Tim Reckmann / flickr / CC BY 2.0

Einzeltitel

Die Europawahl in Deutschland am 26. Mai 2019

von Viola Neu
Die Europawahl hat ihren Charakter als nationale und bundespolitische Nebenwahl verloren. Zum ersten Mal seit 1979 kann die Europawahl nicht als klassische nationale Nebenwahl bewertet werden. Das Interesse an der Europawahl ist ungewöhnlich stark und die Bundespolitik war für die Wahlentscheidung nicht wichtiger als die Europapolitik. Das gewachsene Gewicht der EU für politische Problemlösungen sowie eine deutliche Verschiebung der politischen Agenda hin zum Thema Klima-und Umweltschutz in den letzten Wochen erklären das Wahlergebnis zu einem erheblichen Teil. Durch die aktuelle Verschiebung auf der politischen Agenda, hatten Union und SPD Probleme, Wähler zu mobilisieren. Volksparteien haben es bei Europawahlen generell gegenüber kleineren und Protestparteien schwerer. Dies trifft Union und SPD besonders stark. Beide verzeichnen historisch niedrige Wahlergebnisse.
Ansprechpartner

Dr. Viola Neu

Dr

Leiterin des Teams Empirische Sozialforschung und stellvertretende Hauptabteilungsleiterin

Viola.Neu@kas.de +49 30 26996-3506 +49 30 26996-3551
Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können

Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören