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„Das ganz Neue Kasachstan“: Reform der Reform

Verfassungs- und Parlamentsreformen in Kasachstan

Die Ereignisse vom Januar 2022 lösten in Kasachstan einen umfangreichen Reformprozess aus, initiiert vom Präsidenten Tokajev. Die Änderungen umfassten im Wesentlichen eine einmalige siebenjährige Amtszeit für den Staatschef, die Etablierung eines Verfassungsgerichts, die Abschaffung der Todesstrafe, die Einführung eines gemischten Wahlsystems für das Parlament sowie eine Reihe von Neuerungen im Bereich der Kommunalwahlen.[i] Ein nationales Referendum legitimierte das „Neue Kasachstan“. Der Name beschrieb nicht nur den Reformprozess, sondern umfasste auch das neue kasachische moderne Staatsverständnis. Knapp sechs Jahre später scheint das „Neue Kasachstan“ selbst reformbedürftig zu sein. Die aktuellen Reformbestrebungen basieren formal auf den Verfassungsänderungen von 2022, unterscheiden sich jedoch in ihrem politischen Schwerpunkt. Während die damaligen Reformen als Reaktion auf eine Legitimations- und Vertrauenskrise konzipiert wurden, liegt der Fokus heute auf Regierungsführung, politischer Kontrolle und langfristiger Stabilität.[ii]

Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Südafrikas Weg zur Inklusion: Erfolge und Grenzen

Inklusion weltweit - aktueller Stand aus Südafrika

Südafrika steht an einem entscheidenden Punkt seiner inklusiven Entwicklung. Rund 5 Prozent der Bevölkerung sind trotz gesetzlicher Fortschritte und wachsender politischer Aufmerksamkeit weiterhin von Bildungs-, Arbeits- und Teilhabebarrieren betroffen. Zugleich zeigen Entwicklungen wie die Anerkennung der südafrikanischen Gebärdensprache und internationale sportliche Erfolge, welches Potenzial entsteht, wenn Barrieren aktiv abgebaut werden. Dialogformate und praxis-orientierte Ansätze zeigen sich als wirksam. Jedoch erfordert die Gewährleistung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein kontinuierliches Engagement aller gesellschaftlichen Akteure.

India and the Art of Strategic Balance

Dr. Pradnya Bivalkar

Alexander Stubb, the Finnish president, in his book The Triangle of Power argues that the interplay between the Global West, the Global East and the Global South will shape the world to come. What he had not foreseen at the time when he wrote the book was the rapid unravelling of the Global West into two different entities: the United States and the rest of the historical West driven by their own security challenges and political goals. Exactly this – the unravelling of the collective West, the ensuing rupture, a falling out – was in full display at the recently concluded edition of the Raisina Dialogue. The framing of this year’s convening, Saṁskāra, Sanskrit for a civilisational tool, a statement of continuity that allows societies to assert their truth, accommodate their contradictions, and advance through refinement, proved to be a perfect framing as global leaders attempted to do a balancing act between Assertion, Accommodation and Advancement.

IMAGO / Depositphotos

Spillover in den Südkaukasus?

Was eine weitere Eskalation im Iran-Krieg für Armenien und Aserbaidschan bedeuten könnte

Der US‑israelische Angriff auf den Iran verschärft auch für den Südkaukasus (geo-)politische Risiken. Aserbaidschan ist bislang durch Drohnenangriffe besonders exponiert, doch auch Armenien drohen indirekte Folgen wie Flüchtlingsbewegungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und Bedrohungen für Energieinfrastruktur. Europa ist gefordert, da eine Eskalation Rivalitäten verstärken, Partner bedrohen und unsere Energie- sowie Sicherheitsinteressen unmittelbar berühren würde.

IMAGO / SNA

Kongo-Brazzaville: Vor der Wahl ist nach der Wahl

Die Präsidentschaftswahlen 2026 in der Republik Kongo unter den Vorzeichen der Systemkonkurrenz

Die Republik Kongo nutzt die systemische Konkurrenz zwischen EU, China und Russland, um Handlungsspielräume in Finanzierung, Infrastruktur und Sicherheit zu maximieren. Während die EU in Umwelt- und Transformationsfragen ein natürlicher Partner bleibt, begrenzen Defizite in Rechtsstaatlichkeit, Rechenschaft und Wahlintegrität die Tiefe der Kooperation. China liefert zügig und großvolumig Infrastruktur gegen Ressourcenbindungen; Russland füllt normative Lücken durch einen Souveränitäts- und Nichteinmischungsdiskurs und verankert energie- und sicherheitspolitische Abkommen. Vor den Präsidentschaftswahlen 2026 sind keine politisch systemverändernden Resultate zu erwarten; die strategische Relevanz liegt vielmehr in der Fortsetzung einer autoritär stabilisierten Ordnung, die sich als Garant von Frieden und Entwicklung inszeniert. In dieser Konstellation verschiebt sich für europäische Akteure der Fokus von kurzfristiger Wahlbeobachtung hin zu mittel- und langfristigen Hebeln: grüne Industrialisierung, kritische Rohstoffe und Logistikkorridore, Governance-Safeguards, jugendzentrierte Beschäftigung und ein realistisch kalibrierter Mix aus Prinzipientreue und Pragmatismus.

IMAGO / ZUMA Press Wire

Parlamentswahlen in Nepal

Wie die Generation Z die politische Landschaft des Landes verändert

Die vorgezogene Parlamentswahl in Nepal am 5. März 2026 markierte eine der bedeutendsten Veränderungen in der politischen Landschaft des Landes seit der Verabschiedung der Verfassung von 2015.[1] Die Wahl folgte auf eine Phase intensiver politischer Instabilität, die durch die von Jugendlichen angeführten GenZ-Proteste im September 2025 ausgelöst wurde und schließlich zum Rücktritt der Regierung des ehemaligen Premierministers KP Sharma Oli führte.[2]

EU–India Cooperation: From Trade to Strategic Co-Creation

Mr. Kevin Bayer

Der Raisina Dialogue 2026 fand in einer Phase außergewöhnlicher geopolitischer Dynamik statt. Nur wenige Tage nach der politischen Einigung über das EU–Indien-Freihandelsabkommen und während anhaltender militärischer Eskalationen rund um den Irankonflikt diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung beim Side-Event „The Asia Bridge: Trade & Beyond – EU-India Defence Tech and Industry“ über die strategischen Implikationen der Partnerschaft. Die Diskussion machte deutlich, dass die Beziehungen zwischen Europa und Indien weit über Handelsfragen hinausgehen. In einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen und zunehmender wirtschaftlicher Fragmentierung wird die Kooperation zwischen beiden Akteuren zunehmend als strategischer Baustein einer regelbasierten internationalen Ordnung gesehen.

Die Raisina-Methode

Dr. Tobias Scholz

Einmal im Jahr lädt der indische Think Tank Observer Research Foundation (ORF) internationale Gäste zum Raisina Dialog in Neu-Delhi ein. Seit seiner ersten Ausgabe 2016 hat sich die Konferenz zu einer der größten Dialog-Plattformen weltweit entwickelt. Der Raisina Dialog ist jedoch mehr als nur eine weitere Sicherheitskonferenz. Vielmehr bietet der Raisina Dialog Einblicke in Neu-Delhis außenpolitische Machtinszenierung, Indiens Stil der Netzwerkpflege auf politischer Ebene und die Praxis des indischen Multialignment.

Rohstoffe der Zeitenwende: Deutschland & Indien als strategische Partner für resiliente Lieferketten

Ein Impuls von Yilmaz Akkoyun im Nachgang zum Raisina Dialog 2026

Der Raisina Dialog in Neu-Delhi hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten geopolitischen Konferenzformate weltweit entwickelt. Organisiert vom indischen Außenministerium und der Observer Research Foundation, bringt die Konferenz jährlich Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Militär und Thinktanks aus allen Teilen der Welt zusammen. Beim Raisina Dialog 2026, der im Schatten der eskalierenden geopolitischen Spannungen rund um Iran und den Nahen Osten stattfand, wurde zugleich deutlich, dass Rohstoffe und Lieferketten zu den zentralen strategischen Themen der kommenden Jahre gehören. In zahlreichen wirtschaftspolitischen Panels und Hintergrundgesprächen standen Fragen zur Versorgung mit kritischen Mineralien im Mittelpunkt. Lithium, Nickel, Kupfer oder Seltene Erden bilden die Grundlage zentraler Zukunftstechnologien – von Elektromobilität über erneuerbare Energien bis hin zu Halbleitern und militärischen Anwendungen.

The Middle East Maelstrom: The War on Iran — Causes and Consequences

Webinar in cooperation with the Israel Council on Foreign Relations (ICFR) about the war in the Middle East and the situation in Israel

On March 10, the Konrad Adenauer Foundation and the Israel Council on Foreign Relations held a webinar on the current war in the region and its impact on Israel. Four renowned experts – Dan Meridor (ICFR), Dr. Guido Steinberg (SWP), Lt. Col. (Res.) Avital Leibovich (AJC Israel) and Prof. Jonathan Rynhold (Bar Ilan University) – analyzed the current situation, pointed out opportunities and risks, and assessed developments from Israel’s perspective. Moderated by Dr. Laurence Weinbaum (ICFR), the webinar offers food for thought and important impulses for the ongoing debate in Israel and Germany.

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Analyses et arguments

Contributions sélectionnées à la série avec référence internationale

Cette série informe de manière concentrée sur les positions importantes de la Fondation Konrad-Adenauer sur les questions d'actualité. Les différents numéros présentent les principales conclusions et recommandations, offrent de brèves analyses, expliquent les projets futurs de la Fondation et désignent les personnes de contact du KAS.

Auslandsinformationen

Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit

Die Auslandsinformationen (Ai) sind die Zeitschrift der Konrad-Adenauer-Stiftung für Internationale Politik. Sie bieten politische Analysen unserer Expertinnen und Experten in Berlin und aus mehr als 100 Auslandsbüros in allen Weltregionen. Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Baromètre des partis du PPE

La situation du Parti populaire européen dans l'UE

Le baromètre des partis du PPE met en lumière la situation actuelle de la famille des partis du PPE dans l'UE. À intervalles irréguliers, il fournit un aperçu concis des résultats des élections en cours, des sondages des États membres et de la composition de la famille des partis.

Interviews

Dans notre série "Interviews", nous organisons des entretiens et des discussions avec des experts de la Fondation Konrad-Adenauer sur différents sujets.

kurzum

Concis, réduit à l'essentiel, mais toujours d'une grande actualité. Dans la série "kurzum", nos experts résument une question ou un problème sur un maximum de deux pages.

Reportages pays

Notes de synthèse sur l’actualité politique du pays

La Fondation Konrad-Adenauer est présente avec son propre bureau dans 70 pays du monde sur les cinq continents. Les collaborateurs locaux peuvent rapporter de première main les événements actuels et les évolutions à long terme dans leur pays d'accueil. Leur « rapports nationaux » présentent en exclusivité aux utilisateurs du site Internet de la Fondation Konrad-Adenauer des analyses, des informations de fond et des évaluations.

Présentations et compte-rendus

La Fondation Konrad-Adenauer, ses instituts, centres de formation et bureaux à l'étranger proposent tous les ans uin grand nombre de manifestations dédiées à des thèmes différents. À l'adresse www.kas.de, nous vous présentons, de manière actuelle et exclusive, des conférences, événements et symposiums. Outre un résumé thématique, vous trouverez ici aussi du matériel supplémentaire tel que des photos, des manuscrits de discours, des vidéos ou des podcasts radio.