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Reportages pays

Notes de synthèse sur l’actualité politique du pays

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Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Zwischen Reform und Realität – Politische Partizipation von Menschen mit Behinderung in Jordanien

Inklusion weltweit – aktueller Stand aus Jordanien

Jordanien hat in den vergangenen Jahren wichtige Reformprozesse angestoßen, um politische Teilhabe auszubauen und Menschen mit Behinderungen stärker in gesellschaftliche und politische Strukturen einzubinden. Neue gesetzliche Grundlagen, institutionelle Entwicklungen und internationale Initiativen prägen diesen Wandel und setzen Impulse für mehr Inklusion. Gleichzeitig stehen diese Entwicklungen in einem Kontext, in dem bestehende Strukturen, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und laufende Umsetzungsprozesse die tatsächliche Teilhabe weiterhin limitieren. Vor diesem Hintergrund bewegt sich die politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen in Jordanien im Spannungsfeld zwischen Reformanspruch und Realität.

Gefrorener Konflikt: Regierungskrise in Bukarest hält an

Das Parlament geht ohne Neuwahl eines Ministerpräsidenten in die Sommerpause, während das Vertrauen in Präsident Dan dank fragwürdigem Krisenmanagement bröckelt

Ruhig hat die Sommerpause des rumänischen Parlamentes nicht begonnen. Das Misstrauensvotum gegen die Regierung von Ministerpräsident Ilie Bolojan (PNL) vom 5. Mai hat erbitterte Kämpfe in der politischen Landschaft Rumäniens ausgelöst. Die Abstimmung an sich wurde bereits als Sakrileg wahrgenommen: Den Misstrauensantrag brachten die sozialdemokratische PSD und die rechtspopulistische AUR gemeinsam ein. Wer für wen der Steigbügelhalter war, ist noch nicht ausgemacht. Der Antrag erhielt 281 Stimmen, deutlich mehr als die erforderlichen 233 Stimmen. Die Angehörigen der PSD traten aus der Regierung aus. Bolojan regiert seitdem kommissarisch weiter – gemeinsam mit der reformorientierten USR und der Ungarnpartei (UDMR). Als Vermittler in der angespannten Lage verliert Präsident Nicușor Dan zunehmend das Vertrauen einstiger Unterstützer.

Le Pen will kandidieren

Das Urteil des Berufungsgerichts und die politischen Folgen in Frankreich

Mit dem Berufungsurteil gegen Marine Le Pen am 7. Juli 2026 beginnt im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027 eine neue Phase. Während die Fraktionsvorsitzende des Rassemblement Nationals (RN) ihre Kandidatur bestätigt und weitere Rechtsmittel ankündigt, indem sie den Kassationshof anruft, der prüft ob die beiden vorherigen Instanzen keine Verfahrensfehler begangen haben, setzt der RN auf das Führungsduo Marine Le Pen und Jordan Bardella. Das Urteil markiert den eigentlichen Beginn des Präsidentschaftswahlkampfs, der die politische Polarisierung in Frankreich aller Voraussicht nach weiter vertiefen wird.

IMAGO / Anadolu Agency

Rahmenabkommen zwischen Libanon und Israel

Erster Schritt in Richtung Friedensabkommen oder nur eine Atempause?

Am 26. Juni unterzeichneten die USA, Israel und der Libanon in Washington ein trilaterales Rahmenabkommen. Darin bekunden Libanon und Israel – die sich formal weiterhin im Kriegszustand befinden – ihre Absicht, die Grundlage für einen dauerhaften Frieden, stabile Sicherheitsverhältnisse und nachbarschaftliche Beziehungen zu schaffen. Angesichts der jahrzehntelangen Feindschaft zwischen beiden Staaten und des anhaltenden Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah stellt das Abkommen einen bemerkenswerten Schritt dar. Ob es sich dabei um den Beginn einer nachhaltigen Friedensordnung oder lediglich um eine vorübergehende Beruhigung der Lage handelt, wird maßgeblich von seiner Umsetzung abhängen. Mit den direkten Verhandlungen mit Israel beabsichtigt die libanesische Regierung, die eigene Souveränität zu stärken und die Zukunft des Libanons von der Verhandlungsschiene zwischen Iran und USA abzukoppeln und so den Einfluss des Irans auf das Land zu verringern.

IMAGO / Zoonar

Kuba vor dem Umbruch?

Humanitäre Krise, Druck der USA und die Zukunft des kubanischen Regimes

Kuba befindet sich an einem historischen Wendepunkt. Die sozialistische Wirtschaftsordnung der Linksdiktatur ist heute so dysfunktional wie nie zuvor und nach dem weitgehenden Wegfall ihrer externen Unterstützung aus Venezuela kaum noch überlebensfähig. Zugleich erreicht die humanitäre Krise ein bislang unbekanntes Ausmaß, während der Druck der USA auf das Regime stetig zunimmt. Während Washington auf einen politischen Wandel auf der Insel hinarbeitet, kämpft ein Großteil der kubanischen Bevölkerung um das tägliche Überleben. Ob das Regime dem wachsenden inneren und äußeren Druck weiterhin standhalten kann oder Kuba vor einem grundlegenden politischen Wandel steht, dürfte zu einer der entscheidenden Fragen der kommenden Monate werden.

IMAGO / ZUMA Press Wire

250 Jahre USA - Der ewige amerikanische Traum

Hintergründe und Einordnung zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten von Amerika

Präsident Donald Trump kündigte an, der diesjährige Independence Day und die begleitenden Feierlichkeiten würden die „most spectacular Trump rally of them all“ sein. Eine Aussage, die aufhorchen lässt. Nicht nur wegen ihrer Tonalität, sondern auch, weil ein traditionell überparteilicher Feiertag, der die Nation als Ganzes feiern soll, in einen politischen Kontext gerückt wird. Fast als wäre es seine Feier. Zwischen diesen beiden Bildern – dem beinahe zeitlosen Ideal eines geeinten Landes und einer Gegenwart, in der nationale Symbole zunehmend politisch betrachtet werden – bewegen sich die Vereinigten Staaten auf ihren 250. Geburtstag zu.

IMAGO / Metodi Popow

Deutschland und Usbekistan: Neue Impulse für eine strategische Partnerschaft

Zum Staatsbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 17. und 18. Juni 2026 in Usbekistan

Der Staatsbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 17. und 18. Juni 2026 in Usbekistan markiert einen weiteren Schritt zur Vertiefung der deutsch-usbekischen Beziehungen. Er unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Wirtschafts- und Innovationspartnerschaft zwischen beiden Ländern. Mit über 38 Millionen Einwohnern stellt Usbekistan den demografischen Riesen Zentralasiens dar und bietet erhebliche, bislang nur teilweise erschlossene Potenziale in den Bereichen Fachkräftegewinnung, IT-Outsourcing sowie beim Aufbau resilienter Lieferketten für kritische Rohstoffe. Angesichts des starken Engagements internationaler Wettbewerber eröffnet sich ein geopolitisches Zeitfenster, das von der deutschen Politik und Wirtschaft schnelles und entschlossenes Handeln erfordert.

IMAGO / Anadolu Agency

Machtwechsel in Kolumbien

Knappes Wahlergebnis legt tiefe politische Spaltung offen

Kolumbien hat gewählt – und Abelardo de la Espriella einen hauchdünnen Wahlsieg beschert. Während das unterlegene Regierungslager die Überprüfung von Teilen des Wahlergebnisses fordert, wird sich zeigen, ob dem Law-and-Order-Anwalt die Transformation vom aggressiven Wahlkämpfer zum integrierenden Staatsmann gelingt. Vor der neuen Regierung steht nun die Aufgabe, Mehrheiten zu finden und ihre Handlungsfähigkeit vor allem in der Sicherheitspolitik zu beweisen.

stock.adobe.com / Jidia

Der Ankara-Gipfel und die südlichen Nachbarländer der NATO

Partnerschaften in einem sich wandelnden strategischen Umfeld

Im Vorfeld des bevorstehenden NATO-Gipfels in Ankara wird erwartet, dass die südliche Nachbarschaft des Bündnisses erneut einen wichtigen Platz auf der politischen Tagesordnung einnehmen wird. Die Rolle der Türkei als Gastgeber des Gipfels, die erneute regionale Eskalation im Zusammenhang mit dem Iran sowie die anhaltende Instabilität aufgrund der Konflikte im Gazastreifen und im Libanon haben dazu beigetragen, dass die Alliierten dem Süden und den Entwicklungen, die die Partner in der gesamten Region betreffen, zunehmend Aufmerksamkeit schenken. Trotz des verstärkten Fokus auf die südliche Nachbarschaft und der umfassenderen regionalen Krisen, sollte man nicht von einer kompletten strategische Neuausrichtung der NATO auf den Süden ausgehen.

Hintergründe und Einordnung zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten

Sommermärchen mit Stolpersteinen?

Als am 11. Juni in Mexiko-Stadt das Eröffnungsspiel der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 angepfiffen wurde, begann das größte Turnier der WM-Geschichte. Erstmals nehmen 48 Mannschaften teil, gespielt wird in den USA, Mexiko und Kanada. Doch die eigentliche Besonderheit dieser Weltmeisterschaft liegt womöglich nicht auf dem Spielfeld. Während die politische Bedeutung des Turniers in den Vereinigten Staaten kaum zu übersehen ist, bleibt die öffentliche Begeisterung bislang überraschend verhalten. Präsident Donald Trump hat die Vorbereitungen eng begleitet, eine nationale WM-Task-Force eingerichtet, an zentralen FIFA-Veranstaltungen teilgenommen und angekündigt, dem Weltmeister persönlich den Pokal zu überreichen. Gleichzeitig deuten Umfragen darauf hin, dass große Teile der amerikanischen Bevölkerung der Weltmeisterschaft bislang mit vergleichsweise geringem Interesse entgegensehen. Gerade dieses Spannungsverhältnis eröffnet einen aufschlussreichen Blick auf die Vereinigten Staaten als Gastgeber.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.