Download In der Debatte (PDF) Ausgabe April 2026
Auf einen Blick
- Eine zunehmend von Machtpolitik geprägte Weltordnung setzt das Völkerrecht unter Druck. Deutschland wie auch Europa sind gezwungen, ihre sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit, Souveränität und die militärische Abschreckung deutlich zu stärken und resilienter zu werden. Neue Arten der Kriegführung erfordern ein Umdenken in der Verteidigungspolitik. Die unberechenbare Politik des amerikanischen Präsidenten zeigt die Grenzen der multilateralen Ordnung und die Gefahr doppelter moralischer Standards auf. Dies spiegelt sich im Streit zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. wider, der auch Auswirkungen auf die Katholiken in den USA zeigt.
- Zukunftsängste, Fragmentierung des politischen Systems, technologische Machtverschiebungen und populistische Herausforderungen setzen liberale Demokratien unter Druck. Reformbereitschaft, strategische Klarheit und eine erneuerte Balance zwischen Freiheit, Sicherheit und staatlicher Handlungsfähigkeit können probate Gegenmittel sein.
- Die deutsche Erinnerungskultur erscheint als ein fortdauernder, konflikthafter Prozess, der zwischen Verdrängung, moralischer Selbstvergewisserung und historischer Aufklärung schwankt. Die notwendige Erinnerung muss sich gegen politische Instrumentalisierung behaupten.
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