Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte

Hans Ehard

Karl-Ulrich Gelberg
Die föderalistische Politik des bayerischen Ministerpräsidenten 1946-1954.

Hans Ehard (1887–1980) war einer der prononciertesten Vertreter des Föderalismus in der Nachkriegszeit. Als bayerischer Ministerpräsident (CSU) trat er konsequent für die größtmögliche Selbständigkeit der Länder gegenüber dem Bund ein – sowohl in der CDU/CSU als auch bei den anderen Ministerpräsidenten und den Militärgouverneuren.

Bei der Beratung des Grundgesetzes im Parlamentarischen Rat gelang es ihm, die Schaffung des Bundesrates durchzusetzen. Nach Gründung der Bundesrepublik vertrat er mit Nachdruck die Rechte des Bundesrates und der Länder gegenüber der Bundesregierung, so dass es auch zur Konfrontation mit Bundeskanzler Adenauer kam.

Der Autor untersucht die Grundentscheidungen der „Ära Adenauer“ aus der Perspektive Bayerns, das traditionell auf seine Eigenstaatlichkeit Wert legte, sowie die Differenzen zwischen der bayerischen Staatsregierung und den CSU-Exponenten in der Bundespolitik, Fritz Schäffer und Franz Josef Strauß, auch die Rivalität zwischen CSU und Bayernpartei. Er konnte für diese politische Biographie erstmals den Nachlass von Hans Ehard und die Protokolle des bayerischen Ministerrats auswerten.

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In der Reihe „Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte“ veröffentlicht das Archiv für Christlich-Demokratische Politik seit 1980 wissenschaftliche Studien zur Christlichen Demokratie, Darstellungen zur Geschichte der Bundesrepublik und der CDU sowie Biographien wichtiger Repräsentanten. Zu den 50 bisher erschienen Büchern zählen auch Quelleneditionen, wie Protokolle von Parteigremien oder Tagebücher von einflussreichen Politikern. Die Publikationen sind im Buchhandel erhältlich.

rendelési információk

kiadó

Günter Buchstab, Klaus Gotto, Hans Günter Hockerts, Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz

ISBN

3-7700-0976-2

erscheinungsort

Düsseldorf Deutschland

preis

45,00

seitenzahl

XIII + 600