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MECA (Middle East Children's Alliance) – Seminar in Bet Hanina bei Jerusalem

od Hildegard Mohr

„Understandings and Misundertandings - Verstehen und Missverständnisse“

Dieses zweitägige Seminar muss als besonders und herausragend bewertet werden, weil es zu den wenigen, ausgesuchten Begegnungen gehört, die in dieser Zeit der politischen Unruhen, dem physischen Getrenntsein und der Schwierigkeiten – ja Unmöglichkeiten der Begegnung zwischen Palästinensern und Israelis dennoch stattfand.Es war vorbereitet durch getrennte Seminare am 26.03.04 in Ramallah und am 30.03.04 in Tel Aviv.

Unter großen persönlichen Schwierigkeiten und Risiken sind die Teilnehmer von beiden Seiten nach Bet Hanina gekommen. Die israelischen Teilnehmer mussten zusätzlich zu den physischen Barrieren zwischen Israel und den Palästinensischen Gebieten auch die Angst und die psychischen „Barrieren“ überwinden, denn ein freier Austausch ist zur Zeit praktisch unmöglich und Fahrten zur jeweils anderen Seite finden in der Regel nicht statt.

Die Palästinenser mussten Geld- und Haftstrafen befürchten, sollten Sie denn auf ihrer Reise zum Seminar entdeckt werden, denn der Tagungsort lag noch jenseits der Palästinensischen Autonomiegebiete und war deshalb den palästinensischen Teilnehmern als Aufenthaltsort verboten.

Das Seminar fand statt und zwar mit fast 80 Teilnehmern, die keine Mühen scheuten, um teilzunehmen. Die Wiedersehensfreude, die Ernsthaftigkeit der einzelnen Arbeitssitzungen, der Wunsch nach der Realisierung gemeinsamer Ziele und nach einer konkreten Veränderung der momentanen politischen Situation und der Lebensbedingungen sind schwer zu beschreiben und von europäischen Ländern und Lebensbedingungen aus kaum vorstellbar.

Professor Jona Rosenfeld und Professor Bernard Sabella eröffneten das Seminar mit eindrucksvollen Redebeiträgen:

Hier soll ein Eindruck wiedergegeben werden vom Inhalt der einzelnen Referate.

  • Gemeinsamkeit – warum?
  • Trennt der Trennzaun auch gemeinsame Aktivitäten und Schicksale für immer?
  • Wie kann mit und für Kinder gearbeitet werden, wenn Trennung vorherrscht?
  • Kann es gegenseitiges Vertrauen geben wenn:
    • Kennen lernen erschwert wird
    • Achtung des Anderen nicht gelingen kann
    • Begegnung nicht stattfinden kann
    • Es nur Schwierigkeiten gibt, dem anderen zu Vertrauen
    • Es scheint, als blieben zwei Gesellschaften einfach getrennt
    • Und müssten sich mit dieser Trennung abfinden.
Vertrauen kann nur aufgebaut werden durch:

  • gemeinsame Aktivitäten
  • gemeinsam gegründete Institutionen, Arbeitskreise, Programme
Vertrauen muss aufgebaut werden um Einfluss auf die Erziehung in Schulen, Kindergärten, Universitäten zu erlangen und zu behalten, Lehrpläne zu entwickeln und bestehende Methoden zu verändern.

Die Haltung der einzelnen Lehrer und Erzieher spiegelt wieder, warum trotz mangelndem Vertrauen, Angst und des Risikos der Begegnung so viele Teilnehmer kamen:

  • Glaube an die Koexistenz
  • Wille zur Veränderung der Situation
  • Ende der Gewalt erreichen
  • Weg zum Dialog suchen
  • Die große Angst, der bestehende Dialog könnte unterbrochen und gar beendet werden.
  • Kultur des Anderen kennen lernen
  • Aufbau von Beziehungen
  • „Lichter in die Finsternis stellen“
  • Die Erziehung als Schwerpunkt sehen, um einen Weg aus der Gewalt zu finden
  • Mitgliedern der eigenen Gesellschaft „zeigen“, dass man auf der „anderen Seite“ war und so Mut machen.
Nach dieser Einführung erarbeiten die Teilnehmer konkrete Praktiken für den Unterricht in einzelnen Arbeitsgruppen, die für die beiden Seminartage weiter bestanden.

Eine Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit und der Begegnung ist für beide Seiten klar und wird mit aller Kraft aufrechterhalten. Sollten die äußeren Umstände es überhaupt nicht erlauben eine Begegnung herzustellen, sind beide Seiten schon geübt in der Abhaltung von Konferenzen und Arbeitsgruppen via Telefon, Internet, SMS und Fax.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung leistet hier wichtigste Arbeit zum Friedensprozess in Nahost, zur Erziehung hin zu Demokratieverständnis und persönlicher Freiheit.

Die Co-Direktoren von MECA betonten immer wieder, das ohne diese enorme Stärkung seitens der KAS nicht nur die finanziellen Hürden wesentlich höher wären, sondern vor allem auch die täglichen Hindernisse aufgrund der Situation unüberwindlich seien.

Die KAS sei praktische und moralische Stütze in einer Zeit, in der es immer schwerer wird, aktiv am Frieden zu bauen.

Sdílet

kontaktní osoba

Dr. Alexander Brakel

Alexander.Brakel@kas.de
Seminář
1. - 2. dubna 2004
ökumenische Studienzentrum Tantur, Jerusalem
Zweitagesseminar mit israelischen und palästinensischen Lehrern und Erziehern

o této sérii

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erscheinungsort

Berlin Deutschland