Artikel

Goran Tomašević, Reuters

2019

Ebola im Kongo – eine hausgemachte Krise

von Benno Müchler

Vom Ausmaß kommt die aktuelle Krise in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) nicht an die Ebola-Epidemie in Westafrika heran. Doch neun Monate nach Ausbruch ist sie die zweitschwerste in der Geschichte der Virus-Erkrankung. Obwohl es heute einen Impfstoff gibt, gelingt es nicht, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen. Schuld daran ist die mangelhafte Sicherheitslage im Land. In nur wenigen Wochen stiegen die Todeszahlen von Ende März bis Mai 2019 von rund 600 auf über 1.000. Darauf zu vertrauen, dass der Kongo seine Probleme alleine löst, ist ein gefährliches Spiel. Für den neu gewählten Präsidenten ist die internationale Präsenz in seinem Land eine Stütze seiner eingeschränkten Macht.
Thomas Mukoya, Reuters

2019

Editorial Ai Sonderausgabe 2|2019

von Gerhard Wahlers

Zumindest im Kino konnten wir 2018 erleben, wie es in Afrika südlich der Sahara auch aussehen könnte: paradiesische Zustände und eine hoch entwickelte Zivilisation, die ihren ungeheuren Ressourcenreichtum nutzt, um der eigenen Bevölkerung ein Leben in Freiheit und Wohlstand zu ermöglichen und diese Errungenschaften auch nach außen zu verteidigen. Leider deckt sich die Realität mit den utopischen Zuständen im Königreich Wakanda und dem Kinofilm „Black Panther“ oftmals nicht.
Toru Hanai, Reuters

2019

Der Feind meines Freundes

von Detlef Rehn

Japans schwieriger Balanceakt zwischen Washington und Peking
Im Gegensatz zur Politik des „America First“ des US-Präsidenten Donald Trump hält Japan die Fahne des Multilateralismus hoch und hat besonders mit dem Abkommen über die Schaffung einer Transpazifischen Partnerschaft ein Ausrufezeichen für die Welthandelsordnung gesetzt. Im Handelskrieg zwischen den ­USA und China versucht Tokio, eine mittlere Position einzunehmen.
Christian Charisius, Reuters

2019

Deutschland im Indo-Pazifik

von David Brewster, C. Raja Mohan

Interessensicherung durch Bündnisse
Der indopazifische Raum wird zunehmend als fester, wenn auch noch nicht allgemein anerkannter Bestandteil der sich im Wandel befindenden ostasiatischen Geopolitik akzeptiert. Dadurch steigt die Notwendigkeit einer aktiveren Rolle Europas und Deutschlands in Asien und seinen Gewässern. Mit Blick auf den Aufstieg Chinas, die neue Selbstsicherheit Russlands und die steigende Unsicherheit bezüglich der traditionellen Bündnisse mit Amerika, müssen Europa und Deutschland notwendigerweise stärker zur Aufrechterhaltung einer regel­basierten Ordnung in Eurasien und dem Indo-Pazifik beitragen und gleichzeitig ihre eigenen Interessen wahren. Europa und Deutschland können die herausragende Rolle, welche die ­USA im vergangenen Jahrhundert in dieser Region spielten, nicht ersetzen. Sie können auch nicht unilateral handeln. Doch sie können die regionale Ordnung durch Bündnisse mit Ländern wie Australien, Indien und Japan mitgestalten.
Jonathan Ernst, Reuters

2019

America Alone

von Céline-Agathe Caro

Transatlantische Herausforderungen im Bereich Klima und Energie
Die Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens im Juni 2017 war eine der ersten konkreten Entscheidungen der Trump-Administration, die einen Rückschlag für die transatlantischen Beziehungen darstellte. Klimaschutz ist im Munde von Donald Trump oft ein Synonym für Stellenabbau und Überregulierung. Die umweltfeindliche Politik des amerikanischen Präsidenten hat negative Auswirkungen auf die transatlantische Zusammenarbeit, sowohl in außenpolitischen als möglicherweise auch in wirtschaftlichen Fragen. Die gute Nachricht: Trotz der Haltung der US-Administration bleiben die Ziele des Pariser Klima­abkommens für viele Akteure in den ­USA ein wichtiges Anliegen, was internationale Kooperationen ermöglicht.
Carlos Barria, Reuters.

2019

Der Fast-Foward-Präsident

von Paul Linnarz

Inwiefern Donald Trump vor allem langfristige Trends beschleunigt
Hoffnungen darauf, dass sich die westlichen Verbündeten nach den Zwischenwahlen in den ­USA politisch leichter durchsetzen können, sind unbegründet; viele Weichen wurden für die derzeitige politische Linie bereits vor langer Zeit gestellt. Neue Übereinkünfte sind jedoch möglich. Denn im Land selbst wächst der Widerstand gegen den Kurs von Präsident Trump.
Brian Snyder, Reuters.

2019

Editorial

von Gerhard Wahlers

Die ersten zwei Jahre Donald Trumps als 45. Präsident der Vereinigten Staaten haben das Vertrauen der Europäer in die USA als Partner stark in Mitleidenschaft gezogen und die transatlantischen Beziehungen belastet. Die vorliegende Bestandsaufnahme zur amerikanischen Außenpolitik unter Trump, die sich der tatsächlichen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA in fünf Regionen und fünf Politikfeldern widmet, zeichnet dennoch ein differenziertes Bild mit einigen Lichtblicken.
Joshua Roberts, Reuters.

2019

Ein transatlantisches Relikt?

von David Gregosz, Stephen Woolcock

Zur Zukunft der WTO und ihrer Rolle für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen
Die ­WTO muss sich den Veränderungen des Welthandels und der Investitionsströme anpassen, sonst wird sie in Zukunft eine weniger bedeutsame Rolle spielen als heute. Europa und die USA müssen ihre Differenzen hinter sich lassen und ihr Gewicht zugunsten der dringend notwendigen Reformschritte in die Waagschale werfen. Die Alternative zur WTO-basierten Weltwirtschaftsordnung wäre eine Weltwirtschaftsunordnung. Und das kann weder dies- noch jenseits des Atlantiks gewollt sein.

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen.

 

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Sebastian Enskat M.A.

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