Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte

Heinrich Köppler (1925–1980).

Stefan Marx
Politik aus christlicher Verantwortung

Heinrich Köppler galt in den 70er Jahren als einer der führenden Politiker der CDU im Bund und in Nordrhein-Westfalen. Er zählte zu den Vertretern der Kriegsgeneration, die sich aus christlichem Verantwortungsbewusstsein für den Wiederaufbau Deutschlands einsetzten.

Geprägt durch die Erfahrung des Nationalsozialismus und die Kriegserlebnisse an der Ostfront, entfaltete Heinrich Köppler nach 1945 ein vielfältiges Engagement in Kirche und Politik: Bundesführer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend 1952–1956, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken 1956–1965, Abgeordneter des Deutschen Bundestages (1965–1970), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern 1968/69, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion 1969/70, Landesvorsitzender der CDU Rheinland 1969–1980 und CDU-Oppositionsführer im Landtag von Nordrhein-Westfalen 1970–1980, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU Deutschlands 1973–1980.

Der gelernte Jurist Köppler brachte die im katholischen Verbandswesen gemachten Erfahrungen und Kontakte in die politische Arbeit ein, als er 1965 für die CDU in den Bundestag einzog. 1970 wechselte er nach Nordrhein-Westfalen, wo er als „Hoffnungsträger“ seiner Partei die Regierungsübernahme anstrebte. Trotz harter Oppositionspolitik, erfolgreicher Wahlkämpfe und Stimmengewinne für die CDU gelang es ihm nicht, die SPD-FDP-Koalition abzulösen. Seine besonderen Fähigkeiten, vor allem seine auch von Gegnern gerühmte Fairness, prädestinierten ihn, in kirchlichen und politischen Ämtern als Integrationsfigur zu wirken.

Der Autor wertete nicht nur archivalische Quellen und Presseberichte aus, sondern befragte auch mehr als 50 Zeitzeugen, u. a. Helmut Kohl, Kurt Biedenkopf und Johannes Rau.

Rezensionen (Stand Aug.2007)

  • Kurt Düwell: „Zwischen Kirche und Staat“, in: FAZ, 27.07.2007
  • Anselm Tiggemann, in: sehepunkte 7, 2007, Nr. 7/8, 15.07.2007

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In der Reihe „Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte“ veröffentlicht das Archiv für Christlich-Demokratische Politik seit 1980 wissenschaftliche Studien zur Christlichen Demokratie, Darstellungen zur Geschichte der Bundesrepublik und der CDU sowie Biographien wichtiger Repräsentanten. Zu den 50 bisher erschienen Büchern zählen auch Quelleneditionen, wie Protokolle von Parteigremien oder Tagebücher von einflussreichen Politikern. Die Publikationen sind im Buchhandel erhältlich.

rendelési információk

kiadó

Günter Buchstab, Klaus Gotto, Hans Günter Hockerts, Rudolf Morsey und Hans-Peter Schwarz

ISBN

3-7700-1902-4

erscheinungsort

Düsseldorf Deutschland

preis

29,80

seitenzahl

340