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Vertrauen in die Identität

od Prof. Dr. Michael Braun

Barbara Honigmann empfängt den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2022

Vertrauen in die jüdische Biographie, Vertrauen in die deutsche Sprache und die europäische Kultur: Das hob der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Norbert Lammert bei der Verleihung des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung an Barbara Honigmann am 3. Juli 2022 hervor. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde – nach zweijähriger Corona-Pause – wieder im Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar verliehen.

Barbara Honigmann erzählt in ihren Werken von dem Leben in der DDR, vom Exil und immer wieder vom Jüdischsein in Deutschland und Europa. Im Rekurs auf ihre eigene Familiengeschichte greift sie – so die Begründung der Jury – die bedeutenden, weil zeitlosen Fragen nach Identität und Fremdheit, nach Integration und Exklusion – in einer oftmals bemerkenswert nüchternen und besonders zugänglichen Offenheit auf. An Verfolgung, Emigration und Rückkehr ins Nachkriegsdeutschland erinnert ihr Mutterbuch „Ein Kapitel aus meinem Leben“ (2004), von dem heiklen „Weg ins Freie“ und dem Ausbalancieren der jüdischen „Erbschaft“ zwischen Anpassung und Entfernung handelt ihr Vaterbuch „Georg“ (2019).

In seiner Laudatio würdigte der Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum in Berlin, Prof. Dr. Raphael Gross, Barbara Honigmanns Mut zur Aufklärung: „über falsche historische Erzählungen. Über falsches Verschweigen. Über falsche Vermutungen. Über ganz falsche Scham.“ Sie mache es sich zur Aufgabe, unerschrocken und in entlarvender Klarheit vom „Leben von Juden als Juden unter Deutschen“ zu erzählen.

Barbara Honigmann erinnerte in ihrer Dankesrede an Konrad Adenauer und das Wiedergutmachungsabkommen mit dem Staat Israel, „Verträge, denen nur eine knappe Mehrheit sowohl im Bundestag als auch in der Knesset zustimmte und die 44% der deutschen Bundesbürger damals für gänzlich überflüssig hielten.“ Des Ortes der Verleihung, dem Schloss Belvedere, gedachte sie in besonderer Weise: Hier hatte ihr Vater, der Kulturjournalist Georg Honigmann, die letzten Jahre seines Lebens verbracht. Grund genug, das biographische Vaterkapitel aus ihrem Buch „Eine Liebe aus nichts“ (1991) zu lesen.

Eine Hommage an den Verleihungsort – der für Barbara Honigmann von „symbolischer Kraft“ ist – war schließlich auch das musikalische Rahmenprogramm, das die KAS-Stipendiaten David Küntzel (am Horn) und Johannes Schneider (am Klavier) unter der Regie der neuen Präsidentin der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Prof. Dr. Anne-Kathrin Lindig, mit Stücken von Robert Schumann und Lev Koran gestalteten. Und bevor die Gäste zum traditionellen Empfang mit Thüringer Rostbratwurst gingen, empfing Anna Förster, Schülerin am Musikgymnasium, vom Ehrenvorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Bernhard Vogel, eine Zuwendung aus der Bernhard-Vogel-Stiftung.

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