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Dr. Katrin Menzel
Αναφορές εκδηλώσεων

Kopenhagen – Musterbeispiel der Stadtentwicklung

από Dr. Kathrin Menzel

Einblicke in die Hauptstadt Dänemarks - zwischen Tradition, Innovation und Lebensqualität

Kopenhagen gilt als Vorreiter moderner Stadtentwicklung und hoher Lebensqualität. Die Reise des Freundeskreises bot spannende Einblicke in innovative Architekturprojekte, nachhaltige Stadtplanung und die gesellschaftlichen Erfolgsfaktoren Dänemarks – ergänzt durch beeindruckende Kultur- und Kunsterlebnisse.

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Κοινοποίηση

Dänemark liegt im World Happiness Report stets unter den Top 3. Im Jahr 2025 waren nur die Finnen und Isländer glücklicher als die Dänen. Deutschland befindet sich dagegen auf Platz 17.

Als Kriterien für Glück gelten u.a. sozialer Zusammenhalt und Unterstützung, Gesundheit und Lebenserwartung, Entscheidungsfreiheit und Vertrauen in einen gerechten und funktionsfähigen Staat.

Aber wie sieht der Glücksindex einer Reisegruppe des Freundeskreises der Adenauer-Stiftung aus, wenn sie nach einer kurzen Anreise aus Deutschland in einem der schönsten und historische interessanten Hotels Kopenhagens (Phoenix, Bredgade 37) ankommt und sich auf eine viertägige gemeinsame Tour durch Kopenhagen, UNESCO-Welthauptstadt der Architektur 2023, begibt?

Schon nach kurzer Zeit entsteht soziales Wohlbefinden durch ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl. Laut einer Umfrage von Ernst & Young (2017) sind nur vier Prozent der Dänen bereit, Regeln zu brechen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 23 Prozent. Reisende des KAS- Freundeskreises brechen zumindest während der Reise keinesfalls Regeln: Alle sind pünktlich und auch bei längeren Fußmärschen bleibt die Gruppe trotz gehobenen Lebensalters vereint, das stets anspruchsvolle Tagesprogramm wird in Wertschätzung und mit Disziplin absolviert.

Kopenhagen hat Vieles zu bieten, das auf Wirtschaftskraft, innovative Durchsetzungsfähigkeit auch bei Großprojekten und funktionierendes öffentliches Handeln hinweist.

Das Wachstum der Wirtschaftsleistung lag 2024 bei 3,6 Prozent und wird für 2025f. auf mehr als 2,5 Prozent geschätzt.

Eines der größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte präsentiert sich dem staunenden Betrachter (zunächst in Wettbewerb und Modell und dann vor Ort): Nordhavn am Øresund. In einem vom Hafen geprägten ehemaligen Industriegebiet, auf miteinander verbundenen Inseln und vordringlich für Fußgänger und Fahrradfahrer konzipiert, entstehen architektonisch ambitionierte, den Klimawandel berücksichtigende Gebäude zum Wohnen und Arbeiten für 40.000 Menschen. Nach dem Gespräch mit einem äußerst kompetenten Mitarbeiter der Deutschen Botschaft ist anschließend von der im Dachgeschoss des Portland Towers gelegenen Kantine das beeindruckende Areal ausgebreitet.

In CopenHill (auch Amager Bakke genannt) als weithin sichtbare Müllverbrennungsanlage wird nicht „nur“ für zehntausende Einwohner Strom und Fernwärme erzeugt. Attraktivität erlangt dieses städtische Vorhaben dadurch, dass auf dem (Müll-)Berg eine mit Neveplast beschichtete Skipiste angelegt ist, auf der ganzjährig Ski gefahren werden kann. Wem das zu unsportlich wäre: an der Außenwand befindet sich die mit 85 Metern vorgeblich welthöchste künstliche Kletterwand.

Architektonische und sportliche Höchstleistung offeriert der Besuch im, von Henning Larsen entworfenen und 2005 eröffneten, Neuen Opernhaus. Auf der kurzen Fährfahrt hin im Abendlicht und zurück vor nachtblauem Himmel, aber auch innen, mit dem kürbisform und -farben holzumkleideten Zuschauerraum oder auf der Dachempore ist der Bau rasend schön. Rasant führt uns der Choreograf Akram Khan und die Musik/Sounddesign von Vincenzo Lamagna mit dem Royal Danish Ballet durch die Tragödie um Lady Macbeth. Großes Drama!

Auf einem Küstenhang am Øresund, an der Meerenge zu Schweden und bei klarem Wetter mit Blick auf Malmö liegt der zum Louisiana-Museum of Modern Art gehörende Skulpturenpark, der u.a. Werke von Alexander Calder, Henry Moore und Richard Serra präsentiert. Gemeinsam mit dem Arken Museum of Modern Art und der Ny Carlsberg Glyptotek wird den kunstsinnigen Reisenden des Freundeskreises auch Unbekanntes (dänische Kunst…) ans Herz und zur späteren Schärfung des eigenen Sachverstandes nahe gelegt.

Bei den angeregten Tischgesprächen drängt sich der Vergleich mit Deutschland auf. In Dänemark werden, auch aktuell vor der Regierungsbildung, über Parteigrenzen hinweg und sogar mit der Opposition gemeinsame Lösungen und Kompromisse konsensorientiert gesucht. Als markantes Beispiel dafür steht die spätestens seit 2018 bei vergleichbarer Ausgangslage äußerst unterschiedliche Reaktion in der Migrationspolitik beider Länder. In Deutschland befindet sich die Debatte dagegen (medial und politisch) in einer Schleife der Polarisation, Schuldzuweisung und Dauerkritik. So scheint die breite Öffentlichkeit bereits nach einem Viertel der Legislaturperiode überzeugt zu sein, dass auch diese Koalition scheitern muss.

Im Glücksindex wieder auf nahezu deutschem Niveau angekommen, treten wir mit Bedauern die Rückreise an.

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Stefanie Reuter

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