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Facts and Findings

The (in)visibility of (forced) prostitution in the criminal justice system

by Angelika Allgayer

Is a Prohibition to buy sex a solution?

A penalised ban on buying sex is the subject of controversial debate. In principle, it is not the task of (criminal) law to enforce moral standards of behaviour or to protect people from the consequences of the life decisions they make on their own responsibility. Does this apply to prostitution? The analysis addresses whether prostitution and human trafficking can be curbed with the help of a sex purchase ban based on the "Nordic model".

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Die gesellschaftliche Haltung zur Prostitution ist historisch betrachtet seit jeher wechselhaft; als Problemfeld wurde sie stets wahrgenommen. Seit dem Prostitutionsgesetz des Jahres 2001 ist Prostitution in Deutschland rechtlich anerkannt. Ausreichender Schutz der Betroffenen wurde hierdurch nicht erreicht. Auch das Prostituiertenschutzgesetz vom 21. Oktober 2016 hat sein selbst gestecktes Ziel verfehlt. In der Polizeilichen Kriminalstatistik sinken die Opferzahlen wie auch die Zahlen der Verurteilten im Bereich der Rotlicht-Kriminalität seit mehr als 20 Jahren anhaltend. Ermittlungsverfahren und Verurteilungen wegen Zuhälterei, Menschenhandel und Zwangsprostitution werden immer seltener. In Deutschland ist (nicht nur) vor diesem Hintergrund die Diskussion entbrannt, ob ein Wechsel zum „Nordischen Modell“ erfolgen sollte.
Das Europaparlament hat sich bereits am 14. September 2023 für ein Sexkauf-Verbot nach dem „Nordischen Modell“ ausgesprochen. Gefordert werden einheitliche Regeln für Prostitution zum besseren Schutz von Sexarbeiterinnen und -arbeitern sowie Zugang zu Ausstiegsprogrammen.

Die Erfahrung aus den Ländern mit Prostitutionsverbot zeigt, dass Prostitution und Menschenhandel auch mit diesem Modell nicht vollständig verhindert werden. Eine spürbare Eindämmung des Marktes infolge gesunkener Nachfrage dürfte aber zu erwarten sein. Denn die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger bekennt sich zur Rechtsordnung und verhält sich rechtstreu. 

 

Lesen Sie das Analysen & Argumente: „Zur (Un-)Sichtbarkeit der (Zwangs-)Prostitution in der Strafrechtspflege“ hier als PDF.

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Contact

Dr. Dana Fennert

Dana Fennert

Equal Rights and Diversity

dana.fennert@kas.de +49 30 26996-3590

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