Veranstaltungsberichte

Indigene Völker und politische Repräsentation. Apurímac, Amazonas, Ayacucho, Cusco und San Martín

Buchpräsentation

Am Donnerstag, den 2. Dezember um 17:00 Uhr, fand via Facebook Live die Präsentation des Buches „Pueblos originarios y representación política“ statt, eine vom Institut für Ethik und Entwicklung (IED) der Universität Antonio Ruiz de Montoya in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführte Untersuchung
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Buchpräsentation

Die Vortragsrunde stand unter Leitung von drei Fachleuten, die sich mit indigenen Völkern und deren Beteiligung an der peruanischen Politik befassen: Gloria Velasco Jauregui, Sozialkommunikatorin mit Berufserfahrung in Einrichtungen in den Hochanden Perus, die Wissenschaftlerin des Instituts für Ethik und Entwicklung Lorena Elías Ayay und José Koechlin Costa, Koordinator des Instituts für Ethik und Entwicklung. Mit ihren Beiträgen zeigten sie die Probleme auf, mit denen die politischen Vertreter der nativen oder originären Völker konfrontiert sind.

José Koechlin verwies auf den Mangel an Vertretern dieser Gemeinschaften in der peruanischen Politik. In diesem Sinne erwähnte er, dass der peruanische Staat versucht hat, die Interessen, die jahrelang von der nationalen Politik weit entfernt waren, durch verschiedene Mechanismen wie die Indigenen-, Jugend- und Geschlechterquoten oder die Woche der Vertretung durch die Kongressabgeordneten näherzubringen. Dennoch wies er auf die Notwendigkeit hin, die Auswirkungen dieser Strategien auf die Entwicklung der Bedürfnisse der nativen und originären Völker eingehend zu untersuchen. Die Referentin, Lorena Elías Ayay, erläuterte die Methodik, mit der die Untersuchung durchgeführt wurde, und verwies auf Daten, wie die Quote von 15%, die Positionen von Regional- oder Provinzräten auf den Wahllisten für indigene Kandidaten reserviert. Darüber hinaus sprach sie die möglichen Ursachen für das Scheitern der Entwicklung und Förderung der indigenen Agenda an, wie z.B. das mangelnde Interesse der politischen Parteien an der Einbindung der Gemeinschaften, die Positionierung der indigenen Vertreter auf den Kandidatenlisten, der Zugang zu öffentlichen Ämtern mit geringem Handlungsspielraum und die eigene Dynamik der Wahl.

Gloria Velasco hob schließlich die Qualitäten und Stärken indigener Gemeinschaften und ihre soziale Entwicklung hervor. Sie wies jedoch auf die Zeit der Gewalt hin, der die indigenen und amazonischen Völker zwischen 1980 und 2000 ausgesetzt waren und in der die Angriffe auf ihre Grundrechte besonders stark waren. Sie betonte auch, dass die Parteien in Wahlkampfzeiten ein Interesse daran haben, sich um die Bedürfnisse dieser Gemeinschaften zu kümmern und sie auf die Tagesordnung zu setzen. Wenn sie jedoch wichtige Positionen in der Regierung einnehmen, verliert diese Initiative an Wert und Bedeutung, so dass eine opportune Vertretung der originären Völker nicht mehr gegeben ist. Sie wies auch auf den Kampf der Frauen um Anerkennung in diesen Bereichen der Beteiligung in der Kommune, im Distrikt, in der Provinz und im Land hin. 

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Andrés Hildebrandt

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