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活动情况介绍

Digitalisierung und Sprache

Von Johanna Hohaus und Carolin Hartmann

Die gemeinsame Debattenreihe des PBF Sachsen und der Dresdner Universitätsbibliothek zu den Thema "Segen oder Fluch? Wie die Digitalisierung uns verändert" setzt sich kritisch mit der zunehmenden Digitalisierung auseinander und fragt, wie diese sich auf die verschiedenen Aspekte unseres Lebens auswirkt. Anhand der hohen Besucherzahlen und den intensiven Diskussionsbeiträge wird deutlich, dass ein großes Interesse für dieses Thema vorhanden ist. Zudem werden durch die Kooperation mit der Universitätsbibliothek auch Studenten erreicht.

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Die dritte Veranstaltung der Reihe „Segen oder Fluch? Wie die Digitalisierung uns verändert“ widmete sich dem Wandel der Sprache durch den Einfluss der Digitalisierung und ging unter anderem der Frage nach, welche Auswirkungen eine zunehmend digitale Kommunikation auf unseren Umgang mit der Sprache hat und wie sich dies wiederum auf uns rückwirkt. In einem sehr interessanten Vortrag gab Prof. Dr. Ludwig Eichinger, Direktor des Instituts für deutsche Sprache, Antworten auf diese und weitere Fragen.

Der gegenwärtige Wandel unserer Sprache sei laut Eichinger am wahrscheinlichsten mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichbar. In den letzten 20 Jahren habe sich eine Vielzahl an Erscheinungsformen der Sprache entwickelt und unser Verhältnis zu ihr sich dadurch auf verschiedenen Stufen verändert. Begonnen habe dieser Prozess mit der modifizierten Struktur von Texten durch deren Übertragung in die digitale Welt. Ein Beispiel hierfür stelle die E-Mail dar, welche als Äquivalent zum klassischen Brief mittlerweile dessen Funktionen erfülle. Digitale Enzyklopädien wie Wikipedia und Online-Wörterbücher hätten weiterhin begünstigt, dass bestimmte Textarten seltener in gedruckter Form genutzt würden.

Prof. Eichinger zeigte auf, dass sich von diesem Punkt an weitere Textformen mit eingebauten Möglichkeiten zur sofortigen bzw. zeitnahen Reaktion zu entwickeln begannen, welche in gewisser Weise den Weg für die Herausbildung einer digitalen Interaktion ebneten. Diese sei, ähnlich wie die Offline-Interaktion, mittlerweile mehrschichtig und transportiere somit verschiedene Schemata, auf die die Gesprächspartner reagierten. In diesem Zusammenhang sei zu beobachten, dass sich neue Handlungsformen wie etwa „liken“ herausbildeten, Texte deutlich an Länge verlieren würden und Sätze zu einer Art syntaktischen Kette geworden seien. Des Weiteren gewinne die Kombination von Text und Bild - das heißt die Verwendung von Emoticons - durch "I-Messaging" und WhatsApp verstärkt an Bedeutung und ersetze in vielen Situationen das geschriebene Wort, so Prof. Eichinger.

Insgesamt sei die „moderne Sprache im Internet“ durch ihre Kürze, die Medienmischung sowie die Relativierung schriftsprachlicher Normenvorstellungen gekennzeichnet. Gleichzeitig sei ein sich wandelndes Verhältnis der Sprache zu Raum und Zeit zu beobachten. Dennoch möchte Eichinger nicht von einem Sprachverfall sprechen, da sich die Sprache bereits in vielen Phasen verändert habe. Zum jetzigen Zeitpunkt sei allerdings nicht absehbar, in welche Richtung sich die Modifizierung der Sprache entwickele.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine intensive Diskussion, bei der verschiedene Perspektiven auf das Thema beleuchtet werden konnten.

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联系 Dr. Joachim Klose
Dr. Joachim Klose
Landesbeauftragter für die Bundeshauptstadt Berlin, Leiter des Politischen Bildungsforums Berlin und Leiter Grundlagenforum
joachim.klose@kas.de 030/26996-3253 030/26996-53253

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关于这个系列

德国康拉德•阿登纳基金会、它的培训机构、教育中心和其国外代表处每年举办数千个不同主题的活动。关于重要国际会议、大事活动、专题讨论会等等的报道我们及时且独家的公布在我们的网页www.kas.de。在这里您除了可看到内容摘要之外,还可看到额外的材料,例如照片、演讲稿、影片或录音。

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Dresden Deutschland