Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) war auch in diesem Jahr wieder Partner der GLOBSEC. Eröffnet wurde die Konferenz vom Präsidenten der Tschechischen Republik, Petr Pavel.
Neben dem Wandel der Weltordnung und der geopolitischen Entwicklungen wurden auf zahlreichen Panels, in bilateralen Gesprächen und Side-Sessions Fragen der europäischen Sicherheit, der Krieg in der Ukraine, Energie- und Wirtschaftspolitik sowie geoökonomischer Wettbewerb, geopolitische Krisen und regionale Konflikte - insbesondere im Nahen Osten und im Indo-Pazifik, die Zukunft Europas und seine innere Widerstandsfähigkeit sowie Themen wie Technologie, digitale Souveränität und Sicherheit diskutiert.
Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer, besuchte die Globsec bereits zum zweiten Mal. Sie betonte während ihrer Ausführungen auf dem Panel, dass sich die geopolitischen Rahmenbedingungen deutlich verschieben und die bisherigen Gewohnheiten in den transatlantischen Beziehungen an Bedeutung verlieren, da die USA ihre sicherheitspolitischen Prioritäten zunehmend auf andere Regionen wie den Indopazifik verlagern. Vor diesem Hintergrund unterstrich sie, dass Europa seine Stärke ausbauen müsse, um seine Interessen eigenständig vertreten und künftig auf Augenhöhe mit den USA agieren zu können.
Zudem nutzte die Vorsitzende die Zeit auf der Konferenz für zahlreich bilaterale Gespräche mit politischen Analysten und Akteuren. Am Samstagvormittag stand dann abschließend ein Besuch bei Radio Free Europe auf dem Programm.
Dieses Jahr hatten wir für die Konferenz eine Delegation aus Kenia zu Gast in Prag, darunter den stellvertretenden Außenminister Korir Sing'oei sowie eine fünfköpfige Delegation aus Süd-Korea und Indonesien, deren Mitglieder wertvolle Einblicke in die Diskussion zu Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Indopazifik sowie zu den Beziehungen zwischen Russland und China, den USA und der NATO lieferten.
Die indopazifische Delegation bestand aus Dino Patti Djalal, Gründer der Foreign Policy Community und ehemaliger stellvertretender Außenminister Indonesiens, Alex Soohoon Lee, Leiter der Abteilung für Außenbeziehungen am Korea Institute for Defense Analyses (KIDA), Yoon Jung Choi, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sejong-Institut (Republik Korea) sowie Philips J. Vermonte, Executive Director des Centre for Strategic and International Studies (CSIS), Indonesien. Die Mitglieder der Delegation waren als Redner in verschiedenen Diskussionsrunden und Paneldebatten vertreten.
Im Vorfeld der Konferenz absolvierte die Delegation zunächst ein zweitägiges Gesprächsprogramm in Berlin. In Prag traf die Delegation am Tag vor dem Beginn der Konferenz Radko Hokovský, den Sekretär von Präsident Petr Pavel, den ehemaligen tschechischen Außenminister Jan Lipavský sowie Oberst Sergii Osachuk, Erster Sekretär der ukrainischen Botschaft in Prag. Im Mittelpunkt dieser Gespräche standen insbesondere Fragen der europäischen Sicherheitsarchitektur, der Außenpolitik im Indo-Pazifik sowie die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg.
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