Das Ende der Rüstungskontrolle?


30 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs spielt das Thema Rüstung und Rüstungskontrolle heute wieder eine wichtige Rolle. Das hat das unlängst erfolgte Scheitern des ­INF-Vertrages, dem letzten Grundpfeiler nuklearer Rüstungskontrolle, eindeutig bewiesen. Es ist Symptom einer neuen Großmachtpolitik, die das internationale System zunehmend prägt.

Inhaltsverzeichnis anzeigen

Inhalt

Das Ende der Rüstungskontrolle?

  • Der Anfang vom Ende?

    Das Scheitern des ­INF-Vertrages zwischen Russland und den ­USA

    Es klingt wie eine Wiederholung der 1980er Jahre: Russland hat wahrscheinlich unerlaubt Mittelstreckenraketen stationiert, nun wird in Europa über eine verschärfte Bedrohungslage diskutiert. Auch die ­USA scheinen das Interesse an nuklearer Rüstungskontrolle verloren zu haben. Zwar ist ein ­INF-Nachfolgeabkommen daher unrealistisch, doch es gibt pragmatische Lösungsansätze, die ein Wettrüsten verhindern könnten.

    von Philipp Dienstbier

  • Zwischen Wettrüsten und Allianzbildung

    Wie Pakistan und China die indische Verteidigungspolitik bestimmen

    Obgleich Indiens nationale Sicherheit nach der Unabhängigkeit des Landes 1947 gleichermaßen durch Konflikte mit den Nachbarstaaten Pakistan und China gefährdet wurde, ist es aktuell vor allem das Reich der Mitte, das zum Maßstab indischer Verteidigungsmaßnahmen avanciert. Das indische Militär muss sich grundlegenden Reformen unterziehen, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. International will das aufstrebende Indien seine Strategische Autonomie zwischen den Weltmächten wahren.

    von Romina Liesel Elbracht, Ann-Margret Bolmer

  • Ein alter Bekannter ist wieder da

    Russische Militärkooperationen in Afrika

    Nachrichten über russische Militärkooperationen in Afrika haben jüngst für Aufsehen gesorgt. Seit 2009 ist die frühere Sowjetmacht wieder in Afrika engagiert und hat an ihre alten Verbindungen angeknüpft. Im Gegenzug für seine Waffen erhofft sich Moskau Zugang zu Afrikas Energie- und Rohstoffmärkten. Ein Blick auf das Engagement zeigt: Im globalen Wettbewerb um Einfluss in Afrika ist Russland nicht mehr zu ignorieren.

    von Benno Müchler

  • Zum Scheitern zu wichtig

    Auf dem Weg zu einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft mit der Türkei

    Recep Tayyip Erdoğan wird oft in typischer Schwarz-Weiß-Manier als Bösewicht dargestellt, anstatt als Akteur in einem komplexen Handlungsgeflecht. Bei einer derartigen Simplifizierung geraten grund­legende Fragen nach der Beziehung zwischen der Türkei und dem Westen aus dem Blickfeld. Um den Nahen Osten zu stabilisieren, braucht der Westen die Türkei heute mehr denn je. Im Bereich der Außenpolitik sind sich Präsident Trump und Berlin selten einig, doch bewerten beide ihre Beziehungen zur Türkei als zu bedeutsam, um sie scheitern zu lassen. Dennoch verfolgen die Vereinigten Staaten und Deutschland eine je eigene Diplomatie gegenüber der Türkei, was eine ganzheitliche Strategie außer Reichweite rücken lässt.

    von Michael Doran, Peter Rough

  • „Es besteht die Gefahr, dass die Dinge mit Maschinengeschwindigkeit aus dem Ruder laufen“

    Auf dem Weg zu einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft mit der Türkei

    Ein Gespräch mit Dr. Frank Sauer, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr (München)

    von Sebastian Enskat

Weitere Themen

  • Agenda 2030: Mut zur Nachhaltigkeit!

    Auf dem Weg zu einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft mit der Türkei

    In Deutschland ist eine öffentliche Diskussion über einen breiten Ansatz von Nachhaltigkeit nötig. Das ist keine rückwärtsgewandte „Öko-Agenda“, sondern es sind überfällige Reformen für wirtschaftliche Modernisierung, Klimaschutz und Innovation, damit noch mehr Menschen in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben können. Mut zur Nachhaltigkeit heißt Mut zur Zukunft! Die Agenda 2030 weist uns den Weg.

    von Sabina Wölkner

  • Umweltmigration: Eine sicherheitspolitische Herausforderung

    Auf dem Weg zu einer deutsch-amerikanischen Partnerschaft mit der Türkei

    Dass Menschen infolge kriegerischer Konflikte oder mangelnder wirtschaftlicher Perspektiven ihre Heimat verlassen, dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Doch wie steht es mit Dürren, Wassermangel oder Überflutung von Inseln und Küstengebieten? Aus sicherheitspolitischer Perspektive ist es ratsam, auch Wanderungsbewegungen näher zu betrachten, die direkt oder indirekt mit den weltweit zu beobachtenden Klimaveränderungen in Zusammenhang stehen. Schließlich haben diese Veränderungen das Potenzial, aktuelle Instabilitäten zu verschärfen und weitere Länder und Regionen zu destabilisieren.

    von Franziska Fabritius

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Bestellinformationen

Die Auslandsinformationen (Ai) erscheinen viermal im Jahr. Der Einzelheftpreis beträgt 10,- € zzgl. Porto. Im Abonnement günstiger. Für Schüler und Studenten wird ein Sonderrabatt gewährt. Für weitere Informationen und Bestellungen wenden Sie sich bitte an:

auslandsinformationen@kas.de

Newsletter

Wenn Sie kostenlos per E-Mail über das Erscheinen neuer Ausgaben und Beiträge informiert werden möchten, wenden Sie sich bitte an:

auslandsinformationen@kas.de

Herausgeber

Dr. Gerhard Wahlers

ISBN

0177-7521

Benjamin Gaul

Benjamin Gaul

Leiter der Abteilung "Auslandsinformationen und Kommunikation"

benjamin.gaul@kas.de +49 30 26996 3584

Samuel Krug

Samuel Krug 2020

Chefredakteur Auslandsinformationen (Ai)

samuel.krug@kas.de +49 30 26996 3818

Louisa Heuss

Louisa Heuss (2020)

Referentin Kommunikation und Vermarktung

louisa.heuss@kas.de +49 30 26996 3916 +49 30 26996 53916

Dr. Anja Schnabel

Fabian Wagener

Fabian Wagener

Multimediareferent

fabian.wagener@kas.de +49 30-26996-3943