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KAS/ Johannes Klinghammer
Báo cáo sự kiện

Mit Zeitzeugen im Gespräch: Projekttag "Brüche und Umbrüche - Jugend in der DDR"

của Katja Weingart
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR ist die Auseinandersetzung mit Diktatur und Unfreiheit weiterhin eine Herausforderung. Umso wichtiger sind Zeitzeugen wie Nadja Klier und Ingo Hasselbach, die jungen Menschen durch persönliche Erfahrungen vermitteln, wie das Leben im DDR-Unrechtsstaat aussah.

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Am Dienstag, den 20. Januar 2026, fand am Europäischen Gymnasium Bertha-von-Suttner in Berlin die Schulveranstaltung „Brüche und Umbrüche – Jugend in der DDR“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Politischen Bildungsforum Berlin der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert und richtete sich an drei Gruppen von Zehntklässlerinnen und Zehntklässlern des Gymnasiums. Ziel war es, jungen Menschen anhand persönlicher Erfahrungsberichte einen lebensnahen Zugang zur Geschichte der DDR zu ermöglichen.

 

Im Anschluss an die Begrüßung und Einführung durch die Tagungsleitung wurde der von Klier und Hasselbach gedrehte Dokumentarfilm „Wir woll’n Euch mal wat fragen!“ gezeigt, der die Einleitung für die inhaltliche Auseinandersetzung bildete. Der Film verband persönliche Erinnerungen der beiden Zeitzeugen mit historischen Einordnungen und war daher ein passender Impuls für die folgenden Fragerunden. Nadja Klier berichtete dabei von ihrer eigenen Jugend in der DDR und den Erfahrungen politischer Verfolgung und Bespitzelung innerhalb ihrer Familie und ihrem Freundeskreis. Sie schilderte, wie früh junge Menschen mit staatlicher Kontrolle und Misstrauen konfrontiert wurden und welche langfristigen Auswirkungen dies auf das Leben der Betroffenen hatte. Ingo Hasselbach ergänzte diese Perspektive durch seine persönliche Geschichte, in der er insbesondere auf politische Radikalisierung einging. Er machte deutlich, wie Ausgrenzung, Orientierungslosigkeit und staatliche Repression dazu beitragen konnten, dass Jugendliche in extremistische Milieus abrutschten.

 

Die Jugendlichen nutzten in den anschließenden Fragerunden stets die Gelegenheit, kritisch nachzufragen und eigene Gedanken einzubringen, was zu lebhaften und teilweise sehr persönlichen Gesprächen führte. Da die Veranstaltung in drei aufeinanderfolgenden Einheiten mit jeweils einer 10. Klasse durchgeführt wurde, gab es ausreichend Raum für Austausch und Diskussion.

 

 Jede Einheit endete mit einer gemeinsamen Evaluation, in der Eindrücke gesammelt und konstruktives Feedback der Schülerinnen und Schüler erfragt wurde. Dabei zeigte sich, dass insbesondere der direkte Kontakt mit Zeitzeugen als sehr wertvoll wahrgenommen wurde und viele Jugendliche angaben, neue Aspekte der DDR-Geschichte gelernt zu haben.

Insgesamt verdeutlichte die Schulveranstaltung „Brüche und Umbrüche – Jugend in der DDR“, wie wertvoll persönliche Zeitzeugengespräche für die politische Bildungsarbeit sind. Durch die Kombination aus Film, persönlichem Erfahrungsbericht und offener Diskussion wurde Geschichte nicht nur vermittelt, sondern aus erster Hand erfahrbar gemacht.

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