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Durch bessere Versorgung die Angst vor dem Sterben nehmen

WHO CARES? Die 3. Fachtagung des Union Hilfswerkes zur behandelnden Altersheilkunde

Auf der dritten Fachtagung Palliative Geriatrie tauschten sich Betroffene, Pflegekräfte, Politiker und Medienvertreter über Altenpflege und ihre Herausforderungen aus.

Angesichts des demografischen Wandels und der wachsenden Lebenserwartung ist die Pflege von alten Menschen ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Um die Herausforderungen der Altenpflege und Sterbebegleitung für Betroffene, Politik, Trägereinrichtungen und Medien zu thematisieren, veranstaltete das Union Hilfswerk zum dritten Mal eine Fachtagung in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Nur Skandale und Kosten

Durch überwiegende Negativberichterstattung in den Medien über unpersönliche Betreuung oder sogar Misshandlung in Pflegeeinrichtungen haben viele Menschen Angst, später in ein Heim zu müssen. „Jeder Dritte in Deutschland würde sich lieber umbringen lassen, als in ein Pflegeeinrichtung zu gehen“, zitierte Dirk Müller vom Union Hilfswerk eine aktuelle Studie.

Mögliche Gründe dafür nannte die Pflegewissenschaftlerin Dr. Angelika Zegelin in ihrem Beitrag auf der Fachtagung. „In den Köpfen wird dieser medizinische Bereich hauptsächlich mit Kosten und Skandalen sowie Autonomie- und Würdeverlust verbunden“, sagte sie. Um dem negativen Bild von solchen Einrichtungen entgegen zu wirken und die Anerkennung der Leistungen eines Pflegers zu steigern, sollte sich das Personal ihrer Meinung nach mehr in den öffentlichen Diskurs einbringen. Kritische Stellungnahmen zu Medienbeiträgen, wenn auch nur durch Leserbriefe, aber auch selbstbewusste Äußerungen zu dem eigenen Beruf im Freundeskreis seien dafür entscheidende Schritte. „Denn die mangelnde Wertschätzung durch die Öffentlichkeit ist nur ein Spiegel des Selbstbildes, das die Pflege von sich hat“, erklärte Zegelin.

Nicht jeder kann Pfleger sein

Wie vielseitig und anspruchsvoll der Pflegeberuf in der Realität ist, skizzierte der 28-jährige Pflegehelfer Marcus Hößler, indem er einen eigenen, exemplarischen Tagesablauf mit all den Gedanken eines reflektierenden Pflegers vortrug. „Schlecht darüber zu reden, was wir tun, ist leicht, aber selber ein guter Pfleger sein, ist schwer“, schloss der junge Mann seine Darstellung. Er sehe seine Arbeit von den Medien mit Füßen getreten. Mit seinen Kollegen versuche Hößler, den Dienst immer so optimal wie möglich zu gestalten, aber ein Lob bekämen die Pfleger dafür nie.

„Tatsächlich kann nicht - wie immer wieder angenommen - jeder diesen Beruf ausführen“, bestätigt die Pflegewissenschaftlerin Zegelin. Es werde nicht nur Fachwissen benötigt, um kompetente Entscheidungen treffen zu können. Auch müsse dieses Arbeitsfeld entsprechend seiner Konzeption große körperliche und seelische Nähe beinhalten. Dies werde jedoch aufgrund eines Mangels an Angestellten und daraus folglich dem Mangel an Zeit selten umgesetzt.

Ohne Angst dem Tod entgegen sehen

Auch die Politik versucht den Bereich der Pflege unter anderem durch die Gesundheitsreform zu optimieren. „Durch den medizinischen und technischen Fortschritt bekommt die Sterbebegleitung eine neue, wichtige Bedeutung“, sagte Maria Eichhorn, die Mitglied der CDU/CSU-Bundestagfraktion ist und sich seit Jahren in diesem Themengebiet engagiert. So solle für die pflegebedürftigen Menschen ein würdiges Umfeld geschaffen werden, Wünsche und Bedürfnisse müssten im Mittelpunkt der Pflege stehen. Für viele Menschen sei es schon beruhigend zu wissen, dass sie beim Sterben nicht alleine sind. Für die Politikerin können die Befürchtungen der Bürger vor allem durch eine Verbesserung der Pflege und ihres Images gemindert werden: „Wer sich gut versorgt weiß, wird dem Tod ohne Angst entgegen sehen."

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