Demografischer Wandel als Schicksalsfrage


„Wer weiß, wie dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen ist, den beglückwünsche ich“, sagte Angela Merkel schon im August 2006 im Rahmen der Bundespressekonferenz. Heute, zehn Jahre später, hat sich an der Dringlichkeit der Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, nichts geändert. Im Gegenteil, während die Weltbevölkerung kontinuierlich wächst, sinken und altern sowohl der deutsche als auch der europäische Anteil daran immer weiter.

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Inhalt

  • Editorial

    „Wer weiß, wie dem demografischen Wandel erfolgreich zu begegnen ist, den beglückwünsche ich“, sagte Angela Merkel schon im August 2006 im Rahmen der Bundespressekonferenz. Heute, zehn Jahre später, hat sich an der Dringlichkeit der Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, nichts geändert.

    von Gerhard Wahlers

Zwischenruf

  • Zuwanderung als Überlebensprinzip

    Ein Zwischenruf

    In den 25 Jahren von 1991 bis 2015 sind schätzungsweise 23,7 Millionen Menschen nach Deutschland zu- und 18,7 Millionen aus Deutschland abgewandert, womit die Zahl der Zuwanderer die Zahl der Abwanderer um ungefähr fünf Millionen überstieg. Wenn sich dennoch die Bevölkerungszahl Deutschlands in dieser Zeit nur mäßig von 81 auf etwa 82 Millionen erhöhte, dann vor allem deshalb, weil von 1991 bis 2015 die Zahl der Sterbefälle um reichlich drei Millionen höher war als die Zahl der Geburten, die Zuwanderer also zu einem Gutteil Geburtenausfälle ausglichen.

    von Meinhard Miegel

Demografischer Wandel als Schicksalsfrage

  • Wenn Bildung zum Problem wird

    Der Einfluss demografischer Faktoren auf die politische Stabilität im Nahen Osten und in Nordafrika

    Das Gebiet des Nahen Ostens und Nordafrikas zählt zu den krisenhaftesten Regionen der Welt. Im Mittelpunkt vieler Probleme steht dabei der Umstand, dass die zunehmend besser ausgebildete Bevölkerung im Erwerbsalter seit geraumer Zeit schneller wächst als die Zahl der Arbeitsplätze. Gelingt es den betroffenen Staaten nicht, diese Diskrepanz deutlich abzumildern, werden die politische Instabilität und damit die Zahl der Flüchtlinge aus der Region weiter zunehmen – mit ungeahnten Folgen auch für Europa.

    von Reiner Klingholz, Ruth Müller

  • Seid fruchtbar und mehret Euch!

    Israel und seine wachsenden Minderheiten

    Seit der Gründung im Jahr 1948 definiert sich Israel gleichzeitig als jüdischer und demokratischer Staat. Er ist Heimat von säkularen und ultraorthodoxen Juden, von Muslimen, Christen und Drusen. Zunehmend entstehen allerdings durch das unterschiedlich starke Wachstum der verschiedenen Bevölkerungsgruppen innenpolitische und religiöse Spannungen, die den säkularen und zionistischen Gründungsethos des jüdischen Staates ins Wanken bringen können.

    von Anna Jandrey, Eva Keeren Caro

  • Vorprogrammierte Explosion?

    Welche Folgen das rasante Bevölkerungswachstum in Afrika südlich der Sahara haben könnte

    Die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind in demografischer Hinsicht ein Sonderfall. Zwar ist die Bevölkerung im Laufe des 20. Jahrhunderts auch in anderen Weltgegenden gewachsen, aber nirgends ging diese Entwicklung so rasant vonstatten wie hier. Sollte auf die Bevölkerungsexplosion des 20. Jahrhunderts im 21. eine weitere folgen, werden die Auswirkungen nicht auf den afrikanischen Kontinent beschränkt bleiben.

    von Serge Michailof

  • Wer soll das bezahlen?

    Die rasante Alterung der lateinamerikanischen Gesellschaften als sozialpolitisches Problem

    Gegenwärtig erhalten nur rund 40 Prozent der lateinamerikanischen Bürger in der Altersklasse 65+ eine reguläre (beitragsfinanzierte) Rente, weitere 20 Prozent beziehen eine beitragsunabhängige (steuerfinanzierte) staatliche Altersversorgung. Der Rest der alten Menschen muss weiter einer Erwerbsarbeit nachgehen oder ist auf die Unterstützung von Familienmitgliedern angewiesen. Auch wenn die Region heute noch eine verhältnismäßig junge Bevölkerung aufweist, wird der Umfang der mindestens 65 Jahre alten Personen im Zeitraum 2010 bis 2050 von knapp 40 Millionen auf 140 Millionen anwachsen.

    von Karl-Dieter Hoffmann

  • Kranich gegen Klapperstorch

    Japans demografischer Wandel als größte Herausforderung für Politik und Gesellschaft

    Wie keine andere Industrienation sieht sich Japan mit den Herausforderungen einer rasant alternden und schrumpfenden Bevölkerung konfrontiert. Mehr als ein Viertel der Japaner ist heute schon älter als 65 Jahre. Zusammen mit einer stagnierenden Wirtschaft, die auch durch die vielbeschworenen Abenomics nicht an Fahrt gewinnen will, ist der demografische Wandel das größte Problem für die Inselnation. Welche Maßnahmen ergreift die Regierung, um die demografische Krise aufzuhalten? Ist es hierfür vielleicht sogar schon zu spät?

    von Akim Enomoto, Hannes Bublitz

Weitere Themen

  • Kalter Krieg am Golf

    Der Wettstreit saudischer und iranischer Narrative um die Vorherrschaft im Nahen Osten

    Bei der Rivalität zwischen Saudi-Arabien und Iran geht es um mehr als nur einen interkonfessionellen Konflikt. Zwei Regionalmächte stehen sich gegenüber, die um die Vorherrschaft im Nahen Osten ringen. In diesem Wettstreit bedienen sie sich eines Arsenals rhetorischer Mittel, um ihre Feindnarrative strategisch im Einklang mit ihren operativen Handlungen zu platzieren.

    von Gidon Windecker, Peter Sendrowicz

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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