Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit

Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit

Expertise und Erfahrungen in der Terrorismusbekämpfung miteinander vernetzen

Zum Hintergrund

Der 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 hat erneut in Erinnerung gerufen, wie nachhaltig dieses Ereignis die globale Sicherheitslage verändert hat. Der internationale Terrorismus bestimmt seither maßgeblich die globale sicherheitspolitische Agenda.

Spätestens mit der Entstehung des sog. Islamischen Staates (IS) und der Ausrufung seines Kalifats im Juni 2014 wurde aus der internationalen Dimension dieser Bedrohung verstärkt auch eine nationale bzw. europäische Dimension: Europa sieht sich seither nicht nur mit dem Phänomen der sog. Foreign Terrorist Fighters konfrontiert, sondern auch mit einem bis dato nicht gekannten Ausmaß terroristischer Gefährdungslagen und verübter Anschläge auf europäischem Boden. Die gezielte Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Anfälligkeit für die Ideologie des IS zeigt, dass es sich bei dem beschriebenen Phänomen um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung handelt, die multidisziplinäre Antworten erfordert.

 

Zielsetzung

Zu den skizzierten Entwicklungen gibt es in Deutschland vielfältige Expertise: Zahlreiche Fachleute arbeiten hierzu in Behörden, Ministerien und Sicherheitsinstitutionen genauso wie in Thinktanks, NGOs, der Wirtschaft und den Medien. Um den Austausch zwischen ihren Arbeitsfeldern zu intensivieren, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung den „Arbeitskreis Terrorismus & Innere Sicherheit“ ins Leben gerufen.

Der Arbeitskreis richtet sich insbesondere an Nachwuchskräfte und Young Professionals und soll ihnen einen Rahmen bieten, in dem unterschiedlichste Disziplinen aufeinandertreffen: außenpolitische Expertise im Bereich des internationalen Terrorismus auf juristische Expertise im Bereich der Inneren Sicherheit genauso wie praktische Erfahrung im Bereich der Radikalisierungsprävention auf jene aus dem Bereich der Strafermittlung oder anderen Arbeitsfeldern.

Ziel ist es, die Themenbereiche der Inneren und Äußeren Sicherheit, der Terrorismusbekämpfung und der Radikalisierungprävention stärker zu verknüpfen. Langfristig soll so ein Netzwerk von Nachwuchskräften aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Behörden, Zivilgesellschaft, Medien und Wirtschaft entstehen, die aktuelle Fragestellungen unter Einbringung vielfältiger unterschiedlichster Perspektiven und Erfahrungen diskutieren und Politikempfehlungen entwickeln können.

 

Mitglieder

Der Arbeitskreis ist offen für Experten und Praktiker (Doktoranden, Berufseinsteiger und Young Professionals) aus den Bereichen Innere und Äußere Sicherheit, Radikalisierungs- und Terrorismusprävention sowie –bekämpfung, die sich mit den Zielen der Konrad-Adenauer-Stiftung identifizieren und ihrer Arbeit verbunden fühlen.

Wer Interesse an der Mitarbeit im Arbeitskreis hat, sollte auf wenigstens einem der genannten Themengebiete über fachliche Expertise verfügen. Vorausgesetzt wird zudem ein Master-Hochschulabschluss oder vergleichbare Qualifikationen.

Für weitere Informationen richten Sie sich gern an die Programmverantwortliche Nauel Semaan.

 


 

Ausgewählte Publikationen

Gegenwärtige Entwicklungen und Trends des Terrorismus erkennen, 12. November 2018

Das diesjährige Arbeitstreffen des KAS-Arbeitskreises „Terrorismus und Innere Sicherheit“ stand unter dem Titel „The Future of Terrorism“. Vom 30. Oktober bis 1. November trafen sich die Mitglieder im nahe Berlin gelegenen Zeuthen, um sich über die gegenwärtigen Veränderungen und Trends des nationalen und transnationalen Terrorismus zu verständigen. Das diesjährige Arbeitstreffen des KAS-Arbeitskreises „Terrorismus und Innere Sicherheit“ stand unter dem Titel „The Future of Terrorism“. Vom 30. Oktober bis 1. November trafen sich die Mitglieder im nahe Berlin gelegenen Zeuthen, um sich über die gegenwärtigen Veränderungen und Trends des nationalen und transnationalen Terrorismus zu verständigen.

Internet und Kriminalität als Faktoren der extremistischen Radikalisierung im Islamismus, 25. März 2019

Anfang März trafen sich die Mitglieder des KAS-Arbeitskreises „Terrorismus und Innere Sicherheit“ erneut im beschaulichen Cadenabbia am Comer See. Dort suchten sie den intensiven Austausch untereinander und mit Experten auf dem Gebiet der Terrorismusbekämpfung. Der Schwerpunkt des zweitägigen Arbeitstreffens lag dieses Mal auf den Themen Online-Radikalisierung und dem Nexus zwischen Kriminalität und Terrorismus.

Rechtsextreme Gewalt in Deutschland vor dem Hintergrund der „Flüchtlings- und Migrationskrise“, 15. Januar 2019

Die Jahre 2015 und 2016 markieren einen neuen Höhepunkt rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik Deutschland. War das Thema Asyl bereits 2014 das wichtigste rechtsextreme Kampagnenthema, hat sich der sprunghaft angestiegene Zustrom von Migranten im Spätsommer 2015 bis zum Frühjahr 2016 in hohem Maße radikalisierend auf den gesamten Phänomenbereich ausgeübt. Im Zuge dessen kam es zu beträchtlichen rechtsterroristischen Aktivitäten. Klandestine Gruppenzusammenschlüsse wie die „Gruppe Freital“, „Oldschool Society“ oder „Revolution Chemnitz“ nahmen gezielt Migranten, Flüchtlingshelfer und Politiker ins Visier. Zusätzlich stellten kurzentschlossene Einzeltäter wie Frank S., der die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker niederstach, die Sicherheitsdienste vor neue Herausforderungen. Das Papier gibt einen Überblick über das aktuelle Gewaltpotential des Rechtsextremismus und beleuchtet darüber hinaus die rechtsterroristische Bedrohungslage vor dem Hintergrund der „Flüchtlings- und Migrationskrise“.

US-Abzug aus Syrien mischt Karten neu, 15. Januar 2019

Am 19. Dezember 2018 verkündete US-Präsident Donald Trump per Twitter überraschend den sofortigen Beginn des Abzugs der etwa 2.000 US-Soldaten aus Nordsyrien. Seit Oktober 2015 befinden sich diese dort offiziell zur Ausbildung und Beratung syrischer Oppositionstruppen mit dem primären Ziel, deren Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Trumps Entscheidung löste große Kritik an der Bündnistreue der USA aus und führte unter anderem zum Rücktritt von US-Verteidigungsminister James Mattis. Obwohl die amerikanische Regierung den von Trump ursprünglich auf 30 Tage angesetzten Abzugszeitraum mittlerweile auf mehrere Monate ausgedehnt hat, sind die Folgen eines reduzierten US-Engagements in Syrien bereits jetzt absehbar. Ein Abzug der USA mischt die Karten in dem Konfliktland neu, vor allem zu Gunsten des IS und des Assad-Regimes.

"Kroatische Sicherheitstage", 07. Dezember 2018

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalte zusammen mit dem kroatischen Verband der Sicherheitsmanager (HUMS) vom 05. bis 07. Dezember in Zagreb eine weitere Konferenz zu Fragen der inneren Sicherheit. In Anwesenheit des kroatischen Innenministers, Dr. Davor Božinović, diskutierten kroatische Sicherheitsexperten mit Unternehmensvertretern über allgemeine sicherheitspolitische Herausforderungen und deren mögliche Auswirkungen auf Unternehmen (Cybersicherheit).

Online-Radikalisierung, 29. August 2018

Die Radikalisierung junger Menschen in die Ideologien extremistischer und terroristischer Vereinigungen ist seit Jahren ein wichtiges sicherheitspolitisches Thema. Insbesondere der Aufstieg des sogenannten Islamischen Staates hat die Frage aufgeworfen welche Rolle das Internet und soziale Medien in Radikalisierungsprozessen spielen und welche neuen Herausforderungen der technologische Fortschritt in diesem Bereich bringt.

Expertise und Erfahrungen in der Terrorismusbekämpfung miteinander vernetzen, 05. Juli 2017

Vom 23. bis 25. Juni trafen sich in Cadenabbia junge Experten und erfahrene Praktiker aus den Bereichen internationale und innere Sicherheit, Radikalisierungsprävention sowie Terrorismusbekämpfung.

kontakt

Nauel Semaan

Nauel  Semaan bild

Referentin Terrorismusbekämpfung und Konfliktmanagement

Nauel.Semaan@kas.de +49 30 26996-3879