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Für mehr Kontrolle im Internet

od Nicole Gonsior

Brauchen internationale Regulierung

Für den FOCUS Online-Chefredakteur Daniel Steil ist klar: Soziale Marktwirtschaft kann auch online funktionieren. Bei seinem Vortrag erläuterte er die Möglichkeiten und Hürden einer funktionierenden Sozialen Marktwirtschaft im World Wide Web. Wir brauchen eine internationale Regulierung im Internet, sagte er dabei.

Mittlerweile gibt es fast kein Produkt mehr, das man online nicht kaufen kann. Wer etwas bei einem deutschen Anbieter bestellt oder einem Kunden in Deutschland sein Produkt anbietet, kann das in der Regel auch ohne große Bedenken tun. Denn für ein abgeschlossenes Geschäft gelten in Deutschland bestimmte Gesetze, egal ob on- oder offline. Schwieriger wird es mit internationalen Vertragspartnern, berichtete Daniel Steil, Chefredakteur von FOCUS Online. Bei seinem Vortrag zum Thema „Soziale Marktwirtschaft im Internet“ sprach er sowohl von seinen persönlichen Erfahrungen als auch vom Ergebnis seiner Recherchen zu dem Thema. Ein besonderes Problem sah er dabei in der fehlenden Kontrolle von internationalen Geschäften im Internet.

Um das Problem zu verdeutlichen, nannte Steil ein Beispiel: Angenommen ein User bestellt im Internet ein günstiges Ipad. Er bezahlt das Produkt, es wird geliefert und stellt sich dann als Fälschung heraus: Also will der Kunde klagen: Das Ipad stammt aus China, der Verkäufer aus den Philippinen, seinen Firmensitz hat er in den USA, und das Firmenkonto liegt in der Schweiz: Wer ist für den Fall zuständig? „Wenn Sie in so einem Fall versuchen, Ihr Geld zurückzubekommen, ist der Aufwand, den Sie betreiben müssen, höher als der Streitwert“, sagte Steil. Und genau für solche Probleme müssten ihmzufolge einheitliche Gesetze her.

Dennoch stehe das Internet nicht völlig ohne Kontrollmechanismen da, sagte Steil. Denn die User selbst böten eine der besten Kontrollinstanzen – auf Bewertungsportalen, in Foren und in Blogs. „Hier gewinnen auch kleinere Anbieter, wenn sie flexibel, und preiseffizient sind.“ So bekommen Nischenanbieter die Chance, ihr Produkt weltweit zu verkaufen. Doch selbst bei den Bewertungsportalen besteht eine gewisse Fälschungsgefahr. Ohne Regulierung gehe es auf Dauer nicht.

Beim Thema Internet spielt auch der Datenschutz eine wichtige Rolle. Wer seine Daten bei Facebook, Google oder anderen Anbietern eingibt, muss fürchten, dass diese weitergegeben werden. Ein Thema, das bis heute viel diskutiert wird. So auch im Vortrag von Daniel Steil. „Jeder einzelne User zieht einen riesigen Schweif durch's Netz. Daraus wird in der Regel nachvollziehbar, wie er heißt, wo er wohnt, was seine Eltern beruflich machen, welchen Bildungsstand er hat oder für welche Produkte er sich interessiert“, sagte er.

Wer einmal nach einem Gerät oder einer Reise gesucht hat, erlebe nicht selten, dass er auf völlig anderen Internetseiten die passenden Werbeanzeigen dazu findet. Für jeden Typus Kunde gebe es längst ein Profil, ihm werden Produkte angezeigt, die auch andere Kunden seines Profils gekauft haben. Auf den ersten Moment sah nicht jeder Tagungsteilnehmer darin ein Problem. „Was ist eigentlich so schlimm daran?“, meldete sich einer von ihnen zu Wort. Steils Antwort klang zugleich wie eine Warnung: „Wer immer nur Informationen zu Dingen bekommt, die ihn interessieren, bekommt nur einen winzigen Teil der Welt mit. Da ist die Gefahr groß zu verdummen.“

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Matthias Scharnowski KAS
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