Im Oktober 2017 hat Jan Wagner, der früher auch von der Stiftung gefördert wurde, den renommierten Büchnerpreis erhalten. Das nahm der gastgebende Generaldirektor des Naturkundemuseums Professor Johannes Vogel zum Anlass, den Zuhörern anhand der Erforschung und Restaurierung der Saurierskelette den engen Zusammenhang von Naturwissenschaft und Poesie nahe zu bringen.
Jan Wagner stellte fremde und eigene Tiergedichte vor und sprach mit dem Moderator Prof. Dr. Michael Braun (KAS) über die Faszination von Anatomie, Biologie und Naturkunde für die Poesie. Bücher habe politische Schriften in einer Botanisiertrommel über die Landesgrenzen geschmuggelt und sein poetisches Seziermesser gerade an den scheinbar nebensächlichen, unauffälligen Dingen gewetzt. Auch heute komme es darauf an, die Größe der kleinen Dinge zu entdecken und zum Leuchten zu bringen. Das gelang mit Gedichten über Quallen und Pitbulls, Eulen und Krähen, über vergessene Wörter und erfundene Landschaften. Und das mit einer Lust an Sprachklang und Sprachkunst, die das Publikum mit lang anhaltendem Beifall quittierte.
Und während die Gäste beim anschließenden Empfang von den Wagnerschen Gedichten schwärmten, entdeckte der Dichter in einem Nachbarraum „Tristan“: So heißt das besterhaltene Skelett eines T.rex, das im Berliner Naturkundemuseum aufgebaut ist. Ein Anlass vielleicht für Gedichte über große Tiere?
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