Veranstaltungsberichte

Eröffnungsveranstaltung "Die Zukunft der Arbeit aus Sicht der Frau"

Erster Schwerpunkt: Die "Gig Economy"

An dem Treffen nahmen 15 Geschäftsfrauen, Unternehmerinnen und Fachleute teil. Die Rednerinnen waren Giulia de Sanctis (Panama), Rechtsanwältin, Mitglied des Vorstands des KAS-Netzwerks weiblicher humanistischer Führungskräfte Lateinamerikas, und Florencia "Piqui" Méndez, Gründerin und Teil der "Gig Economy".
Susanne Käss, Cornelia Schmidt-Liermann
Susanne Käss (Leiterin des Auslandsbüros der KAS in Argentinien), Cornelia Schmidt-Liermann (ehemalige nationale Abgeordnete)

Die Veranstaltungsreihe zu "Die Zukunft der Arbeit aus Sicht der Frau" organisiert die KAS zusammen mit der ehemaligen Abgeordneten Cornelia Schmidt-Liermann. Im Zentrum dieses Programms steht die humanistische Vision der Frauen im Hinblick auf die Zukunft der Arbeit vor dem Hintergrund der Sozialen Marktwirtschaft. Die Reihe von Aktivitäten wird sich mit fünf Zukunftsbereichen befassen: der "Gig Economy", der "Silver Economy", der "Big Tech Economy", der Kreislaufwirtschaft und dem sozialen Unternehmertum. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Veranstaltungsreihe sollen Empfehlungen für die Politik formuliert werden, welche insbesondere auf die Rolle der Frau in der Zukunft der Arbeit eingehen soll.

Die Eröffnungsveranstaltung wurde in Kooperation mit der Denkfabrik CARI organisiert. Thema war die "Gig Economy". Susanne Käss, Leiterin des KAS-Auslandsbüros in Argentinien, begrüßte die Teilnehmerinnen und wies auf die Ungleichheiten hin, unter denen Frauen im Bereich der Arbeit/Wirtschaft leiden. Die Pandemie habe gezeigt, dass es möglich sei, die Arbeit für Frauen umzugestalten. Darüber hinaus, ermöglichten neue Formen der Arbeit es Frauen, treibende Kraft und Protagonistin zu sein.

Die Rednerin Giula de Sanctis betonte die Bedeutung der Vernetzung für Frauen. Im internationalen Kontext ermögliche die Zusammenarbeit zwischen Frauen aus verschiedenen Ländern nicht nur den Austausch von Erfahrungen und Schulungen, sondern auch die Bereitstellung von Hilfe.

Cornelia Schmidt-Liermann stellte die Bedeutung des Konzepts der Sozialen Marktwirtschaft heraus. Mit einem Netzwerk von produktiven Frauen könne ein kooperatives Klima für eine Wirtschaftspolitik geschafft werden, die eine gerechtere und nachhaltigere Entwicklung anstrebt.

Florencia "Piqui" Méndez sprach aus eigener Erfahrung über die "Gig Economy". Dabei stellte sie sowohl Vor- als auch Nachteile heraus. Zum einen, begleite sie das Gefühl der Instabilität und Unvorhersehbarkeit. Andererseits gäbe ihr die "Gig Economy" Autonomie und Freiheit. In der Politik sei die Tätigkeit des "Produkt Influencers" jedoch noch nicht angekommen.

Im Anschluss an die Präsentationen teilten sich die Teilnehmerinnen in zwei Gruppen auf, um die politischen Rahmenbedingungen für die Zukunft der Arbeit im Bereich der "Gig Economy", insbesondere aus der Sicht der Frau, zu diskutieren. Diskutierte Ideen waren folgende: Zum einen sei ein solides institutionelles System der rechtlichen Unterstützung, welches darauf abziele, diese neue Arbeitsform zu fördern und zu schützen, von großer Bedeutung. Weiterhin seien klare Spielregeln im Rahmen der Gig Economy aufzustellen. Die Verinnerlichung des Konzepts der Gig Economy in der Politik und Kultur sei ebenfalls wichtig. Zudem sei der Zugang zu Krediten, die auf die "Gig Economy" und besonders Frauen ausgerichtet sind, essenziell. Eine große Rolle spielten auch Unterstützungsnetzwerke unter Frauen, welche Arbeitsplätze für Frauen bereitstellen. Die Teilnehmerinnen wiesen außerdem auf die Notwendigkeit einer Bildung für Frauen im Finanzbereich hin, durch welche sie grundlegende Finanzkonzepte erwerben.

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