakka, längst nicht mehr nur eine bloße geografische Randnotiz. Vielmehr entwickelt sich die Region zunehmend zu einem strategischen Schlüsselraum des internationalen Handels. Durch die Straße von Malakka verkehren jährlich Güter im Wert von Billionen von Euro. Sie gilt als meist befahrene Meerenge der Welt, durch die etwa 25 bis 40 Prozent des Seehandels transportiert werden.3