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Veranstaltungsberichte

Crimen Organizado: Chile y Latinoamérica

organisierte Kriminalität und ihre Wahrnehmung

Bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung und des CEIUC analysierte Juan Francisco Galli die Entwicklung der Sicherheitslage in Chile und die wichtigsten Herausforderungen.

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Die öffentliche Sicherheit und die Zunahme der organisierten Kriminalität gehören zu den größten Herausforderungen für Chile und Lateinamerika. Vor diesem Hintergrund widmete sich das Event „Organisierte Kriminalität: Chile und Lateinamerika“, veranstaltet von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Kooperation mit dem Centro de Estudios Internacionales der Pontificia Universidad Católica de Chile (CEIUC), den zentralen Fragen nach dem Umgang mit der wachsenden Macht krimineller Organisationen sowie den erforderlichen staatlichen Maßnahmen gegenüber diesen neuen Bedrohungen. 

Der ehemalige chilenische Unterstaatssekretär im Innenministerium, Juan Francisco Galli, beleuchtete die Entwicklung der Sicherheitslage in Chile und der gesamten Region. Er ging dabei besonders auf das steigende Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung sowie die wachsende Bedeutung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität ein. Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit, klar zwischen der wahrgenommenen Unsicherheit und der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung zu unterscheiden, da beide Phänomene jeweils unterschiedliche politische Antworten erfordern. 

Nach Einschätzung Gallis verlangt die aktuelle Lage ein umfassenderes Verständnis von Sicherheit. Neben dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung kommt es entscheidend darauf an, dass der Staat Recht und Gesetz wirksam durchsetzen kann. Als besondere Herausforderung erweist sich hierbei der Machtzuwachs krimineller Organisationen, die zunehmend in der Lage sind, Territorien zu kontrollieren, staatliche Institutionen zu unterwandern und Schwächen des Staatswesens gezielt auszunutzen. 

Darüber hinaus verändern die Entwicklungen der Digitalisierung die Voraussetzungen für die staatliche Sicherheitsarbeit grundlegend. Da viele relevante Informationen heute bei digitalen Plattformen sowie Technologieunternehmen liegen und nicht mehr ausschließlich beim Staat, plädierte Galli für gestärkte staatliche Kontroll- und Präventionsmechanismen sowie den verstärkten Einsatz moderner Datenanalysen zur Kriminalitätsbekämpfung. 

In der anschließenden Diskussion unter der Leitung von CEIUC-Direktor Jorge Sahd erörterten Diplomaten, Wissenschaftler, Sicherheitsexperten und politische Vertreter die notwendigen staatlichen Kapazitäten sowie eine verbesserte Kooperation zwischen den zuständigen Institutionen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie der Staat seine Handlungsfähigkeit nachhaltig stärken und den Rechtsstaat wirksam gegen zunehmend komplexe, grenzüberschreitende kriminelle Strukturen verteidigen kann. 

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