Ein Plädoyer für eine „konzentrische Entwicklung“ Europas hielt Prof. Dr. Eckart Stratenschulte, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Nationalstiftung, am Sonntag im Schauspiel Stuttgart. Unter dem Titel „Europas Zukunft: Gewissheiten und Ungewissheiten“ diskutierten Gäste und Referent zu den Perspektiven der EU. Die Diskussion erfolgte im Vorfeld des Festivals „The Future of Europe“, einer Initiative des Schauspielhauses.
Stratenschulte wies auf die Bedeutung eines starken Europas hin: Sicherheitspolitik, Digitalisierung, Globalisierung und Migration, die Positionierung zu Russland, China, den USA seien Themen, die eine konsolidierte und gemeinsame Antwort Europas benötigten. Dazu sei eine Vertiefung der Strukturen der EU erforderlich, die jene vorantreiben sollten, die dazu bereit seien.
Der Referent warb auch dafür, die Vorschläge des französischen Staatspräsidenten, Macron, genau zu prüfen. Frankreichs Initiative dürfe nicht verpuffen. Deutschland und Europa müssten weiterhin die Lokomotive des Kontinents bleiben. Gerade die Vorschläge der gemeinsamen sozialen Standards seien vital. Eine Gesellschaft, dich nicht als gerecht empfunden werde, verliere an Attraktivität und Zusammenhalt.
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