Veranstaltungsberichte

Zeitzeugenbericht von Hélène Gutkowski

Am 19. September 2016 stand Hélène Gutkowski den Schülern des Instituts Santa Ana und San Joaquín im Rahmen eines Zeitzeugengespräches Rede und Antwort. Dabei gab sie ihnen einen Überblick über die Schicksale der während des zweiten Weltkrieges versteckten jüdischen Kinder in Frankreich, die wie sie in fremden Familien oder Internaten untergebracht wurden. Die Schüler stellten anschließend Fragen zu ihrer Kindheit.

Die Psychologin Lidia Assorati hatte die Veranstaltung gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert und eröffnete dieselbe. Anschließend erzählte Hélene Gutkowski von ihrem Leben: Als der Krieg ausbrach, war sie zwei Jahre alt und lebte in Paris. 1942 verließ die Familie Paris, um in den Süden des Landes zu fliehen. Da dies ein gefährliches Unternehmen war, ließ die Familie Frau Gutkowski bei einer katholischen Familie. Nachdem ihre Eltern mehrere Jahre im Untergrund gelebt hatten, kehrten sie schließlich auf der Suche nach ihrer Tochter zurück in den Norden Frankreichs. Dort fanden sie bis zum Ende des Krieges Unterschlupf bei einem anderen Ehepaar. Frau Gutkowski wurde dann mit fünf Jahren in Obhut dieses Ehepaares gegeben, um der Tochter ein stabiles Umfeld zu geben.