Veranstaltungsberichte

Eliten und Verantwortung

von Johannes Christian Koecke

Cross-over-Seminar im Bildungszentrum Schloss Eichholz

Die Christliche Demokratie versteht sich als bürgerliche Bewegung der politischen Mitte. Was aber ist bürgerlich? Eine erste Annäherung an den eine zeitlang so verpönten Begriff zeigt, dass Bürgerlichkeit oder bürgerliches politisches Engagement nicht reine Theorie bedeutet, sondern auch ein bestimmtes Verhalten, eine Haltung, eine Art, zu handeln und sich zu äußern.

Im Bildungszentrum Schloss Eichholz ist vor diem Hintergrund ein neues Seminarformat gestartet worden. Man kann es (neudeutsch) als Cross-Over-Seminar bezeichnen, weil in ihm nicht nur inhaltliche oder nur kommunikationsorientierte Einheiten stattfanden, sondern beides miteinander in einen organischen Zusammenhang gebracht wurde.

Die meist jungen Teilnehmer des Intensivseminars wurden von dem Kommunikations- und Ethiktrainer Wolfgang Reeder durch ein mehrere Module umfassendes Programm geführt, in dem ethische Grundbegriffe, moralisch relevante Entscheidungssituationen, Fallbeispiele für Verantwortlichkeit, Repräsentieren und Kommunikation zusammengefasst waren. Die Teilnehmer konnten lernen, wie Orientierung, Handeln und Kommunikation zusammenstimmen können.

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Abgerundet wurde das Ganze durch ein Etikettetraining und ein Business Dinner mit Benimmschulung. Die Trainerin Gabriele Krischel konnte den Teilnehmern vermitteln, dass das angeblich nur Äußerliche der Etikette nicht bloß äußerlich ist, sondern ein entscheidendes Element in der zwischenmenschlichen Kommunikation und damit für das weitere Fortkommen der jungen Leute von großer Wichtigkeit.