Publikationen

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Südosteuropa: Empfehlungen zu Aufsichtsräten und Finanzierung

Auf Einladung des KAS-Medienprogramms trafen sich mehr als 20 Medienrechts-Experten aus Südosteuropa und Deutschland, um über die rechtlichen Grundlagen des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) zu diskutieren. In einem Workshop erarbeiteten sie am 8. Oktober in Tirana Empfehlungen, die zur effektiveren und politisch-unabhängigeren Organisation der Aufsichtsräte und zur perspektivisch besseren Finanzierung des ÖRR dienen sollen. Das KAS-Medienprogramm möchte damit und mit seinen weiteren Projekten einen Impuls für mögliche Reformen der öffentlich-rechtlichen Rundfunksysteme in Südosteuropa geben.

Journalistisch orientiertes Praktikum in der Medienzusammenarbeit

Das Medienprogramm Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung mit Sitz in Sofia, Bulgarien, bietet vom Mai bis Juli 2022 Praktikumsstellen (2-3 Monate) an.

KAS MP SOE

Hendrik Sittig: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk darf kein Spielball der Politik sein“

Der Leiter des KAS-Medienprogramms Südosteuropa im Live-Gespräch mit der BNR-Journalistin Irina Nedeva

In den vergangenen Monaten hat das Medienprogramm Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) einen verstärkten Blick auf die aktuelle Situation und Entwicklung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Südosteuropa geworfen. Herausgekommen ist nun das neue Buch „A pillar of democracy on shaky ground – Public Service Media in South East Europe.

Große Mehrheit in Südosteuropa: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist wichtig für die Demokratie

Meinungsumfrage des KAS-Medienprogramms Südosteuropa zum Stellenwert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in zehn südosteuropäischen Ländern

Für mehr als zwei Drittel der Mediennutzer in Südosteuropa ist der öffentlich-rechtlichen Rundfunk wichtiger Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft. Zugleich sehen aber fast 65 Prozent der Befragten die öffentlich-rechtlichen Medien politischem Einfluss ausgesetzt. Das geht aus einer aktuellen Meinungsumfrage des Medienprogramms Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in den zehn Ländern, die das KAS-Programm mit Sitz in Sofia beobachtet, hervor.

Neues Buch: Eine Säule der Demokratie auf wackeligem Boden – öffentlich-rechtliche Medien in Südosteuropa

Das KAS-Medienprogramm gibt erstmals einen umfassenden Überblick über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Südosteuropa

Samuel Morazan auf Pixabay

Unabhängigkeit des Bulgarischen Nationalen Radios (BNR) in Gefahr?

Die vorübergehende Suspendierung einer Moderatorin, ein fünfstündiger Sendestopp und die Frage, wer hier wo und warum an welchen Fäden zieht

Es ist die schwerste Krise in der bulgarischen Medienlandschaft seit langem. Seit einigen Tagen kommt das Bulgarische Nationalradio nicht aus den Schlagzeilen. Die zeitweilige Versetzung einer langjährigen Moderatorin zeigt den politischen Einfluss auf die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Bulgarien. Der Protest der Kollegen und Hörer zeugt jedoch vom Bewusstsein, sich dagegen wehren zu können.

BNR

Hendrik Sittig: „Die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender muss durch die Art der Finanzierung und die Auswahl der Kontrollgremien gewährleistet werden“

Leiter des KAS-Medienprogramms Südosteuropa im Interview für das Bulgarische Nationalradio (BNR)

Der Bericht „Öffentlich-rechtliche Rundfunksender im Kreuzfeuer der Protestbewegungen“ des KAS Medienprogramms Südosteuropa findet große Aufmerksamkeit. Nachdem die Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits am 19. März die Analyse über die aktuellen Demonstrationen in Montenegro, Serbien, Kroatien und Albanien zum Anlass für einen eigenen Bericht genommen hat, war der Leiter des Medienprogramms, Hendrik Sittig, am 21. März Live-Gast beim Bulgarischen Nationalradio (BNR).

Birger Hoppe / flickr / CC BY-NC-ND 2.0

Öffentlich-rechtliche Rundfunksender im Kreuzfeuer der Protestbewegungen

Demonstranten in Südosteuropa kritisieren Regierungen und fordern mehr Unabhängigkeit des Rundfunks

Es brodelt in Südosteuropa. Schon ist die Rede von einem „Balkanischen Frühling“. In den Hauptstädten Serbiens, Montenegros, Albaniens und Kroatiens demonstrieren viele Menschen aus Unzufriedenheit mit ihren Regierungen. Diese Frustration wendet sich auch oft gegen die Medien in den Ländern – insbesondere gegen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die häufig als Sprachrohr der Regierung verstanden werden. Die Protestierenden fordern deshalb in den meisten Fällen auch die Rücktritte der Sender-Intendanten.

KAS MP SOE

Bulgarien: Vertrauen in Medien weiterhin im Tief

Fast zwei Drittel der Bulgaren sind überzeugt, die Medien in ihrem Land können nicht unabhängig berichten.

Nur jeder Zehnte bezeichnet Journalisten als vertrauenswürdig. Das höchste institutionelle Vertrauen genießen die EU und Deutschland. Dies sind die Hauptergebnisse einer landesweiten Umfrage im Auftrag des Medienprogramms Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).

Jeder zweite Mazedonier glaubt nicht an Unabhängigkeit der Medien

In Mazedonien herrscht nur wenig Vertrauen in die Arbeit der Medien: Jeder zweite Mazedonier ist der Meinung, die Journalisten in seinem Land können nicht unabhängig berichten. Zudem fühlt sich nur ein Drittel der Bevölkerung gut über aktuelle politische Themen informiert. Generell beziehen die Mazedonier ihre Informationen über Politik überwiegend durch das Fernsehen. Außerdem gibt es ein relativ hohes Vertrauen in die EU und NATO. So lauten die Hauptergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Medienprogramms Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung.