Analysen und Argumente

Ausgewählte Beiträge zur Serie mit internationalem Bezug

Integration durch Sport

Konkrete Ansätze für eine gelingende Integration

Sport gilt allgemein als Integrationsmotor. Er bietet Raum für zwischenmenschliche Begegnungen und ein unverkrampftes Miteinander, über das Vorurteile abgebaut und Integration gestaltet werden kann. Gerade Sportvereine können für Menschen mit Migrationshintergrund und aktuell für Flüchtlinge ein Zugangsweg zu unserer Kultur und ein Lernort für Partizipation und bürgerschaftliches Engagement sein. Integration im Sport findet aber nicht wie von selbst oder nebenbei statt, sondern bedarf einer pädagogisch durchdachten Planung und Ausrichtung der Integrationsprozesse.

Gefährden Fake News die Demokratie?

Fake News sind kein neues Phänomen, erhalten aber in Zeiten der Digitalisierung aufgrund ihrer rasanten Verbreitung neue Brisanz. Sie konterkarieren die Idee einer offenen Informationsgesellschaft und sind daher besonders verwerflich. Wie kann man Falschmeldungen erkennen? Welche Möglichkeiten gibt es, um ihre Verbreitung zu unterbinden? Sowohl Nutzer als auch Anbieter können etwas dagegen tun. In einem Policy Paper werden die Möglichkeiten der Gegenwehr beschrieben.

Die Disruption der Meinungsbildung

Die politische Debatte in Zeiten von Echokammern und Filterblasen

Auch die politische Meinungsbildung erfolgt zunehmend über die sozialen Netzwerke. Offenbar trägt die Netzwerkstruktur der Social Media-Anbietern zu einem Bedeutungsverlust der traditionellen Medien bei und wirft damit große theoretische Fragen nach der demokratischen Meinungsbildung insgesamt auf. Insbesondere die Begriffe „Filterblase“ und „Echokammer“ werden häufig herangezogen, um dieses neue Phänomen zu beschreiben. Ist die Meinungsbildung durch das Netz in Gefahr, oder zeigt sich hier nur eine fortschrittsfeindliche Grundeinstellung?

Der Angriff des Populismus auf die Geschichte

Weshalb ein kritisches Geschichtsbewusstsein für die Demokratie unerlässlich ist

In vielen Ländern der Welt gefährden populistische Bewegungen liberale Demokratien. Populisten versuchen, Geschichte zu ihren Gunsten zu instrumentalisieren. Ideologisch geprägte Geschichtsbilder werden als Waffe gegen die Demokratie verwendet. Ein kritisches Geschichtsbewusstsein hilft, sich gegen Populismus zur Wehr zu setzen.

Künstliche Intelligenz

In vielen Lebensbereichen bald Selbstverständlichkeit

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Technologiefeld, das sich seit den 1990er Jahren mit enormen Fortschritten weiterentwickelt. Vieles, was wie Science Fiction anmutet, ist bereits Realität. KI wird die meisten Lebensbereiche verändern. Sowohl in der Forschung als auch in der Anwendung gehört Deutschland zur Spitzengruppe weltweit. Vorrangige politische Aufgaben, die es in Bezug auf KI zu lösen gilt, sind die Forschungsförderung, der Datenschutz und die Klärung ethischer und gesellschaftlicher Fragen.

Zeitgeschichtliche Bildung in der Schule – das Fach Geschichte

Zeitgeschichtliches Wissen ist unabdingbar, um sich in Politik und Gesellschaft zu orientieren. Es trägt in einer komplexer werdenden Gesellschaft zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Um Jugendlichen bessere Kenntnisse in Zeitgeschichte und Politik zu vermitteln, bedarf es einer Aufwertung des Geschichtsunterrichts in der Schule: Die derzeitigen Stundenzahlen reichen nicht aus; die Curricula für das Fach Geschichte sind überarbeitungsbedürftig. Zeitgeschichte muss als Schwerpunkt - auch gegenüber anderen Fächern - gestärkt werden.

Diktatur oder Demokratie?

Defizite im zeitgeschichtlichen Wissen

Jugendliche in Deutschland verfügen über erschreckend geringes zeitgeschichtliches Wissen. Es fehlt vielfach an Grundwissen über den Nationalsozialismus, die DDR und die Bundesrepublik. Es mangelt an Kenntnissen, um zwischen Diktaturen und Demokratien sicher unterscheiden zu können. Die Konsequenz sind erhebliche Fehleinschätzungen in der Systembewertung und der aktuellen politischen Situation. Die Defizite begünstigen politische Populisten und Extremisten und gefährden die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

Blockchain – Disruption der öffentlichen Verwaltung?

Eine Technologie zur Neugestaltung der Verwaltungsprozesse

Können Algorithmen die Bescheide über Rente, Scheidung oder Steuern rechtssicher ausstellen? Wird der aktuelle Hype um die Blockchain-Technologie die Verwaltung erreichen und dort einen disruptiven Charakter haben? Die vorliegende Publikation erklärt die Anwendungsszenarien von Blockchain für die öffentliche Verwaltung. Ohne zentrale Instanz, öffentlich einsehbar, manipulations- und ausfallsicher sind interessante Eigenschaften dieser Technologie. Doch ist sie auch umsetzungsreif für die Verwaltung?

Erst das wirtschaftliche Fundament, dann die soziale Säule

Kommentar zum Reflexionspapier der Europäischen Kommission zur sozialen Dimension Europas

Am 26. April veröffentlichte die Europäische Kommission ein Reflexionspapier zur sozialen Dimension Europas. Es skizziert drei Optionen für diekünftige Rolle der EU in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und Jugend. Das Papier enthält einige sinnvolle Vorschläge, der Subsidiaritätsgedanke kommt aber zu kurz. Keine der drei Optionen ist vollends überzeugend, stattdessen sollte sich die EU nach dem Motto „Weniger, aber effizienter“ auf Maßnahmen u.a. zur Stärkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit oder zur gegenseitigen Anerkennung von Abschlüssen konzentrieren.

Der Einfluss verschiedener Wirtschaftsmodelle auf die Europäisierung der Stabilitätspolitik

Eine Analyse anhand von Deutschland, Frankreich und Polen

Eine weitere wirtschaftspolitische Integration innerhalb der EU muss in einem konstruktiven Verhältnis zu den mitgliedstaatlichen Stabilitätskulturen stehen. Die Fortschritte bei der Formulierung gemeinsamer Regelungen ist dafür eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung. Eine weitere Integration setzt voraus, dass in den Mitgliedstaaten diskutiert wird, die nationalen Prägungen zugunsten einer gemeinsamen Stabilitätskultur als zentralem Bestandteil der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion weiterzuentwickeln.

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Die Reihe informiert in konzentrierter Form über Analysen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu relevanten aktuellen Themen. Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen eigener und externer Expertinnen und Experten vor, bieten Kurzanalysen von rund fünf Seiten und nennen KAS-Ansprechpartnerinnen.

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