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Jahresberichte

Jahresbericht 2008

Einblicke 2009

In gewohnter Weise berichtet der Jahresbericht 2008 über die Aktivitäten der Konrad-Adenauer-Stiftung im In- und Ausland. Die Kapitel Höhepunkte, Die Stiftung und ein umfangreicher Anhang mit Bilanzen, Namen und Fakten sowie den Neuerscheinungen informieren umfassend über Wissenswertes und Interessantes aus der Stiftung. Der Jahresbericht wird ergänzt durch die Kapitel „Einblicke 2008/2009“ mit Beiträgen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung, die das inhaltliche, wissenschaftliche und politische Kompetenzprofil der KAS deutlich machen.

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Editorial

Jedes Jahr im Herbst verabschiedet die Konrad-Adenauer-Stiftung nach eingehenden Diskussionen ihre Arbeitsplanung für das folgende Jahr. Sie definiert die Schwerpunkte der Aktivitäten und zeichnet die Linien vor, entlang derer die einzelnen Projekte und Maßnahmen der Stiftungsbereiche sich orientieren sollen. Jubiläen und Jahrestage sind dabei wichtige Marksteine, aber auch längerfristige Trends und Entwicklungen finden ihren Niederschlag im Rahmen der satzungsmäßigen Aufgaben. Die Leitthemen Soziale Marktwirtschaft, Zukunft der europäischen Ordnung und ethische Grundlagen der modernen Bürgergesellschaft geben die wesentlichen impulse vor.

Seit einigen Jahren konzentriert die Konrad-Adenauer-Stiftung ihre Maßnahmenplanung verstärkt auf eine Reihe von bereichsübergreifenden Projekten und vernetzt damit die Arbeit und den Ressourceneinsatz ihrer Abteilungen. ein besonders exponiertes Projekt, das 2008 angelaufen und auf mehrere Jahre angelegt ist, widmet sich unter dem Titel „Weichenstellungen in die Zukunft“ den herausragenden Jubiläumsdaten 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und 20 Jahre Wiedervereinigung. Das mit einem eigenen Logo ausgestattete und alle Hauptabteilungen einbeziehende Projekt soll nicht nur die eigentlichen Gedenkdaten begleiten, sondern vor allem deutlich machen, dass die maßgeblichen Entscheidungen, die Deutschlands Weg in die Zukunft bestimmt haben, das Werk christlicher Demokraten waren.

Damit verfolgt die Stiftung nicht nur die Absicht, manchen Tendenzen zur Geschichtsklitterung und relativierenden Bewertungen entgegenzuwirken, sondern sie will die für Stabilität und freiheitliche Entwicklung erforderlichen Weichenstellungen bewusst machen und das Vertrauen in die demokratische Grundordnung und ihre Institutionen neu stärken. Die zukunft der Volksparteien, die Auseinandersetzung mit extremistischen Kräften, die Sorgen der Mittelschichten unserer Gesellschaft und die Herausforderungen des Wahljahres 2009 sind Themen, die in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung haben und deshalb im Kapitel „Einblicke“ dieses Jahresberichts ausführlich behandelt werden. Dem eigentlichen Komplex der „Weichenstellungen“ ist ein eigener Teil gewidmet.

Eine noch so weitsichtige und längerfristig angelegte Planung für 2008 konnte freilich nicht verhindern, dass auch die Konrad-Adenauer-Stiftung von der Wucht der internationalen Finanzkrise und ihren gravierenden Folgen überrascht wurde. Dank ihrer weltweiten politischen Vernetzung und der in Fragen der Globalisierung gut aufgestellten Arbeitsbereiche war die Stiftung aber in der Lage, mit ihrer wirtschaftspolitischen Kompetenz nach einer ersten Auswertung der Fakten und erkennbaren Konsequenzen ein Arbeits- und Maßnahmenpaket aufzulegen, das sich in das Leitthema Soziale Marktwirtschaft einfügt. Denn so schwerwiegend die Krise auch ist, so groß ist die sich daraus ergebende Chance, das Ordnungsmodell der Sozialen Marktwirtschaft als die zentrale Antwort auf all die bangen Fragen ins Bewusstsein zu rufen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat der Sozialen Marktwirtschaft in ihrer weltweiten Arbeit von jeher Vorrang eingeräumt, weil dieses Modell nicht nur das stabile Fundament einer freiheitlichen politischen Ordnung bildet, sondern auch die Begrenzungs- und Ausgleichsmechanismen im freien Spiel der Kräfte enthält. Es gibt in der Globalisierung kein besseres System, um die Entfaltung der Wachstumskräfte des Marktes mit sozialem Ausgleich und individuellen Aufstiegschancen zu verbinden.

mit einer Ende 2008 begonnenen und 2009 intensiv weitergeführten Kampagne, mit Analysen und Berichten, Leitfäden und Handreichungen, Seminaren und Kongressen stellt sich die Konrad-Adenauer-Stiftung ihrer besonderen Verantwortung.

Die Bündelung dieser und anderer inhaltlicher Aktivitäten erfordert besondere Kommunikationsanstrengungen, damit ihre Wirkung nicht verpufft. Hier hat sich das Internet mit seinen Möglichkeiten als besonders effiziente Plattform erwiesen. Wo Publikationen und Veranstaltungen mehr punktuell wirken, bietet das Webangebot der Konrad-Adenauer-Stiftung mit entsprechenden Themenportalen ein konzentriertes Paket aller Aktivitäten. Dabei lässt sich auch unter pädagogisch-didaktischen Gesichtspunkten der politischen Bildung ein breites Nutzerpublikum an die für die Stiftung besonders wichtigen Themen heranführen, das ansonsten für die klassische Seminarveranstaltung immer schwerer zu interessieren ist. Deshalb wird der kontinuierliche Ausbau der Internetpräsenz der Stiftung weiterhin Vorrang in der Kommunikationsstrategie der KAS haben.

Allerdings lassen sich Inhalte nur verbreiten, wenn sie zuvor erarbeitet worden sind. Deshalb gilt auch in diesem Jahr wieder unser besonderer Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung in Deutschland und in über hundert Ländern der Welt. Ohne ihren Einsatz und ihr Engagement, oft unter schwierigsten Bedingungen, wäre die Konrad-Adenauer-Stiftung nicht in der Lage, erneut eine eindrucksvolle Bilanz ihrer Arbeit vorzulegen.

Ein besonderer Dank gilt Wilhelm Staudacher. Nach neun Jahren im Amt des Generalsekretärs der Stiftung hat er sich entschlossen, eine neue Aufgabe zu übernehmen und als Repräsentant der KAS nach Rom zu wechseln. Er hat die Konrad-Adenauer-Stiftung mit großem Engagement weiterentwickelt und ein geordnetes Haus übergeben. Sein unerschöpflicher Ideenreichtum, seine besondere Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen, und eine bemerkenswerte strategische Weitsicht haben maßgeblich dazu beigetragen, die Stiftung in vielen Bereichen neu aufzustellen und für die Zukunft zu rüsten.

Zu danken ist auch den vielen Freunden, Förderern und Partnern der Konrad-Adenauer-Stiftung, die 2008 wiederum unsere Arbeit ideell und materiell unterstützt haben. Wir sind froh und stolz zugleich, dass der Stiftung und ihren Aktivitäten so viel Anerkennung gezollt wird. Spender und Sponsoren, Freunde und Förderer können gewiss sein, dass wir versuchen, uns des entgegengebrachten Vertrauens als würdig zu erweisen und darin einen Ansporn für noch intensivere Anstrengungen sehen, unserem Auftrag gerecht zu werden und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Der Jahresbericht mit der Bilanz 2008 und den Einblicken 2009 gibt einen repräsentativen Eindruck vom Gesamtspektrum unserer Arbeit wieder. Er zeigt beispielhaft die politische Kompetenz der Konrad-Adenauer-Stiftung, die unseren weltweiten Aktivitäten und Projekten zugrunde liegt. Wir leiten daraus die Verpflichtung ab, in unseren Bemühungen um Demokratie und Freiheit, Menschenrechte, Rechtsstaat und Gerechtigkeit nicht nachzulassen.

 

​​​​​​​Den gesamten Bericht können Sie als pdf herunterladen.

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