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Integration und Einfluss: Umfrage unter arabischen Bürgern in Israel

von Palina Kedem

Neue Umfrage des Konrad-Adenauer-Programms an der Universität Tel Aviv.

Die wichtigsten Erkenntnisse zu den Perspektiven arabischer Bürger in Israel, vorgestellt auf dem Tel Aviv Summit 2026, befassen sich mit Integration, Einflussnahme und der Zukunft des Landes vor dem Hintergrund regionaler und innerstaatlicher Herausforderung.

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Auf dem jährlichen Tel Aviv Summit, der am 12.05.2026 an der Universität Tel Aviv stattfand, durften wir die Ergebnisse unserer jüngsten Umfrage unter arabischen Bürgern Israels vorstellen.


Der diesjährige Gipfel konzentrierte sich auf die Zukunft Israels und befasste sich mit den geopolitischen Veränderungen im Nahen Osten, den anhaltenden Sicherheitsherausforderungen Israels sowie den Kernfragen der israelischen Demokratie im Vorfeld der bevorstehenden Wahlen.


Unter dem Titel „Integration und Einfluss – Die Vision arabischer Bürger in Israel“ stellte Dr. Arik Rudnitzky vom Konrad-Adenauer-Programm für jüdisch-arabische Zusammenarbeit an der Universität Tel Aviv mehrere der wichtigsten Ergebnisse der Umfrage vor, was zu einer weiteren Diskussion auf dem Gipfel über diesen wichtigen Teil der israelischen Gesellschaft führte.

 

   ● 77,2 % der Befragten befürworten die Einbeziehung einer arabischen Partei in die Koalition, die nach den nächsten Knesset-Wahlen gebildet werden soll, und 63,7 % glauben an eine arabisch-jüdische politische Partnerschaft: 43,3 % befürworten den Beitritt zu jeder Regierung, die gebildet wird, während 33,9 % den Beitritt zu einer Mitte-Links-Regierung befürworten. 


   ● Die Hälfte der Befragten (53,3 %) gab an, dass ihr Zugehörigkeitsgefühl zum Staat insgesamt stark ist. Im Gegensatz dazu gaben 44,5 % an, dass es schwach ist. Gleichzeitig befürworten die meisten Befragten (75,8 %), arabischen Abiturienten zu erlauben, sich freiwillig für einen nationalen Zivildienst zu melden, der nicht mit Sicherheit zu tun hat. 


   ● 76,9 % geben an, ein schwaches Gefühl der persönlichen Sicherheit zu haben und dass ihre Stimmung gedrückt ist, was hauptsächlich auf das hohe Maß an Gewalt in der arabischen Gesellschaft und die Angst vor einem erneuten Krieg in der Region zurückzuführen ist. Die meisten Befragten (68,3 %) geben jedoch an, dass ihre wirtschaftliche Gesamtsituation gut ist.


   ● Die meisten Befragten stehen einem politischen Abkommen mit dem Libanon (69,5 %) und einer Normalisierung der Beziehungen zu Saudi-Arabien (67,4 %) positiv gegenüber, doch die meisten von ihnen (64,4 %) machen dies auch von der Lösung der Palästinafrage abhängig.


   ● Der wichtigste Bestandteil der persönlichen Identität arabischer Bürger ist ihre arabische Identität (33,3 %). Weitere Komponenten sind die israelische Staatsbürgerschaft (27,7 %), die Religionszugehörigkeit (24,5 %) und die palästinensische Identität (13,5 %).

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Kontakt Dr. Michael Rimmel
Michael Rimmel Tobias Koch
Leiter des Auslandsbüros Israel
michael.rimmel@kas.de +972 (0) 2 567 1830 +972 (0) 2 567 1831

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