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Otto-von-Bismsarck-Stiftung Friedrichsruh, A 166

Vom Mythos zum wissenschaftlichen Narrativ

Wie aus dem Kaiserreich ein „Bismarckreich“ wurde

Die Geschichte des ersten deutschen Nationalstaats ist bis heute untrennbar mit dem Namen Otto von Bismarcks verbunden. Das Bild vom „Eisernen Kanzler“ und „Reichsgründer“ geht jedoch auf einen geschichtspolitischen Mythos zurück, der schließlich auch von der Geschichtswissenschaft übernommen wurde.

Gedenken und Erinnern | Europa und die Neuordnung der Welt | Demokratie und Meinungsfreiheit

"In der Debatte" bietet einen Blick ins politisch-historische Feuilleton im Februar 2026 – analysiert, bewertet, ordnet ein und fasst zusammen.

Zwei Themen dominieren "In der Debatte" im Februar: Die Erinnerungskultur steht heute unter starkem Druck, da Zeitzeugen immer weniger werden und auch antisemitische Tendenzen weltweit wieder zunehmen. Um dem wirksam zu begegnen, müssen neue Formen des Gedenkens entwickelt und bloßes Erinnern in aktives gesellschaftliches Engagement überführt werden. Europa steht angesichts globaler Machtverschiebungen, wachsender sicherheitspolitischer Unsicherheit und der Erosion internationaler Regeln vor erheblichen Herausforderungen, die sogar eine neue Debatte über deutsche Atomwaffen anstoßen. Handlungsfähig bleibt der Kontinent nur, wenn er interne Blockaden überwindet, technologische und wirtschaftliche Modernisierung vorantreibt und eine gemeinsame, glaubwürdige Sicherheitsarchitektur entwickelt.

picture alliance/dpa | Andreas Stein

"Putin kann keine Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in seiner direkten Nachbarschaft dulden."

Interview mit der Osteuropahistorikerin Ricarda Vulpius anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Überfalls der Ukraine.

Zwischen Stromausfällen und Drohnenalarm: Ricarda Vulpius berichtet über den Alltag ukrainischer Kollegen und Kolleginnen im Krieg und die Arbeit der Deutsch-Ukrainischen Historischen Kommission. Sie erklärt, warum die Ukraine lange eine „übersehene Nation“ war, analysiert Putins Geschichtsnarrative und beantwortet die Frage, wie echte Solidarität mit der Ukraine heute aussehen kann.

Picture Alliance/dpa

Februar 1956: Chruschtschows Geheimrede und die Grenzen der Entstalinisierung

Reformhoffnungen und Gewalt in der Sowjetunion und Ostmitteleuropa

Als Nikita Chruschtschow im Februar 1956 auf dem 20. Parteitag der KPdSU mit Josef Stalin abrechnete, löste er ein politisches Erdbeben aus. Seine Kritik am „Personenkult“ nährte Hoffnungen auf Reformen – und schürte zugleich Ängste vor Kontrollverlust. Von Moskau über Ost-Berlin bis Budapest zeigte sich bald: Die Entstalinisierung hatte klare Grenzen.

F.A.Z.-Foto / Wolfgang Haut

Liberalismus und Demokratie

Zur Revision der Verhältnisbestimmungen von Carl Schmitt, Ernst-Wolfgang Böckenförde und Jürgen Habermas. Eine aktualisierende Skizze.

Carl Schmitts Theorie, die Liberalismus und Demokratie strikt trennt, beeinflusst heute den geopolitischen Diskurs, insbesondere in autoritären Regimen. In Auseinandersetzung mit Schmitts Werk entwickelten Staatsrechtler in der Bundesrepublik Deutschland Gegenpositionen, die Grund- und Menschenrechte sowie die unabdingbare Verbindung von Demokratie und Liberalismus betonen. Ausgehend von diesen Autoren, plädiert der Autor für die Macht des Rechts und den Vorrang politischer Liberalität.

Gemma Levine/Getty Images

Was war der Cold War Liberalism?

Zur historischen Eigenart, inneren Spannung und aktuellen Relevanz eines skeptischen Liberalismus

Angesichts einer global diagnostizierten Krise des Liberalismus fragen Historiker und Politikwissenschaftler nach dem intellektuellen Erbe liberaler und konservativer Denker des 20. Jahrhunderts. Der Beitrag rekonstruiert die oft missverstandenen Ideen und Überzeugungen der Cold War Liberals zwischen Antitotalitarismus, Wertepluralismus und sozialstaatlicher Verantwortung, lotet ihre ethischen und politischen Grundannahmen aus und fragt nach ihrer Tragfähigkeit für eine Gegenwart, in der Optimismus, Fortschrittsglaube und institutioneller Konsens brüchig geworden sind.

KAS / Giuseppe Moro

Wenig Neues vom „Alten“

Drei Neuerscheinungen zum 150. Geburtstag Konrad Adenauers

Norbert Frei: Konrad Adenauer. Kanzler nach der Katastrophe. C.H. Beck Verlag, München 2025; Friedrich Kießling: Adenauer. Dreieinhalb Leben. dtv, München 2025; Holger Löttel: Konrad Adenauer. Leben in Zeiten des Umbruchs. BeBra Verlag, Berlin 2025.

Die Neuordnung der Welt | Gefahren für die Demokratie | Antisemitismus und Antizionismus

"In der Debatte" bietet einen Blick ins politisch-historische Feuilleton im Januar 2026 – analysiert, bewertet, ordnet ein und fasst zusammen.

"In der Debatte" wirft im Januar 2026 einen Blick auf diese Themen: Europa erlebt durch Trumps Drohungen zunehmende Unsicherheit über die Verlässlichkeit der USA, ist jedoch aufgrund eigener politischer und wirtschaftlicher Stärke nicht vollständig machtlos. Demokratien geraten zusätzlich unter Druck, da autoritäre Bewegungen und extremistische Gruppen gesellschaftliche Normen verschieben. Gleichzeitig verschärfen sich antisemitische und antizionistische Tendenzen in verschiedenen politischen Milieus und führen zu einer bedrohlichen Normalisierung im öffentlichen Diskurs.

ETH-Bibliothek Zürich, Thomas-Mann-Archiv / Fotograf: Unbekannt / TMA_0558

Reflexion der Nationalgeschichte durch das Brennglas der Literatur

„Kiesels Sondierung der Zeugnisse ist ein ernstes Memento und eine starke Anregung für die Geschichtswissenschaft“.

Helmuth Kiesel: Schreiben in finsteren Zeiten. Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1933-1945. C.H. Beck, München 2025.

picture alliance / Kay Nietfeld/dpa | Kay Nietfeld

Probleme deutscher und europäischer Sicherheitspolitik

Die Bundeswehr zwischen nationalen Interessen und internationaler Verantwortung

Die deutsche Sicherheitspolitik steht angesichts der verschlechterten internationalen Rahmenbedingungen vor wachsenden Herausforderungen. Eng eingebettet in NATO und EU muss sie nationale, europäische und transatlantische Interessen immer wieder neu austarieren. Wilfried von Bredow zeigt in der 21. Ausgabe von Zeitgeschichte AKTUELL, wie diese Spannungen unmittelbare Folgen für Auftrag, Ausrüstung und Rolle der Bundeswehr haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland und Europa ihre sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit unter veränderten strategischen und technologischen Bedingungen sichern können.

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