Συνεισφορές εκδηλώσεων

Die Katastrophe nach der Katastrophe

Diskussionsabend über die Folgen der Flut in Pakistan

Der pakistanische Botschafter Shahid A. Kamal hat sich in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung bei einem Diskussionsabend über die Flutkatastrophe in Pakistan zutiefst für die deutsche Unterstützung bedankt. Er gab einen Überblick über die Folgen der Katastrophe und sprach über die Aufbaupläne der pakistanischen Regierung.

Anfang August hatten die Überschwemmungen des Indus den Norden Pakistans überrascht, doch auch der Süden des Landes wurde in den folgenden Wochen schwer von der Flut getroffen. Mindestens 1.700 Menschen starben. Insgesamt sind 20 Millionen Menschen von der Flut betroffen, die sich auf einem Gebiet von der Größe Englands ausbreitete. „Es ist eine Katastrophe von biblischem Ausmaß“, sagte Botschafter Kamal vor rund 80 Zuhörern.

Besonders die Überflutung von 2 Millionen Hektar Farmland und die intensiven Schäden an Brücken, Verkehrswegen und der gesamten Infrastruktur erschweren den Wiederaufbau. Während im Süden zudem noch zahlreiche Distrikte unter Wasser stehen, droht im Norden bereits der Einbruch des kalten Winters. Kamal versprach daher einen „schnellen und transparenten Wiederaufbau“. In allen anderen Bereichen würde gespart, um dieses Ziel zu erreichen. Mit dieser Botschaft will Pakistan auch bei einer großen Fluthilfe-Konferenz im November nochmals um internationale Unterstützung werben. „Die Solidarität der Weltgemeinschaft steht hier auf dem Prüfstand“, so Kamal.

Aus der Perspektive des Deutschen Roten Kreuzes berichtete Dr. Johannes Richert, der Bereichsleiter Nationale Hilfsgesellschaften des DRK, auf dem Podium über die Nothilfe in Pakistan. Er lobte die gute Zusammenarbeit des Roten Kreuzes mit der Partnerorganisation Roter Halbmond, die bereits nach dem Erdebeben in Kaschmir im Jahr 2005 eine bessere Nothilfe-Struktur für Pakistan aufgebaut hatte.

Gleichzeitig bezeichnete Richert das verstärkte Hilfsengagement von Glaubensgruppen als besorgniserregend. Dieses sei oft nur ein Vorwand, um in den verschiedenen Regionen Fuß zu fassen, sagte Richert. Botschafter Kamal wies allerdings darauf hin, dass die Bevölkerung keinen Wert auf die Hilfe von militanten Glaubensgruppen legt. Dies könne nur dort funktionieren, wo keinerlei andere Hilfe verfügbar sei.

Eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Hilfsorganisationen in Pakistan schloss Johannes Richert indes aus: „Dafür ist das Ausmaß der Krise zu groß.“ Die Internationale Gemeinschaft warnte er davor, zu hohe Erwartungen bei der Katastrophenhilfe zu erzeugen: „Die geschürten Hoffnungen müssen auch erfüllt werden, sonst führt das zu einem Vertrauensverlust in der Region.“

Dr. Babak Khalatbari, der das Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Islamabad leitet, sprach mit Blick auf die aktuelle Situation in Pakistan von der „Katastrophe nach der Katastrophe“. Viele Menschen hätten alles verloren, rund 2 Millionen Häuser sind zerstört. „Eine Katastrophe dieses Ausmaßes hätten auch europäische Staaten nicht bewältigen können“, ist sich Khalatbari sicher.

Er lobte das pakistanische Parlament für seine schnelle und entschlossene Reaktion auf die Katastrophe, berichtete aber auch, dass der Staat im Katastrophengebiet dennoch als schwach wahrgenommen wird: „Das Militär konnte mit seinen Hilfseinsätzen die eigene Reputation erhöhen, doch das wird nicht auf den Staat übertragen.“ Zudem sei die Armee durch die Nothilfe im Kampf gegen den Terrorismus deutlich geschwächt.

Eine weitere Problematik ist die Tatsache, dass das Militär nicht überall im Land Zugang hat. „Es gibt einzelne Gebiete, in denen der Staat keinen Einfluss hat und dementsprechend auch keinen Wiederaufbau betreiben kann“, sagte Khalatbari. Als größte kommende Herausforderungen nannte er den Kampf gegen die Inflation, eine gut funktionierende Nahrungsmittelversorgung sowie die transparente und effiziente Verwaltung von Hilfsgeldern.

Diese Gelder kommen im Angesicht der Katastrophe sogar aus eher unerwarteter Richtung. Sowohl Indien als auch der Iran haben sich über die Vereinten Nationen und den Roten Halbmond an den Aufbauhilfen für Pakistan beteiligt. Ob das ein erster Schritt der Annäherung zwischen den verfeindeten Staaten ist, vermochte Botschafter Kamal nicht zu sagen. Dennoch trage dies zu einer Verbesserung des Klimas bei, sagte er: „Wir müssen alles für den Frieden in der Region tun, dazu gehört auch, die bestehenden Probleme Schritt für Schritt zu lösen.“

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