Detalji
„Diversitätspolitik“ ist ein Thema, das polarisiert: Die Kritiker dieser Politik werfen ihren Befürwortern moralische Überheblichkeit vor. Umgekehrt halten die Befürworter den Kritikern vor, bestehende Diskriminierungen aufrechterhalten zu wollen. Einig sind sich beide nur im wechselseitigen Ideologieverdacht.
Worum geht es? „Diversität“ bedeutet Vielfalt und steht für das Recht einer diskriminierungsfreien Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – unabhängig von Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Geschlecht, körperlichen Einschränkungen oder sexueller Orientierung. Diversitätspolitik soll dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen. Umstritten aber sind zwischen Befürwortern und Gegnern der Diversitätspolitik vor allem die Mittel, mit denen diese Politik in Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft durchgesetzt werden sollen.
Sind die Positionen der Befürworter und Kritiker der Diversitätspolitik wirklich so unversöhnlich, wie die Aktivisten beider Seiten uns glauben machen wollen? Welche Anliegen sind berechtigt, welche übertrieben? Gibt es neben trennenden Auffassungen auch ein gemeinsames Interesse?
Diese Fragen diskutieren wir mit Dr. Sandra Kostner, Geschäftsführerin des Masterstudiengangs „Migration, Diversität und Teilhabe“ und Diversitätsbeauftragte der PH Schwäbisch Gmünd, sowie mit Dr. Alain Policar von Institut für Politikwissenschaften, Paris.
Begrüßung und Einführung
Dr. Christina Schröer, Bonn
Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Centre Ernst-Robert-Curtius
Diversitätspolitik
Dr. Sandra Kostner
Geschäftsführerin Masterstudiengang „Migration, Diversität und Teilhabe“ und Diversitätsbeauftragte der PH Schwäbisch Gmünd
Dr. Alain Policar, Paris
Politikwissenschaftler und Soziologe am Institut für Politikwissenschaften der Sorbonne
Moderation
Andreas Noll, Bonn
Journalist Deutschlandfunk/Deutsche Welle